• Initianten Technopark, Vaduz
    Seit über einem Jahr ist der Technopark von Othmar Oehri, Franz Wachter und Magnus Tuor nun in Betrieb. Mit einem Gründertopf von 300 000 Franken unterstützt die Gemeinde Vaduz den Technopark.  (Tatjana Schnalzger)

Dem Gründergeist Schub verleihen

Seit über einem Jahr ist der Technopark in Vaduz ein Brutkasten für grosse Ideen. Hier blühen – auch dank der Hilfe der Gemeinde Vaduz – junge Start-ups auf, die Kredite für die Firmen bereitstellt und den Technopark von Anfang an unterstützte.
Vaduz. 

Der 7. Juli 2017 war die Geburtsstunde des Technoparks in Vaduz. Franz Wachter gründete zusammen mit Othmar Oehri und Magnus Tuor den Brutkasten für Start-ups in Liechtenstein und der Region. «Es hat uns motiviert und beflügelt, dass unser Bürgermeister hinter uns stand», erzählt Wachter heute. Ewald Ospelt war dem Projekt von Anfang an Wohl gesonnen. Wie schwierig es für ein junges Unternehmen ist, sich in den ersten Monaten über Wasser zu halten, das weiss nicht nur Wachter, sondern auch der Vaduzer Gemeinderat. Deswegen stellte er dem Technopark drei Mal 100 000 Franken zur Verfügung. Der Technopark kann seinen Start-ups aus diesem Topf Kredite gewähren. Denn selbst wenn eine Idee gut ist und Investoren in Aussicht sind, müssen sich junge Gründer erst einmal finanzieren. In der Anfangsphase schneien Rechnungen ins Haus, wie zum Beispiel vom Patentanwalt. «Dann sind unsere Start-ups froh, wenn sie über ein Darlehen unterstützt werden». Aus dem Topf können aber nur junge Unternehmer finanziert werden, die im Technopark sitzen. 

Ein weisser Fleck auf der Landkarte 
Auf 480 Quadratmetern haben inzwischen fünf Start-ups Platz im Technopark gefunden. Doch es könnten noch weit mehr sein.  Für das Gründer-Team war von Anfang an klar, dass der Technopark in Vaduz sitzen muss. Initiativen zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Liechtensteins gibt es einige, doch die Initianten haben einen weissen Fleck in der Start-up-Landschaft ausgemacht: Nur selten ist es bisher gelungen, erfolgversprechende junge Unternehmen in Liechtenstein zu halten.


«So werden in der Region zahlreiche innovative Köpfe ausgebildet und gefördert, die sich mit spannenden Produkt- oder Dienstleistungsideen selbständig machen wollen, doch sobald sie ein eigenes Unternehmen gründen, fehlt der Zugang zu attraktiven unternehmerischen Rahmenbedingungen, um sich in Liechtenstein anzusiedeln», davon sind die Initianten überzeugt. Diesen Kreislauf wollte das Gründerteam des Technoparks durchbrechen. Das ist ihnen gelungen. 

Leistungsvereinbarung mit der Regierung
Der Technopark Liechtenstein bietet den Start-ups in Vaduz wie auch jenen in der Technopark Allianz die einzigartige Möglichkeit in den zwei Wirtschaftsräumen – sprich der EU über die EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins wie auch im Schweizer Wirtschaftsraum tätig zu sein.

Mit der Regierung haben die Initianten des Technoparks gerade erst eine Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Die finanzielle Unterstützung ist daran geknüpft, dass sie weiteren drei bis vier Start-ups pro Jahr als Sprungbrett die Möglichkeit bieten, durchstarten zu können. Die Kooperation mit demTechnopark ist eine konsequente Ergänzung der bereits bestehenden Instrumente im Rahmen des sogenannten «Innovationstrichters», wozu beispielsweise der Ideenkanal, der Businessplan-Wettbewerb oder der Investor Summit gehören.  Schon jetzt wird der Technopark nicht nur von Start-ups genutzt, sondern für etliche Veranstaltungen – wie zum Beispiel Pitches von Business-Angels, bei denen sich Gründer vor Investoren präsentieren können. Oder zum Beispiel für das Codecamp. Hier lernen Kinder eine Programmiersprache, um ihr erstes Computerspiel selbst auf die Beine zu stellen. Über 50 Anfragen sind eingegangen. «Die Nachfrage ist riesig», betont Othmar Oehri. Schon jetzt ist klar, dass es auch im nächsten Jahr wieder Kurse geben wird. «Es ist eine tolle Möglichkeit, damit Kinder die Technologie besser verstehen und stärker informiert sind, um so auch Risiken anders abschätzen können», betont Oehri.

Neuer Verein gegründet
Die Bilanz nach einem Jahr Technopark ist eine erfolgreiche: Schon jetzt ist jener aus Vaduz nicht mehr wegzudenken. Durch die Zugehörigkeit zur Technopark Allianz können Start-ups zudem von einem grossen Netzwerk profitieren –hier stehen Experten der Universitäten genauso zur Verfügung, wie erfahrene Unternehmer, die Gründer auf ihrem Weg begleiten. Die Technopark-Allianz wurde 2002 auf Initiative des Technopark Zürich gegründet.

Derzeit wird noch ein Verein in Vaduz gegründet: die Freunde des Technoparks.Er soll über ber Events informieren und Menschen in Vaduz und im ganzen Land einbinden in das, was die Plattform und seine Start-ups bewegt. (dal)

01. Okt 2018 / 19:56
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