• Der Sonnenaufgang in den Bergen ist etwas Besonderes.  (Renate Kaiser)

Besonderes Erlebnis morgens um halb sechs

Renate Kaiser konnte am Donnerstag in den Bergen einen atemberaubenden Sonnenaufgang beobachten. Doch ein Schneefeld brachte sie in eine missliche Lage.
Triesenberg. 

Man muss nicht in die Ferne schweifen, um die Schönheiten der Natur zu entdecken. «Man muss nur nach Malbun gehen», sagt die Triesenbergerin Renate Kaiser. Und dies am besten vor Sonnenaufgang. Denn dieser ist in den Bergen atemberaubend. Besonders während den längsten Tagen im Jahr. «Wenn die Sonne hinter den Berggipfeln zum Vorschein kommt, bleibt die Zeit stehen und man vergisst mit einem Schlag alle Sorgen», erzählt sie von ihrem Erlebnis vom vergangenen Donnerstagmorgen. Allerdings zeigte die Morgenwanderung auch auf, dass die Berge nicht unterschätzt werden dürfen. Aber zuerst alles von vorne.

Einsatz der Liechtensteiner Bergrettung
Renate Kaiser startete bereits morgens um 4 Uhr bei der Talstation Sareis zur Wanderung Richtung Augstenberg. Mit dem Tag erwachte auch die Natur: «Murmeltiere tollten umher und die Alpenblumen gingen langsam auf.» In den Bergen ist jetzt Frühling und das Blütenmeer einzigartig. Der Fürstin-Gina-Weg ist bekannt für die Blumenpracht. «Ein Traum», sagt sie. Doch der Höhepunkt war für die Triesenbergerin eindeutig der Sonnenaufgang, den sie um 5.30 Uhr kurz vor dem Augstenberg beobachten konnte. «Ich kann jedem nur empfehlen, diesem Naturschauspiel beizuwohnen. Man wird demütig und bekommt Achtung und Respekt vor der Natur.»
Doch in den Bergen ist auch Vorsicht geboten. Es liegt immer noch Schnee in höheren Lagen und Schneefelder bedecken teilweise die Wanderwege. Auch Renate Kaiser kam an diesem Donnerstagmorgen an ihre Grenzen. Auf dem Weg zum Augstenberg musste sie ein Schneefeld queren. «Hinauf war es kein Problem. Aber auf dem Rückweg kam ich ins Rutschen. Neben dem Schneefeld ging es steil hinunter», erzählt sie. 
Die Wanderin verlor den Halt und Panik stellte sich ein. Sie kam weder vor- noch rückwärts und musste die Bergrettung alarmieren. «Die Bergretter haben mich äusserst professionell und mit grosser einfühlender Zusprache auf den Weg geführt. Sie machten wirklich einen tollen Job», hält Renate Kaiser fest und fügt an: «In so einer Situation wird einem wieder bewusst, dass die Berge nicht zu unterschätzen sind.» Die Triesenbergerin hat sogleich Kontakt mit dem Amt für Umwelt aufgenommen und auf die nicht einfache Wegsituation hingewiesen. Das Amt wolle nun Vorkehrungen treffen, um den Weg sicherer zu machen. 
Trotz des Zwischenfalls will Renate Kaiser die Sonnenaufgang-Wanderung wiederholen. «Denn dieses Erlebnis ist aussergewöhnlich und unbeschreiblich.» (manu)

29. Jun 2019 / 07:00
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