• «Wir haben unsere eigene Note»
    Das sind die «Väh-Hüater»: Mit ihrem Mix aus Volksmusik und Pop-/Rockmusik ist Partystimmung garantiert. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Jungs nichts anderes als positive Energie geradezu versprühen.  (pd)

«Wir haben unsere eigene Note»

Die Band «Väh-Hüater» ist dieses Jahr so richtig durchgestartet – sie garantiert einen erfolgsversprechenden Mix aus Pop und Volksmusik.

Drei Jahre lang dauerte es, bis sich die «Väh-Hüater» in ihrer heutigen Formation gefunden haben. Nun ja – gut Ding will ja schliesslich auch Weile haben. Aus Spass hätten sie 2015 die Idee gehabt, sich zu einer Band zu formieren, erzählt Florian Kindle, besser bekannt als Floki. Nach dem Motto «aufgeschoben ist nicht aufgehoben» hätten sie die Gründung dann aber ein bisschen rausgeschoben – bis eines der potenziellen Bandmitglieder schliesslich kurz vor seinem 30er stand. Dieses Fest sollte als Band-start genutzt werden, waren sich alle einig. Was die Instrumente anbelangt, war die Band auch gut aufgestellt. Nur: Wer singt? Das war die grosse Frage… Obwohl: Eigentlich lag es auf der Hand: Mario Strohschänk, ehemaliger Profimusiker, sollte der singende Kopf der Band sein. «Stimmt ja gar nicht», protestiert dieser allerdings. Theatralisch schlägt er mit der flachen Hand auf den Tisch – «das muss ich jetzt klarstellen»! Es sei schon so, dass er deswegen angefragt worden sei, es habe daraufhin auch zwei Proben gegeben. Der erste gemeinsame Gig war dann an Flos Geburtstagsfest. «Der Auftritt hat sehr gut funktioniert, worauf wir anschliessend angestossen haben», erzählt Mario Strohschänk. «Während wir über unseren Gig fachsimpelten, ist ein Geburtstagsgast auf mich zugekommen und entschuldigte sich mit den Worten: ‹Sorry, dass ich nicht singen konnte – toll, bist du eingesprungen.›» Und Mario Strohschänk verstand: «Ich war zweite Wahl und die Bandkollegen hatten mir das einfach verschwiegen.» Floki lacht – ganz genau so sei es aber nicht gewesen, behauptet er. «Wie auch immer – Strohschänk wäre aus unserer Band heute nicht mehr wegzudenken.» Damit hat er sich wohl gerade noch gerettet. 

Tradition + Moderne = Partystimmung
Bereits nach kurzem Gespräch wird klar: Die «Väh-Hüater» sind Jungs, bei denen der Spass nicht zu kurz kommt. So wenig wie er von der zweiten Wahl gewusst habe, sei es ihm auch nicht bewusst gewesen, dass er vom ersten Takt an ein «Väh-Hüater» ist – und es vor allem auch bleiben wird. Zwar hat sich die Band mit ihrer Gründung Zeit gelassen. War dies aber einmal geschehen, haben die Jungs Vollgas gegeben: Von der ersten Geburtsstunde an gingen die «Väh-Hüater» via Homepage, Facebook, Twitter & Co viral. Nicht ohne Konsequenz – das Interesse an den urchigen Musikern, die Tradition und Moderne verbinden, ist gross und garantiert ist vor allem eines: Partystimmung. 
Im Mai dieses Jahres wurden die «Väh-Hüater» für ihren ersten Grossanlass engagiert – eine Hochzeit. «Wir haben zweimal eine Stunde lang gespielt und es ist uns gelungen, den Funken auf die Hochzeitsgesellschaft überspringen zu lassen», freut sich Floki. 
Dieses Jahr dauert noch etwas mehr als drei Monate – und die «Väh-Hüater» sind noch für insgesamt sechs Auftritte gebucht. Im Oktober steht ein Geburtstag an sowie die «Lova-Hausmesse», es folgen kleine und grosse Weihnachtsfeiern und nicht zuetzt steht auch die «Kelbi» auf dem Auftrittsplan. Mit den sechs gebuchten Auftritten ist aber dann nur das Jahr 2019 zu Ende – nicht aber die Gigs der Band. «Wir haben schon Anfragen für nächstes Jahr», sagt Floki. 
Ihr Erfolgsrezept: «Wir haben unsere eigene Note», sind sich die beiden Musiker einig. Anderen Bands oder Stars nachzueifern, wollen die «Väh-Hüater» nicht. «Müssen wir auch gar nicht, unser Mix aus Rock- und Volksmusik macht uns zu einer Band mit eigenem Charakter», sagt Mario Strohschänk. 

In der Musik kein unbeschriebenes Blatt
Für Mario Strohschänk waren die «Väh-Hüater» zwar neu – nicht aber die Bühne. In der Musikszene ist Mario Strohschänk kein unbeschriebenes Blatt. Mit Country-Musik und unter dem Namen Tommy Roberts Junior verdiente er einst sein Geld, war bei Majorlabels unter Vertrag, spielte USA-Touren. Strohschänk stand mit Grössen wie Santana, ZZ-Top, Söhne Mannheims oder Sasha auf der Bühne. Der grosse Durchbruch liess allerdings auf sich warten. Nicht zuletzt sei er von Vertragspartnern auch hinters Licht geführt worden, erzählt der Musiker. 20 Jahre als Profimusiker wollten nicht reichen, um es an die Spitze zu schaffen. Schliesslich bewarb sich Mario Strohschänk als Sänger für den von Stefan Raab im Rahmen seiner Fernsehshow «TV Total» konzipierten Castingwettbewerb SSDSDSSWEMUGABRTLAD (Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf). «Und ich ging leer aus.» Stefanie Heinzmann holte sich den Sieg – und Mario Strohschänk hängte seine Musikkarriere an den Nagel. Zwar ist er wenig später erneut auf Stefanie Heinzmann gestossen – «allerdings stand sie auf der Bühne und ich war der Techniker im Hintergrund.» Denn nachdem ihm sein Ausflug in die Auto-
industrie damals noch nicht so schmeckte, arbeitete Mario Strohschänk für eine Event-
Firma. «Und da durfte ich tatsächlich einmal für Heinzmann aufbauen.» Angeblich sieht man sich ja immer zweimal im Leben. Abgesehen davon war diese Arbeitsstelle für Strohschänk wegweisend: Er traf auf Floki – seinen heutigen «Väh-Hüater-Kollegen». 
«Ich hatte keine Ahnung, wer dieser Strohschänk ist», erzählt Floki. Schnell habe er aber gemerkt: «Dieser Typ hat nicht nur Humor, er kann auch richtig Stimmung machen.» Er sei ein richtiges «bayerisches Original».
«Quatsch», sagt Strohschänk. «Wir sind alle Originale, jeder auf seine Weise.» Divas gebe es keine in der Band – «im Gegenteil, wir ergänzen uns super.» 
Geprobt wird einmal die Woche. «Also eigentlich probt jeder für sich allein», konkretisiert Floki. «Wir kommen vielmehr zusammen, um uns gemeinsam zu hören und zu checken, ob wir alle dieselbe Idee im Kopf haben, wie wir den Song präsentieren möchten», erklärt Strohschänk und Floki ergänzt: «Und wir treffen uns in unserem Proberaum, um nachzusehen, ob es noch genügend Bier im Kühlschrank hat.» Die beiden «Väh-Hüater» lachen. Mittlerweile hat es Mario Strohschänk übrigens wieder in die Autoindustrie zurückgezogen. Bühnenluft darf er jetzt wieder mit den «Väh-Hüatern» geniessen anstatt als Techniker im Hintergrund. 
Als Band haben sie noch einiges vor. Auch eigene Songs wollen sie schreiben und haben da auch schon das eine oder andere im Köcher. «Und wir möchten unbedingt mal ans Oktoberfest, um dort zu spielen. Und wenn das nicht klappt, trinken wir halt ein, zwei Mass zusammen!» Der Humor darf bei den Musikern wirklich nicht fehlen. Ohne dabei ihre Ziele aus den Augen zu verlieren: Mit rockiger Volksmusik und volkstümlichem Rock für Stimmung zu sorgen – «und zwar vom ersten Takt an»! 

Das sind die «Väh-Hüater»
Flo Meier:
E-Bass, wenig Gesang und Unterhaltung
Marco Meier: Steirische Harmonika, Keyboard und Animation
Martin Nipp: Percussion, Effects und Entertainment
Mario Strohschänk: Gesang, flotte Sprüche und Animation
Floki (Florian Kindle): Gitarre, wenig Gesang und Technik
Börnie Beck: Tuba, Bass und viel Bass
Fausi Navarro: Schlagzeug – sorgt für den richtigen Wumms

 

14. Sep 2019 / 13:00
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