• Die Pfarrkirche Sankt Gallus in Triesen wurde 1841–1843 neu errichtet. Sie ersetzte ein um 1458 geweihtes Gotteshaus, das möglicherweise auch schon einen Vorgängerbau hatte.  (vv)

Seit dreieinhalbtausend Jahren bewohnt

Triesen ist eine der ältesten Siedlungen des Landes. Im Mittelalter lebten hier vornehme Persönlichkeiten, sie bauten ihre Villen in den wunderschönen Hainen und Wäldern, auf den Hügeln, wo sich ihnen eine herrliche Aussicht bot.
Geschichtsträchtig. 

So kann man es als Beschreibung im Online-Reiseführer «orange-smile» lesen. Falsch ist es sicher nicht, aber unvollständig – denn nicht nur, dass dort durchaus auch heute noch vornehme Persönlichkeiten leben können, sondern Triesen, das alte Trisuna, ist schon seit sehr viel früherer Zeit ein beliebter Wohnort gewesen. Einiges von dem, was die Besonderheiten dieses Dorfes ausmacht, soll an dieser Stelle vor allem rückblickend skizziert werden, damit man sich in der einwohnermässig drittgrössten Gemeinde Liechtensteins des Wertes seines kulturellen Erbes erinnert.

Die Natur zerstörte die Zeugen der Vergangenheit
Die Siedlungen von Triesen sind, wie die Landesarchäologen bei Ausgrabungen festgestellt haben, bei Naturkatastrophen wie Hochwasser und Erdrutschen vernichtet worden. Die geografische Lage der Siedlungsflächen ist also Schuld daran, dass man lange Zeit in Triesen nicht, wie anderenorts, alte Strassen und Fundamente ausgraben konnte, denn zu gewaltig waren die Geröllmassen, die herunterdonnerten und alles begruben – weil die Durchschnittstemperaturen einige Grad höher als heute waren und immer wieder zu Starkregen-Ereignissen führten. Die Bewohner suchten der Gefahr durch Terrassierungen und Schutzmauern zu begegnen. Erfolg war ihnen nicht beschieden. Triesen wurde auf einem alten Bergsturzkegel erbaut, 1155 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Was mag unter diesem riesigen Bergsturzkegel an Zeugen der Vergangenheit wohl für immer begraben liegen? Nur im kollektiven Gedächtnis der Menschen ist das bis heute sozusagen sagenhaft festgehalten. (vv)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Montag. 4. Juni 2018.

03. Jun 2018 / 20:17
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