• Gordian Banzer startet seit Saisonbeginn für die Schweizer Nationalmannschaft.  (pd)

Banzers Entwicklung schreitet voran

Zu Beginn der Saison nahm Gordian Banzer einen Nationenwechsel vor. Der Triesner fährt neu für die Schweizer U23-Nationalmannschaft und das Team Akros Renfer SA. Nach gutem Saisonstart warten auf Banzer noch einige Highlights.
Rad. 

Das Land Liechtenstein hat einige Nachwuchstalente im Radsport zu bieten. Loris Dal Farra beispielsweise, der an den Kleinstaatenspielen in San Marino im Mountainbiken alle überraschte. Als Strassenrennfahrer hat man es im Land derweil schwer. Auch, weil ein richtiges Team fürs Training und die Rennen fehlt.

Vor knapp einem halben Jahr tat sich dem Triesner Gordian Banzer dann aber eine ganz neue Option auf. Der 21-Jährige wechselte auf dieses Jahr hin vom LRV in die Schweizer Nationalmannschaft. «Sicherlich waren nicht alle begeistert über meine Entscheidung. Auch mir fiel diese alles andere als einfach», sagte Gordian Banzer dazu. Schlussendlich war es aus Sicht des Triesners aber nicht möglich, seine Entwicklung in Liechtenstein weiter voranzutreiben. «Ich musste mir sagen, dass wenn ich noch weiter kommen will, die Rahmenbedingungen in Liechtenstein dafür leider nicht ausreichen. Somit entschied ich mich, für die Schweiz zu starten. Die Plattform, die mir Swiss Cycling nun bietet, ist sehr gut und ermöglicht mir, mich optimal weiter zu entwickeln», klärte Banzer über die Hintergründe seines Wechsels auf. Durch den Farbwechsel haben sich dem Triesner einige neue Möglichkeiten aufgetan. Bereits zum Ende der letzten Saison durfte Banzer einige Einsätze mit dem Schweizer U23-Nationalkader bestreiten. «Auf die Saison 2018 hin wurde ich dann fix in die U23-Nationalmannschaft aufgenommen», so Banzer. Durch die Aufnahme im Schweizer Nationalteam hat Banzer nun die Möglichkeit, an internationalen Wettkämpfen und Weltmeisterschaften teilzunehmen. «Unter den Farben Liechtensteins war das praktisch nicht möglich. Da Liechtenstein keine Athleten hatte, hatte es im UCI-Ranking keine Punkte und somit auch keine Startplätze an Welt- und Europameisterschaften», erklärte Banzer.

Banzer beim Team Akros Renfer SA untergekommen
Während Banzer mit der Schweizer Nationalmannschaft an internationalen Bewerben teilnehmen kann, war es gleichermassen wichtig, ein Team zu finden. Parallel mit seinem Wechsel in die Schweiz ist Gordian Banzer beim Continental Team Akros Renfer SA, welches auf dritthöchster Elitestufe fährt, untergekommen. Da Strassenrennen alleine nicht zu gewinnen sind, nimmt Banzer im Team immer wieder verschiedene Rollen ein. «Bei schwierigen Etappenrennen nehme ich oft die Rolle des Leaders sein, bei flacheren Rennen helfe ich aber auch gerne anderen Teamkollegen zu Etappenerfolgen», erklärte Banzer, der froh ist, ein Team gefunden zu haben. «Für Schweizer Fahrer wird es immer schwieriger, in einem Team unterzukommen, da es immer weniger Teams gibt. Im Ausland unterzukommen, ist ebenfalls nicht einfach. Man muss daher froh sein, dass es Teams wie Akros Renfer SA noch gibt.»

In der aktuellen Saison hat Gordian Banzer dementsprechend schon einiges erlebt. Nach einer intensiven Wintervorbereitung mit diversen Trainingslagern bestritt Banzer mit seinem Team verschiedene UCI-U23-Rennen wie Liège-Bastogne-Liège, oder auch UCI .1 und UCI .2 Renne, bei welchen doch einige Profimannschaften am Start stehen. Eines der besten Resultate der Saison erzielte Banzer gerade erst vor einer Woche. Mit der Nationalmannschaft nahm Banzer an einem Nationencup in Tschechien teil. «Hier konnten wir die Teamwertung gewinnen und ein Teamkollege im Gesamten auf Position drei fahren. Ich selbst erreichte den 13. Gesamtrang, was ebenfalls kein schlechtes Resultat war. Insgesamt bin ich mit meiner Entwicklung zufrieden und schaue zuversichtlich auf die kommenden Wochen.»

Bereits Mitte Juni steht für Banzer ein weitere Einsatz mit der Schweizer Nationalmannschaft an. In Frankreich findet ein viertägiges Etappenrennen statt, bevor Banzer Ende Juni an den Schweizer Meisterschaften startet. «Wenn die Form stimmt, werde ich Mitte Juni an die EM in Tschechien fahren. Ein weiteres grosses Ziel wird dann sicherlich die Tour de L’Avenir im August sein, bei welcher wir mit der U23-Nationalmannschaft grosse Ambitionen haben.

«Wenn ich nach Hause kann, bin ich der Erste, der geht»
Als wäre der Spitzensport nicht bereits genug, absolviert Banzer nebenbei ein Studium im Bereich Gesundheitswissenschaften und Technologie an der ETH in Zürich «Der Tag ist gut ausgefüllt und es wird einem sicher nicht langweilig. Für andere Sachen hat man aber sehr wenig Zeit.» Trotz vielem unterweg sein nutzt der Triesner jede Chance, in seine Heimat zurückzukommen. «Wenn ich nach Hause kann, dann bin ich der Erste, der nach Hause geht. Ich fühle mich in Triesen am wohlsten.» (sb)

 

08. Jun 2018 / 06:00
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