• näherdran Vaterland Stammtisch Schellenberg 02
    Michèle Steffen und Louis Vogt mit ihrer Wunsch-Rezeption  (Rudi Schachenhofer)

«Menschen in Liechtenstein zusammenbringen»

Der traditionelle #näherdran-Stammtisch fand am letzten Samstag in einer ungewohnten Umgebung statt. Statt an einem fixen Stammtisch in einem Lokal diskutierten die Teilnehmer beim Kaffeebus des «Projekts Z». Seit einigen Wochen sind die Initianten dieses Projekts gemeinsam mit dem Team des Granville Cafés auf einer Roadshow durch alle Gemeinden unterwegs. Dabei bringen sie Menschen mit Wünschen und Angeboten zusammen.

Die Grafikerin Michèle Steffen und der Kommunikationsberater Louis Vogt waren gerade mit der Ideenfindung für ein gemeinsames Projekt beschäftigt, als sie auf den Eröffnungsanlass des Liechtenstein-Jubiläums zu sprechen kamen. Dabei stiessen sie auch auf die mediale Kritik, dass es beim Projekt nichts für die Bevölkerung gäbe. Ihre erste Überlegung war: Warum also nicht selbst aktiv werden und die Bevölkerung zum Mitwirken einladen? Beide kamen zum Schluss, dass man sich früher gegenseitig viel mehr geholfen hat. Man hat Sachen geteilt und sich in der Nachbarschaft ausgeholfen. «Diese gegenseitige Unterstützung ist heute leider vielfach verloren gegangen», so Steffen. Heute kenne man die Nachbaren oft gar nicht mehr. Diesen Umstand wollten die Initianten mit ihrem «Projekt Z» aufgreifen, das die Menschen dazu einladen soll, sich gegenseitig kleine Wünsche zu erfüllen oder auch nur miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zusammenschluss mit Granville Café

Um kräftig Wünsche und Angebote zu sammeln, entschieden sie sich, Treffpunkte in den verschiedenen Gemeinden aufzusuchen. Da die Projektidee gerade mit dem Start des mobilen Granville Cafés zusammenfiel, schlossen sich die beiden Initiativen für die sogenannte Roadshow zusammen. Seit Anfang Mai sind Michèle Steffen und Louis Vogt nun gemeinsam mit dem Kaffeebus auf einer Tour durch die Gemeinden. «Mit dieser Aktion wollen wir Begegnungen möglich machen, auch gemeinde- und generationenübergreifend, die es in dieser Form sonst vielleicht nicht geben würde», so Steffen. Nach dem Start beim SlowUp in Vaduz gastierten sie bereits beim Lindaplatz in Schaan sowie im Zentrum von Eschen. Am vergangenen Samstag nun besuchte das Projekt Z den Dorfplatz in Schellenberg sowie das Areal beim Gasometer in Triesen. An drei weiteren Samstagen werden noch die restlichen Gemeinden besucht. «Wir haben uns erhofft, pro Gemeinde zirka acht Wünsche oder Angebote zu sammeln, doch wir sind schon nach den ersten paar Standorten über unsere Zielvorgabe pro Gemeinde hinaus», erklärt Steffen.

Erste dörferübergreifende Projekte lanciert

Mittlerweile wurden mehr als 50 Wünsche und Angebote abgegeben und schon sind die ersten gemeindeübergreifenden Projekte entstanden. Beispielsweise wurde eine Strickgruppe gegründet, ein Schlauchbootausflug geplant oder ein Handy-Kurs vermittelt. Zwei Jungs dürfen mit einem Jäger mit in sein Revier oder eine Wandergruppe für eine anspruchsvolle Tour hat sich gefunden. Es sind jedoch noch einige Wünsche offen, wie beispielsweise derjenige einer Hundebesitzerin, die eine Begleitung für gemeinsame Hundeaktivitäten sucht, ein Pärchen, das gerne ein Wickelbrett bauen würde oder jemand, der Einrad fahren lernen möchte. Auch gibt es noch offene Angebote wie einen Kurs, um Lampen zu reparieren, einen Hula-Hoop-Crashkurs oder das Angebot eines Jungen für zwei Gleichaltrige, mit ihm und seiner Mutter auf die Pfälzerhütte zu wandern. «Wir sind überwältigt, wie viele Leute und Kleinprojekte jetzt schon zusammengekommen sind», so Steffen.

Gemeinsam mit Partnern Wünsche erfüllen

Bis zum letzten öffentlichen Auftritt am 15. Juni werden bei der Roadshow noch Wünsche und Angebote entgegengenommen; danach geht es darum, diese zusammenzubringen. «Wir kümmern uns darum, dass so viele Wünsche wie möglich erfüllt werden», sagt Steffen. Um dies zu erreichen, sind sie bereits vor Projektstart eine Partnerschaft mit dem Seniorenbund, dem Aha, der offenen Jugendarbeit und der Wirtschaftskammer eingegangen. «Sollten wir für einen bestimmten Wunsch kein passendes Angebot finden, werden wir versuchen, mit unseren Partnern eine Lösung zu finden», erklärt Steffen. (mk)

näherdran Vaterland Stammtisch Schellenberg 01

v. l. Adi Wohlwend, Michele Steffen, Walter Lampert und Moderator Daniel Bargetze diskutierten am #näherdran-Stammtisch aus Schellenberg.

 

20. Mai 2019 / 13:57
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