•  (Daniel Schwendener)

"Derzeit bereiten wir uns auf den Winter vor"

Ralf Bieberschulte arbeitet seit August beim Werkhof Schaan und übernimmt ab November die Leitung, da sein Vorgänger in den Ruhestand geht.

Herr Bieberschulte, ab November übernehmen Sie die Leitung des Werkhofs in Schaan. Welches sind Ihre Aufgabenbereiche?
Ralf Bieberschulte:
Darunter fällt natürlich der Werkhof selbst sowie die Altstoffsammelstelle um die Ecke. Weiter gehört in meinen Zuständigkeitsbereich, der sich über die gesamte Gemeinde hinzieht, die Grünanlagen, der Strassenunterhalt, der Sportplatz, die Bauschuttdeponie sowie der Friedhof. Die Gebiete sind vielseitig und ich bringe mich gerne ein, um die Bereiche zu koordinieren. Dabei arbeite ich mit un-
terschiedlichen Menschen zusammen. Übrigens ist die Aufzählung nicht abschliessend. Ich bin zudem noch Rheinkommissär für die Gemeinde Schaan und der Wasenmeister.

Welcher von diesen Bereichen liegt Ihnen am meisten?
Aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Bauführer im Gartenbau und als Gartenbautechniker bringe ich Erfahrung in vielen Bereichen der Aufgabengebiete mit. Sicher liegen mir der Unterhalt der Grünanlagen, die Pflege des Friedhofs und der Unterhalt der Strassen aufgrund meiner Ausbildung am ehesten.

Wo steht für Sie am meisten Arbeit bevor?
Wie bereits aufgezeigt ist das Aufgabengebiet vielfältig und dadurch verteilt sich die Arbeit auch entsprechend. Die Gemeinde Schaan bietet vielseitige Dienstleistungen an und organisiert mehrere Grossanlässe wie beispielsweise den Schaaner Jahrmarkt oder die Schaaner Fasnacht. Nebst anderen Beteiligten ist auch der Werkhof für einen reibungslosen Ablauf zuständig. Wir stellen die Signalisation, treffen diverse Vorbereitungen, richten das Material her und räumen nach den Anlässen wieder auf. Für die Umsetzung kann ich auf ein eingespieltes Team zählen.

Welche neuen Aufgaben kommen ab November auf Sie zu?
Da ich seit August von Peter Frommelt eingearbeitet werde, konnte ich von seiner Erfahrung profitieren und mich mit den verschiedenen Aufgaben bestens vertraut machen. Dafür danke ich Peter an dieser Stelle noch ganz offiziell. Gerade organisieren wir – obwohl es sich wetterbedingt noch gar nicht so anfühlt – den Winterdienst. Wir erstellen die Einsatzpläne und montieren die Aufbaugeräte wie Salzstreuer und Schnee-
pflüge. Damit wir dann mit den Einsatzfahrzeugen überall durchkommen, müssen wir auf den schmalen Strassen noch die Strassenpoller entfernen sowie die Schneepfosten überall montieren. 

Welche Projekte möchten Sie noch anpacken?
Aktuell richten wir gerade den Werkhof ein. Er wurde umgebaut, nachdem die Feuerwehr ihr neues Depot bezogen hat. Die Umbauarbeiten im Inneren des Werkhofs sind soweit abgeschlossen und die Mitarbeiter haben ein tolles «neues» Gebäude als Arbeitsplatz erhalten. Die Fassade wird noch gestrichen und der Innenhof erhält einen neuen Belag. Was ich noch anpacken möchte, ist die Auffrischung der Pflanzrabatten und Grünflächen in Schaan. Da kommt der Gartenbauer in mir zum Vorschein (lacht).

Was schliessen Sie in absehbarer Zeit ab?
Ein Projekt, das weitergeführt und im Frühling abgeschlossen wird, ist der Umbau der Sammelstelle. Ich durfte mich schon bei der Gestaltung der Aussenanlage vom Werkhof und der Sammelstelle einbringen. Die neue Holzkonstruktion, welche die Sammelstelle ab dem kommenden Frühjahr überdachen wird, gefällt mir. Sie ist optisch ansprechend und als gelernter Forstwart freut es mich sehr, dass die Konstruktion aus Schaaner Holz gefertigt wird.

Welche Herausforderungen stehen Ihnen bevor?
Der Werkmeister ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Gemeinde und Bevölkerung. Er ist sozusagen die Ansprechperson für alle Arten von Fragen. So bin ich zusammen mit dem Team bei der Bereitstellung einer Vielfalt von Dienstleistungen beteiligt. Es wird immer wieder neue Fragestellungen geben, für die eine Lösung gefunden werden muss. Daher werde ich meist im Büro arbeiten.

Bezüglich der Sammelstelle in Schaan, dort kann ja alles Mögliche abgegeben werden.
Das Entsorgungsangebot unserer Sammelstelle ist sehr gross. Von Privaten können Elektrogeräte, Unter-
haltungselektronik, Computer, Monitore, PC-Zubehör, Glas, Alteisen, Aluminium, Weissblech (Konserven), Kaffee-Kapseln, PET-Flaschen, Styropor, Leuchtstoffröhren, Trockenbatterien, mineralische Öle, Speiseöl, Papier, Karton, Holzabfälle bis maximal 30 Kilogramm in der Woche und Kork zum recyceln gebracht werden. Von den Einwohnern in Schaan wird das rege genutzt und auch sehr geschätzt.

Trennen die Menschen den Müll wirklich oder schmeissen sie einfach alles rein?
Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen kann ich sagen, wird der Müll gewissenhaft getrennt. Falls mal etwas nicht klar ist oder nicht konkret entsorgt wird wie gewünscht, sind unsere kompetenten Mitarbeiter auf der Sammelstelle vor Ort, um Fragen zu klären. 

Mittlerweile kann sogar Plastik abgegeben werden.
Inzwischen lässt sich fast alles aus dem Haushalt verwerten. Dank dem Supersack sogar Plastik. Die Säcke sind zwar gebührenpflichtig, aber günstiger als Abfallmarken. Die restliche Entsorgung ist und bleibt weiterhin kostenlos. Denn damit lässt sich viel zum Umweltschutz beitragen und ich hoffe, dass das Entsor-
gungsangebot mit der neuen Sammelstelle noch stärker genutzt wird.

Wie funktioniert das mit dem Supersack?
Der Sack ist im Detailhandel erhältlich. Darin können beispielsweise Shampooflaschen, Lebensmittelverpackungen, Schalen, Becher oder Kanister zur Sammelstelle gebracht werden, um sie zu recyceln. Hier in Schaan macht dies die Elkuch Josef AG, sie hat eine Mulde bei uns auf der Sammelstelle. 

Was beschäftigt den Werkhof derzeit am meisten?
Im Herbst ist das Laub natürlich ein grosses Thema. Wir befreien fortlaufend die Strassen und Anlagen davon. Die Menge an Laub kann jedes Jahr unterschiedlich ausfallen. Wenn dann kurz nach dem entlauben ein Föhnsturm auftritt, kann man fast wieder von vorne beginnen. Die Spielplätze und alle anderen Grünanlagen müssen noch ein letztes Mal gemäht und für den Winter hergerichtet werden. Wie bereits erwähnt laufen die Vorbereitungen für den Winter. Die Maschinen wie auch die Strassen werden darauf vorbereitet und die Mitarbeiter werden für den Dienst im Winter eingeteilt. Das sind aktuell die Arbeiten, die uns am meisten beschäftigen. 

Und mit dem Winter kommt die Vorweihnachtszeit.
Genau, bald kommt die Adventszeit und dann dürfen wir entlang den Hauptverkehrsstrassen die Schaaner Gemeinde beleuchten. Das geschieht etwa eine Woche vor dem ersten Advent. Dafür benötigen wir etwa einen Tag, bis die Beleuchtung montiert ist. Auch an den Vorbereitungsarbeiten für das «Körbsafäscht», das gestern stattgefunden hat, und den anstehenden Nikolausmarkt sind wir aktiv beteiligt. (ms)

27. Okt 2019 / 00:00
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