«Wir haben uns darauf eingestellt»

Trotz des Herbstmeistertitels in der zweiten Liga kann der FC Ruggell wegen der Corona-Pandemie nicht um den Aufstieg kämpfen.

Vor wenigen Wochen wurde die Saison in sämtlichen Amateur-Ligen in der Schweiz und Liechtenstein aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgebrochen. Während sich wohl der eine oder andere vom Abstieg bedrohte Verein über diese Nachricht zumindest etwas freuen konnte, traf es Klubs wie zum Beispiel den FC Ruggell, welcher nach der Hinrunde von der Tabellenspitze in der zweiten Liga grüsste, härter. «Nach den Meldungen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich war der Ausgang, wie er nun kommuniziert wurde, zu erwarten. Wir haben uns daher auch auf dieses Szenario eingestellt», sagt Anderas Kollmann, Präsident des FC Ruggell. 
Am Ende ist der Entscheid, dass die Saison vorzeitig abgebrochen wird und es weder Auf- noch Absteiger geben wird, sicher der richtige. Das sieht man auch beim FC Ruggell so. «Wir haben eine sehr gute Herbstsaison gespielt und das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte realisiert. Hier sind wir sehr stolz auf das Team und den Staff. Doch zum Aufstieg muss man eine ganze Saison überzeugen, und somit ist es sportlich sicher richtig, wie entschieden wurde, da wir die komplette Rückrunde ja nicht spielen können», so der FCR-Präsident.

Neben der laufenden Meisterschaft wurde vor wenigen Tagen auch der Liechtensteiner Cup, wo der FC Ruggell im Halbfinale den USV Eschen/Mauren getroffen hätte, vorzeitig abgebrochen. Für Kollmann definitiv eine sinnvolle Entscheidung. «Es ist schade, aber aus meiner Sicht hätte es keinen Sinn gehabt, den Cup fertig zu spielen. Sportlich bräuchten wir einen Vorlauf mit «normalen» Team-Trainings von zirka zwei bis drei Wochen, was aus jetziger Sicht weder im Mai noch im Juni möglich gewesen wäre», so Kollmann, der noch anfügt: «Zudem hätte auch das Versammlungsverbot keine Derby-Stimmung im Halbfinale, wie auch keine Stimmung im Finale zugelassen. Es hätte also keinen Sinn gehabt.»

Troisio verlässt den FCR nach fünf Jahren
Und so blickt man beim FC Ruggell bereits auf die nächste Saison, welche hoffentlich dann planmässig im Herbst starten wird. Diese wird man dann auf jeden Fall mit einem neuen Trainer in Angriff nehmen. Vito Troisio wird nach fünf Jahren den FC Ruggell verlassen und den Posten beim Erstligisten USV Eschen/Mauren übernehmen. Auch wenn dieser Abgang den FCR schmerzt, war er abzusehen. «Vito hat in seiner Zeit beim FCR sehr viel erreicht und die erste Mannschaft sehr gut entwickelt. Dass eine Anfrage von einem höherklassigen Verein kommt, war nur eine Frage der Zeit», so Kollmann, der stolz ist, dass Troisio den nächsten Karriereschritt machen kann. «Vito und der FCR trennen sich in einem sehr guten Verhältnis und bleiben über die Zusammenarbeit mit dem USV sicher weiterhin in gutem Kontakt. Somit überwiegt der Stolz, dass Vito über seine Tätigkeit beim FCR die Chance beim Erste-Liga-Verein USV erhält, über den Schmerz, dass er uns im Sommer verlässt.»

Der Nachfolger von Vito Troisio steht beim FC Ruggell bereits in den Startlöchern. Michael Mäder heisst der neue Mann bei den Unterländern. «An Michael Mäder hat uns seine Bewerbung und seine sportliche Ausrichtung von Beginn an überzeugt. Sein Werdegang als Spieler, seine bisherigen Trainerstationen und wie er sich dort engagiert hat, passen perfekt zur Ausrichtung des FCR», erklärt Kollmann das Engagement von Mäder. Und auch mit dem neuen Trainer sollen die Ziele für die nächste Saison in etwa die selben bleiben. «Wir werden gemeinsam mit Michael und unserem bewährten Staff eine junge und ehrgeizige Truppe in die neue Saison schicken, in der jeder Spieler wieder neu überzeugen kann. Das ausgegebene Ziel ist es, die Leistungen der letzten Jahre in der zweiten Liga zu bestätigen und junge, eigene Spieler ins Team zu integrieren. Für dieses Ziel haben wir mit Michael Mäder den richtigen Trainer engagiert, davon sind wir überzeugt», meint Kollmann abschliessend. Und so gilt es nur noch abzuwarten, ob und wann die neue Saison startet. (rb)

13. Mai 2020 / 20:45
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