• Martin Walch
    Martin Walch freut sich über das aktive Kulturleben in Planken.  (Daniel Schwendener)

«Kultur generiert Haltungen und Werte»

Martin Walch, Direktor der Kunstschule Liechtenstein wie auch in Planken wohnhafter Künstler, gibt im Interview Auskunft über das reiche Kulturleben Plankens und die Wichtigkeit des kulturellen Engagements.
Planken. 

*Interview: Bettina Stahl-Frick

Herr Walch, wird in Planken Kultur gelebt?
Martin Walch: Jedenfalls wird in unserer kleinen Gemeinde ein verhältnismässig reichhaltiges Programm geboten, das von engagierten Bewohnern Plankens gestaltet und umgesetzt wird. Die Plankner schätzen die regelmässigen Veranstaltungen und nehmen grösstenteils aktiv daran teil.
Was gehört in dieser Gemeinde denn zu den grossen Kultur-Highlights?
Soeben fand bereits zum 5. Mal das zweitägige Musikfestival «Planken rockt» statt. Doch sind es nicht nur solche Gross-Events, die für mich zu den Highlights zählen, sondern insbesondere die zahlreichen kleineren, doch gerade deshalb umso überraschenderen und prägenderen Veranstaltungen, wie beispielsweise die wunderbaren Konzerte in familiärem Rahmen, die inspirierenden Ausstellungen im kleinen Kulturkeller des Gemeindehauses, regelmässige, gut besuchte Tanz-, Fitness- oder Yogakurse, ein alljährlich im Herbst stattfindender Markttag, an dem Jung und Alt ihre köstlichen, selbst gemachten Produkte feilbieten, die Fasnacht, der Funkensonntag oder der Sporttag, wo Tradition und Gemeinschaft gepflegt werden – neben vielen weiteren Anlässen, organisiert von unseren Vereinen oder den aktiven Gemeindekommissionen. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch die noch junge Initiative einiger «Plank'ner», die nach dem Aus der letzten Gastwirtschaft in Planken, den Verein Dorfbeiz am Fritigobad gründeten und seither sehr erfolgreich jeden Freitagabend im Dreischwesternhaus einen beliebten Treffpunkt für Jung und Alt geschaffen haben! 

Gibt es auch ein kulturelles Manko?
Mir gefällt, dass in unserer Gemeinde auftretende Mankos oft recht bald von aktiven Mitbewohnern, von Vereinen oder der Gemeinde erkannt und diskutiert werden und sie bestrebt sind, grössenverträgliche, konstruktive Lösungsvorschläge umzusetzen. Nachvollziehbar ist, dass in einer kleinen Gemeinde wie Planken kaum ein kulturelles Engagement über kurz oder lang ökonomisch rentabel ist – es also notwendig bleibt, solche Initiativen kontinuierlich auch finanziell zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass diese Haltung das Zusammenleben und den Gemeinschaftssinn positiv und nachhaltig prägt.

Wie würden Sie ganz allgemein in Planken die Kultur fördern?
Als Mensch, der das Glück hatte, zu einer Zeit in Liechtenstein geboren worden zu sein, in der unser Land reich geworden ist, liegt mir als Kunstschaffender, aber auch als Leiter der Kunstschule Liechtenstein viel daran, Verantwortung mitzutragen und mich mit meinen Möglichkeiten einzusetzen für Kunst, Kultur und Bildung, welche eine enkeltaugliche Zukunft fokussiert.

Was bedeutet für Sie überhaupt Plankner Kultur?
Alles was ein wertschätzendes, verantwortungsbewusstes Zusammenleben fördert. Kultur generiert unter anderem Haltungen und Werte, die das Leben auf unserem Planeten schützen und lebenswert machen. 

*Dieses Interview wurde schriftlich 
geführt.

04. Jun 2019 / 07:02
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