• Planken
    Adriana Mathys (5.v.l.) im «Zuber» mit Jugendlichen aus Planken.

«Kein Tag ist wie der andere»

Aufgrund der Kleinheit und Abgeschiedenheit Plankens kommen Kinder und Jugendliche kaum um den «Zuber» herum. Der Jugendtreff ist ein Ort, in dem sie in ungezwungener Atmosphäre verweilen können. Er wird seit drei Jahren von Adriana Mathys geleitet.

Das Interview* führte Bianca Cortese

Seit wann sind Sie Jugendleiterin in Planken und was gefällt Ihnen an dieser Arbeit am meisten?

Adriana Mathys: Ich bin seit 2016 Jugendarbeiterin in Planken. An dieser Arbeit gefällt mir am meisten, dass kein Tag wie der andere ist.

Was ist unter einer offenen Jugendarbeit zu verstehen?

Die offene Jugendarbeit bietet einen Rahmen, in dem sich Jugendliche aufhalten, einbringen und verwirklichen können. Wir unterstützen als Jugendarbeiter Jugendliche in allen Lebensbereichen und bei der Verwirklichung ihrer Ideen.

Was sind Ihre Aufgaben?                                  

Meine Aufgaben sind sehr vielfältig. Zum einen leite ich den Jugendtreff, der zweimal wöchentlich geöffnet hat. Ausserdem gibt es in Planken einen Kindertreff, der jeden Mittwochnachmittag für zwei Stunden für die Kinder der Mittelstufe Planken ein Programm anbietet. Dazu kommt viel Beziehungsarbeit mit den Kindern und Jugendlichen, die Unterstützung bei Projektideen und deren Realisierung sowie die Teilnahme an Dorfanlässen.

Wie kommen Sie mit den Plankner Jugendlichen klar und was schätzen Sie an ihnen besonders?

Kinder und Jugendliche unterscheiden sich genauso wie Erwachsene voneinander. Ich schätze besonders, dass sie sich treu sind und so sind, wie sie sind.

Ist die Abgeschiedenheit und Kleinheit von Planken ein Fluch oder Segen für die Jugendlichen – und welche Rolle spielt der Jugendtreff?

Ich denke, dass die Abgeschiedenheit und Kleinheit beides sein kann, je nachdem wie man es anschaut und in welchem Alter sich die Kinder und Jugendlichen befinden. Der Jugendtreff in Planken bietet den Kindern und Jugendlichen einen ungezwungenen Ort, wo sie sich in ihrem Dorf aufhalten können – ohne nach Schaan fahren zu müssen.

Ab welchem Alter darf der Plankner Nachwuchs in den Jugendtreff kommen?

Der Kindertreff am Mittwochnachmittag ist für Kinder ab der 3. Primarschulklasse bis zum 12. Lebensjahr geöffnet. Die Zielgruppe des Jugendtreffs sind die 10- bis 18-Jährigen.

Was wird gemeinsam unternommen und welche Angebote gibt es?

Jeden Freitagabend wird zusammen gekocht und gegessen. Ausserdem hat der Jugendtreff Planken ein Trampolin, das während der Sommermonate stark genutzt wird.

Was waren die Highlights in den vergangenen Jahren?

Als Highlight zählt bestimmt die Organisation und Durchführung vom «Planken rockt», einem Open Air, das 2011 zum ersten Mal stattfand und heuer bereits das fünfte Mal gemeinsam mit den Jugendlichen durchgeführt wurde. Ausserdem haben wir eine Bar für den Jugendtreff gebaut. Im vergangenen Winter haben wir einen Fun-Park beim Dola-Skilift in Planken aufgestellt und dabei einen kleinen Event durchgeführt.

Der Jugendtreff in Planken heisst «Zuber». Können Sie erläutern, woher dieser Name kommt?

Den Namen haben sich die ersten Jugendarbeiter Ende der 90er-Jahre mit den Jugendlichen ausgesucht. Meines Wissens nach ist «Zuber» ein Wäschetrog oder ein Bottich. Jeder darf sich nun selber einen Reim daraus machen, wieso dieser Jugendtreff so heisst.

Arbeiten Sie auch mit anderen Jugendtreffs zusammen?

Durch die Stiftung Offene Jugendarbeit Liechtenstein findet die Zusammenarbeit mit den anderen Jugendarbeitsstellen vermehrt statt. So wird jährlich ein Jahresprojekt in der Stiftung durchgeführt, das in allen Jugendarbeitsstellen umgesetzt wird. Auch finden regelmässig kleinere Events und Aktionen statt, bei denen verschiedene Jugendtreffs zusammenarbeiten. Zudem bin ich bei regelmässigen Teamsitzungen der Jugendarbeit Schaan dabei und im Austausch, wodurch beide Seiten profitieren.

2011 hat die offene Jugendarbeit Planken das Open Air «Planken rockt» initiiert. Wie hat sich dieses in der Gemeinde etabliert?

Das Open Air wird in der Gemeinde sehr geschätzt und grosszügig unterstützt. Ein Grossteil der Dorfbewohner besucht das Open Air und nutzt den Anlass, um sich zu treffen. Mit tollen Nachwuchsbands aus der Region und etablierten Volksmusikern ist für alle Besucher etwas dabei, egal ob Jung oder Alt. Das OK-Team besteht dabei vornehmlich aus Plank­ner Jugendlichen. Zudem sind weitere Vereine oder Kommissionen aus Planken involviert. «Planken rockt» ist mittlerweile fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Gemeinde.

Was steht diese Jahr noch auf dem Programm des Jugendtreffs?

Dieses Jahr findet noch der Dorfmarkt in Planken statt, bei dem der Jugendtreff auch einen Stand hat und die Gäste mit Getränken und Kuchen versorgt. Im Herbst veranstaltet die Stiftung OJA LI eine Ausstellung zum Jahresprojekt. Ausserdem lädt der «Zuber» am 24. Dezember zum «Warten aufs Christkind» ein, wo mit Basteln und Spielen die Zeit für die Kinder in Planken bis Heiligabend verkürzt wird.

*Das Interview wurde schriftlich geführt.

 

06. Jun 2019 / 10:24
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