• Liechtenstein Freiwillige Feuerwehr Planken
    Roland Gantner will nach 15 Jahren sein Amt als Kommandant niederlegen.  (Eddy Risch)

Ein Kommandant sagt Adieu

Seit über 30 Jahren ist Roland Gantner bei der Plankner Feuerwehr. Nach 15 Jahren will er sein Amt als Kommandant niederlegen und somit wieder «frischen Wind in die Führung bringen», wie er sagt. Noch ist die Nachfolge nicht geregelt.

Er ist ein treuer Helfer: 1986 ist Roland Gantner der Plankner Feuerwehr beigetreten. «Da mein Vater Gründungsmitglied der Feuerwehr war und auch viele Jahre deren Kommandant, war es mir fast schon in die Wiege gelegt», erzählt Roland Gantner. «Ausserdem wusste ich: Ich will helfen.» Und geholfen hat er in den vergangenen drei Jahrzehnten bei etlichen Einsätzen. Seit 15 Jahren trägt Roland Gantner als Kommandant die Verantwortung, davor engagierte er sich zwölf Jahre lang als stellvertretender Kommandant. Nächstes Jahr möchte er sein Amt als Kommandant niederlegen: «Nach so vielen Jahren an der Spitze des Vereins kommt mit einem neuen Kommandanten sicher wieder frischen Wind in die Führung.» Der 20-köpfigen Feuerwehr-Truppe bleibt er natürlich nach wie vor erhalten. 

Hektischer Grosseinsatz
Noch gut kann sich der Roland Gantner an den 29. Juni 2017 erinnern: Gegen halb sechs Uhr morgens ist die Feuerwehr Planken von der Einsatzzentrale bei der Landespolizei über einen Grossbrand eines Hauses in Planken informiert worden. Allerdings nur über SMS und Pager-Nachricht, denn durch eine Festnetz-Störung waren Telefonanrufe nicht möglich. Durch den Ausfall hätten nur wenig Pager funktioniert und auch über SMS sei die Nachdricht nicht bei allen angekommen, wie Roland Gantner sagt.  «Um 5.23 Uhr war mein Bruder der erste und einzige Mann beim Feuerwehrdepot», erzählt Roland Gantner. Weil der Disponent bei der Landespolizei gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt, löste er erneut Alarm aus und benachrichtigte auch die Feuerwehr Schaan. Wenige Minuten später stellte ein Feuerwehrmann ein Tanklöschfahrzeug vor das Depot in Planken, um mit dessen Sirene Alarm zu schlagen. «Um 5.35 Uhr ist schliesslich die Feuerwehr Schaan eingetroffen», erinnert sich Roland Gantner. Eine Minute später sei er als vierter Mann der Plankner Feuerwehr vor Ort gewesen, die Polizei schlug erneut Alarm. Nach und nach trafen immer mehr Feuerwehrmänner von Planken ein. «Nach der ersten Hektik wurden weitere Feuerwehrmänner über Privattelefone alarmiert.» Schliesslich waren 18 Helfer der Plankner Feuerwehr mit Löscharbeiten beschäftigt. Der Brand konnte schliesslich erfolgreich gelöscht werden, ein Blitzeinschlag war die Ursache des Unfalls. Zurück bleibt aber die Frage, ob zwischenzeitlich eine Lösung für die Alarmierung bei Festnetzausfall gefunden werden konnte. «Ja», sagt Roland Gantner. «Die Landespolizei hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bevölkerungsschutz eine neue Alarmanlage beschafft, die nach einer Übergangszeit nun in Betrieb ist.» 
Zu wievielen Einsätzen die Plankner Feuerwehr jährlich ausrücken muss, ist sehr unterschiedlich. Es gebe Jahre mit überhaupt keinem Einsatz, dann sind es wieder mehrere. Wie Roland Gantner sagt, waren es im vergangenen Jahr vier Einsätze: Zu dem eben erwähnten Grossbrand, zu einem kleineren Heizungsbrand, zum Pikettdienst am Funkensonntag und einmal ist die Plankner Feuerwehr zum Verkehrsdienst aufgeboten worden. 

Motto: «Klii und gmüatlig»
Die Plankner Feuerwehr ist die kleinste und jüngste in Liechtenstein. Dies stelle die Feuerwehrleute aber nicht vor eine besonders grosse Herausforderung, wie Roland Gantner sagt. «Wir können uns mit allen Wehren im Land vergleichen, einfach ein bisschen kleiner und mit weniger Material.» Der Plankner Feuerwehr stehen ein Tanklöschfahrzeug, ein Mannschafts- und Transportfahrzeug, zwei Motorspritzen und ein Schlauchleger zur Verfügung. «Für die Grösse des Dorfes sind wir bestens ausgerüstet», sagt Roland Gantner. Einmal im Monat trifft sich die Mannschaft zur Probe – wer im Atemschutz tätig ist, probt für den Ernstfall sogar alle zwei Wochen. «Es gibt immer wieder Neues zu lernen und so sind diese Proben sehr wichtig.» Die Kameradschaft werde bei der Plankner Feuerwehr sehr hoch gehalten – «wir sind eine kleine aber feine Gruppe.» Das Motto: «Klii und gmüatlig.» (bfs)
 

13. Sep 2018 / 11:50
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