• Michael Lampert (l.) ist Trainer, Kämpfer und Vorbild in einem. Hier trainiert er den Kickbox-Nachwuchs.

Ein Gampriner mit Vorbildfunktion

Michael Lampert ist in Gamprin aufgewachsen und wohnhaft. Im letzten Jahr konnte sich der Kickboxer einen Traum erfüllen und sein eigenes Kampfsportcenter eröffnen. Seither trainieren er und zahlreiche andere Liechtensteiner Kickboxer in Gamprin/Bendern.
Gamprin. 

Er ist aktiver Kämpfer, Trainer und seit einer Weile auch Inhaber einer eigenen Kampfsportschule. Der Gampriner Michael Lampert ist über die Grenzen Liechtensteins hinaus ein bekannter Kickboxer. Lampert ist in Gamprin aufgewachsen und zur Schule gegangen. Auch heute lebt Lampert mit seiner Partnerin Paulina Jarzmik, ebenfalls Kickboxerin, noch in seinem Heimatort. Vor einer Weile hat sich Michael Lampert mit der Gründung seiner eigenen Kampfsportschule, dem Sportcenter Lampert, noch mehr in der Gemeine verankert. «Jetzt kann ich der Gemeinde etwas zurückgeben und der Bevölkerung eine weitere Aktivitätsmöglichkeit, einen Treffpunkt bieten.»

Mit der Eröffnung des Spotcenters Lampert ging für den Gampriner ein lange gehegter Traum in Erfüllung: Seine Träningsstätte nach den eigenen Bedürfnissen einzurichten. Für Michael Lampert ist mit der Eröffnung der eigenen Kampfsportschule zwar ein Traum in Erfüllung gegangen, der Zeitaufwand stieg für den Gampriner aber ebenfalls. Lampert bekleidet eine 100-Prozent-Arbeit und leitet das Sportcenter nebenbei. «Das sind eigentlich zwei Vollzeitjobs, die ich derzeit parallel ausführe», sagte Lampert, der darauf verwies, dass es enorm schwierig sei, sich als Kampfsportler den Lebensunterhalt zu verdienen. «Man muss sehr viel opfern und investieren, um an die Weltspitze zu gelangen. In anderen Ländern ist die Förderung im Kampfsport um einiges grösser.» Für Lampert ist es aber eine Herzensangelegenheit, sein Wissen an andere Sportler und jüngere Generationen weiterzugeben. Von Hobbysportlern bis hin zu Weltmeistern trainiert er die volle Bandbreite in Gamprin. «Besonders bei den Kindern und Jugendlichen ist das Interesse am Kickbox-Sport besonders gross», sagte Lampert. «Aber auch unsere Golden-Oldies-Gruppe am Mittwoch erfährt immer mehr Beliebtheit.» 

Mehr Aufwand, effizienteres Training

Durch die Doppelbelastung mit seinen zwei Berufungen ist der Alltag des Gampriners dicht gefüllt. Für andere Beschäftigungen bleibt wenig Zeit. Und trotzdem kommt die eigene Karriere nicht zu kurz. Im Gegenteil: Lampert sagte, dass er seinen Trainingsaufwand sogar erhöhen konnte. «Da ich nun mit dem Kickboxen und Krafttraining alles unter einem Dach habe, erspare ich mir die Wege und kann das Angebot jederzeit nutzen. Die Einteilung meiner Trainingseinheiten kann ich nun flexibler gestalten.» 

Seit einem Probetraining, durch welches ein Freund Michael Lampert zum Kickboxen brachte, ist der Gampriner begeistert bei der Sache. Er habe seither kaum mehr ein Training verpasst.Vorletzten Sommer kam Lampert sogar zu seinem ersten Profi-Fight in Italien. Die Zeit seither war aus Sicht des Liechtensteiners eine Mischung aus Erfolg und Rückschlag. Sportlich war die Zeit ein Erfolg – eine Medaille an der Europameisterschaft und Siege im Welt- und Europacup belegen dies. Ende letzten Jahres musste sich Lampert aber einer Operation am Fuss unterziehen, weswegen er die Weltmeisterschaften in Budapest sowie die ersten Turniere im neuen Jahr verpasste. «Bei meinem Comeback im März konnte ich mich nach drei Kämpfen zum Weltcup-sieger in Amsterdam krönen, wo ich unter anderem den Vizeweltmeister aus Italien schlug. Einen Monat später gewann ich am Weltcup in Innsbruck die Bronzemedaille», sagte Lampert. Aufgrund der guten Klassierungen hat der Gampriner trotz Verletzung seinen zweiten Rang in der Weltrangliste gehalten – vor ihm ist Italien. Nun arbeitet Lampert bereits auf das nächste Ziel hin. Im November findet das Saisonhighlight des Gampriners, die Europameisterschaften in Gamprin, statt.

Gesellschaftliche Wirkung nicht zu unterschätzen

Michael Lampert ist nicht nur Sportler und Inhaber einer Kampfsportschule, sondern eben auch selbst Trainer und damit Vorbild für zahlreiche Nachwuchssportler. Schon lange haben Kampfsportler den Brutalo-Ruf verloren und sind in der Gesellschaft angesehen. Vor allem wegen der intensiv betriebenen Jugendförderung erfahre man viel Anerkennung und Zuspruch. Lampert legt dabei nicht nur Wert auf die sportliche Komponente, sondern gleichermassen auf die Vermittlung von Werten wie gegenseitiger Respekt, Disziplin und Anstand. 

 

26. Jun 2018 / 09:32
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