• Gartenschau in Balzers
    Die Gartenschau verstärkt jeweils noch die idyllische Stimmung auf dem Burghügel.  (Tatjana Schnalzger)

Wenn die Burg Gutenberg zum Leben erwacht

Seit ein paar Jahren hält wieder etwas mehr Leben Einzug auf Burg Gutenberg. Neben dem Kultursommer leistet auch die Gartenschau, die dieses Jahr vom 8. bis 10. Juni zum dritten Mal in Balzers stattfindet, ihren Beitrag zur Belebung des Burghügels.

An Pfingsten 2019 steigt auf Burg Gutenberg sowie rund um das Haus Gutenberg die dritte Gartenschau. Diese dient Gärtnern, Floristen und auch Kunsthandwerkern als Plattform, ihre Neuheiten zu präsentieren und lädt die Besucher ein, in eine Welt voll Gartenkunst einzutauchen. Inspiriert vom Gartenfestival auf Schloss Haldenstein (GR) liess Annelies Bürzle die Idee nicht mehr los, eine ähnliche Schau in Balzers zu veranstalten. «Nach meinen Besuchen auf Schloss Haldenstein dachte ich mir, dass so etwas gut zu Gutenberg passen würde», erklärt die Initiantin. Ein Vierteljahr nach dem Entschluss, ein solches Festival auch in Liechtenstein zu veranstalten, ging im Frühsommer 2015 die erste Gartenschau auf Gutenberg über die Bühne. Bereits bei der Premiere konnten die Veranstalter an zwei Tagen 2000 Besucher auf dem Burghügel begrüssen. 2017 statteten gar 3700 Menschen an drei Tagen der Schau einen Besuch ab. «Wir haben durchs Band positive Rückmeldungen erhalten. Es hat  den Besuchern gefallen und auch die Aussteller waren zufrieden», freut sich Annelies Bürzle.

Faszinierende Kulisse und gemütliches Ambiente

Bei der ersten Durchführung 2015 habe es schon noch Überzeugungsarbeit gebraucht. Anfangs vorhandene Bedenken, dass die denkmalgeschützte Burg Schaden nehmen könnte, konnten aber ausgeräumt werden und nach der ersten erfolgreichen Durchführung haben sich die Befürchtungen gelegt. Einer, der der Idee von Anfang an positiv gegenüberstand, war Christian Müller, der Präsident des Verbandes der Gärtner und Floristen. Mit den Jahren fand die Gartenschau immer mehr Unterstützer. «Die Gartenschau ist ein schöner Anlass, die Burg wiederzubeleben», ist sich nicht nur Annelies Bürzle sicher. Auch denkt sie, dass das Haus Gutenberg den Mittelaltertagen als Kooperationspartner einige Wege erleichtert hat. «Die Besucher schwärmten besonders von der faszinierenden Lokalität und dem gemütlichen Ambiente», so Bürzle. Jedes Jahr sei die Ausstellung durch eine schöne, friedliche Stimmung geprägt gewesen, wie auch durch ein wohlwollendes Miteinander unter den Ausstellern.

Gutenberger Gartenschau

Vera Thöny und Anneliese Bürzle vom Organisationskomitee.

Bis zu drei Tage Aufbauarbeiten

Logistisch bringt die Realisierung der Gartenschau jeweils einen grossen Aufwand mit sich, weil die Zufahrt zur Burg schmal und steil ist. Zum Teil mussten die Ausstellungsstücke von den Lastern auf kleinere Fahrzeuge umgeladen werden, um durch das Eingangstor zu passen. Die Gärtnereien und Floristen sind zum Teil bis zu drei Tage mit den Aufbauarbeiten beschäftigt und schleppen manche schwere Steintöpfe, grosse Pflanzen oder Skulpturen auf den Burghügel. Neben den Ausstellungsständen, die jeweils die neusten Gartentrends präsentieren, sind jedes Jahr auch mehrere Kunsthandwerker aus der Region vor Ort, die für Abwechslung sorgen. «Da wir ein Bildungshaus sind, haben wir von Anbeginn ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops und Burgführungen angeboten», erklärt Annelies Bürzle. Dieses Jahr wurde das Rahmenprogramm sogar noch ausgebaut. So stehen neben den Burgführungen ein Fotokurs, eine Exkursion mit der Botanisch-zoologischen Gesellschaft, ein Floristenworkshop wie auch Vorträge mit Christian Müller, Verbandspräsident der Gärtner und Floristen, Gartendesigner Roland Frei und Landschaftsarchitekt Peter Vogt auf dem Programm. Zusätzlich kann im Speisesaal des Bildungshauses die Fotoausstellung von Johannes Frigg besichtigt werden und Ursula Federli-Frick wird in einem Schautöpfern zeigen, wie ihre kunstvollen Keramikgefässe entstehen. «Die Gartenschau ist eine gute Ergänzung zum Programm des Bildungshauses. Vielfalt und eine grosse Bandbreite zu den Themen Natur, Garten und Umwelt zeichnen auch diese Veranstaltung aus», so Annelies Bürzle. (mk)

 

11. Apr 2019 / 10:01
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