• Spargeln in Balzers
    Patrick Nigg  (Daniel Schwendener)

«Nachfrage nach Spargel steigt jedes Jahr»

Ernst und Patrick Nigg vom Aeulehof haben gerade den ersten Spargel gestochen. Weil die Nachfrage höher ist als die Produktion, stocken die beiden nun nochmals auf.
Spargel kann ein triebhaftes Gemüse sein: «Grüner Spargel kann an einem Tag schon einmal zehn Zentimeter wachsen», erzählt Patrick Nigg vom Aeulehof in Balzers. Nicht einmal Unkrauf wächst derart schnell  – vorausgesetzt die Temperatur sagt dem Gemüse zu. Sollten die Nächte zu kalt sein und die Frühlingsonne noch zu schwach, dann kann er auch ein ganz und gar launisches Gemüse sein. Erst bei über zehn Grad gedeiht und spriesst Spargel in Richtung Himmel. 
 
1,5 Hektar Spargelfelder
In den letzten Jahren haben Patrick Nigg und sein Vater Ernst immer mehr Spargel angebaut – die Nachfrage steigt. Angefangen hat alles vor 18 Jahren. Damals wollte das Hotel Post seinen Gästen Spargel aus der Region anbieten. Kurzerhand fragte der Wirt den Landwirt Ernst Nigg, ob er Spargel abauen könnte. Inzwischen hat er sich auf Spargel und Beeren spezialisiert. Auf 1,5 Hektar –zwischen Heliport und dem Steinbruch in Balzers – baut er zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn grünen und weissen Spargel an. In einer durchschnittlich guten Spargelsaison sticht er schon einmal bis zu 100 Kilogramm weissen Spargel pro Tag. Doch das war nicht immer so: «In der ersten Zeit haben wir viel Lehrgeld ausgegeben», erzählt Ernst Nigg. Heute wissen Vater und Sohn genau, was das Gemüse, das eigentlich aus dem Orient kommt und schon Pharaonen und Cäsar geschmeckt haben soll, braucht, um zu gedeihen. Seit mehr als 500 Jahren wird Spargel hierzulande kultiviert. Doch ganz so einfach ist das nicht. «Im ersten Jahr verdient man nichts», erzählt Patrick Nigg, der gelernter Landmaschinenmechaniker ist. Fast ganz ohne Chemie versuchen die beiden auszukommen – Unkraut wird mechanisch bekämpft. Die Saison endet zwar am 20. Juni, doch für Arbeit sorgt der Spargel das ganze Jahr. Die Investitionen sind dabei hoch: Für einen Hektar benötigt Nigg mindestens 30 000 Pflanzen, die pro Stück 55 Rappen kosten. Weil die Nachfrage aber vorhanden 
ist, kommt demnächst bald nochmal ein neues Feld dazu, auf dem die beiden Spargel anbauen. Der ehemalige Michbetrieb konzentriert sich heute auf Gemüse wie Spinat, Broccoli und Blumenkohl. Zudem setzt der Betrieb auf Mastvieh und 5000 Hühner, die in der Region vermarktet werden.
24. Apr 2018 / 21:26
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