• Der Jahrmarkt hat in Balzers in diesem Jahr leider Pause.
    Der Jahrmarkt hat in Balzers in diesem Jahr leider Pause.

Dann wird eben im nächsten Jahr jubiliert

Die 30. Ausgabe des Balzner Jahrmarkts wird dank des Coronavirus erst 2021 steigen. Doch das lange Warten wird sich fraglos lohnen.
Balzers. 

Seit einigen Tagen haben Veranstalter in Liechtenstein, zumindest was die nähere Zukunft anbelangt, Gewissheit: Anlässe mit mehr als 100 Personen sind bis mindestens Ende August ausgeschlossen. Das verkündete Regierungschef Adrian Hasler am vergangenen Freitag im Rahmen einer Medienkonferenz.

Finanziell keine grossen Konsequenzen
Die Organisatoren des Balzner Jahrmarkts hatten zu jenem Zeitpunkt bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Am Donnerstag war in den Redaktionsstuben eine Medienmitteilung des Vereins «Balzers aktiv» eingegangen, in welcher der siebenköpfige Vorstand über die Absage des vom 5. bis 7. Juni geplanten Anlasses informierte. «Wir waren uns der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit bewusst», begründet Marktchef Edi Vogt das proaktive Handeln. «Da unsere Besucher aus allen Altersgruppen stammen, konnten wir die Veranstaltung nicht mit gutem Gewissen durchführen und fühlten uns gezwungen und vor allem in der Verantwortung diese Veranstaltung abzusagen.» Es sei aber auch eine Frage der Solidarität mit anderen Veranstaltern gewesen, ergänzt er. «Wir wollten nicht die einzigen sein, die einen Anlass durchführen.» Finanziell wird die Absage den Verein nicht schwer treffen. «So wie es aussieht, müssen wir nicht mit Konsequenzen rechnen», sagt Vogt. «Wir haben gewisse Verpflichtungen erst mal provisorisch reserviert.» Dennoch hat das OK wenig überraschend schwer mit sich ringen müssen, um einen solchen Beschluss zu fassen. Die heurige 30. Ausgabe hätte immerhin ein Jubiläum dargestellt. Man habe viele Telefonkonferenzen geführt und lange mit einer Entscheidung zugewartet, berichtet der Marktchef. In enger Absprache mit Vertretern des Schweizer Marktfahrerverbands waren verschiedene Szenarien durchgespielt worden, wie man Besucher durch den Markt schleu­sen oder die Gästezahl limitieren könnte. Doch letztlich wurde der Daumen gesenkt. Die Stimmung sei eindeutig ­gewesen, so Vogt. «Alle hatten eingesehen, dass eine weitere Organisation keinen Sinn machen würde.» Nicht zuletzt, weil ein Jubiläum auch gebührend zelebriert werden soll – «und nicht begleitet von einem komischen Bauchgefühl».

Und so wird im nächsten Jahr ein neuer Anlauf genommen. Vorfreude und Motivation, versichert Vogt, seien jetzt schon riesig. Viele der Ideen, die das OK für die diesjährige Jubiläumsausgabe ausgetüftelt hatte, sollen dann neuerlich ­berücksichtigt werden. Aber zu viel verraten wolle er noch nicht, sagt der Marktchef. «Eines kann ich aber jetzt schon versprechen: Es wird super.» Und mit grosser Wahrscheinlichkeit besser als es in diesem Jahr gewesen wäre, wie der Marktchef augenzwinkernd anfügt: «Dadurch, dass wir nun keinen Jahrmarkt durchführen können, hoffen wir, das im nächsten Jahr doppelt – im Sinn von grossartiger – nachholen zu können.»

Vollstes Verständnis für den Entscheid
Das werden nicht zuletzt jene gerne vernehmen, die gegenwärtig womöglich noch etwas geknickt ob der diesjährigen Absage sind. «Vor allem die jüngere Generation unter unseren Gästen ist selbstverständlich sehr enttäuscht», weiss Vogt. Unmut, betont er, hätten er und seine Vorstandskolleginnen und -kollegen deswegen aber in keiner Weise wahrgenommen. «Das Feedback, das wir erhalten haben, war ausnahmslos positiv. Alle haben vollstes Verständnis.» (bo)

28. Apr 2020 / 18:12
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