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Unsere Regierung hat’s verschlafen

Seit Beginn der Covidpandemie war es klar – die Impfung ist das einzige Mittel für deren wirksame Bekämpfung. Die Coronamassnahmen können bis dahin nur verzögern und die Last für das Gesundheitssystem verteilen.
Autor
Daniel Büchel, Ruggell

Die Entwicklung, Prüfung und Produktion der entsprechenden Impfstofe wurde deshalb auch medial rege verfolgt. In diesem Prozess war zusehends absehbar, wann die ersten Impfstofe freigegeben und welche Anforderungen diese an die Verteilung und Impfung stellen werden. Es war also genügend Zeit, den Impfplan und die Impfogistik aufzubauen. Der Vergleich zu anderen Staaten zeigt dies deutlich. Am 19. Dezember wurde der erste Impfstof für die Schweiz, und damit auch für Liechtenstein, freigegeben. Die erste Charge von 975 Impfdosen steht bereit und könnte bereits Leben retten. Alle Staaten des EU-Raums und die Schweiz haben begonnen, nur in Liechtenstein wird das Impfen erst ab dem 18. Januar möglich sein. In welchem Tempo dies vollzogen wird, ist angesichts der bisherigen Geschwindigkeit wohl fraglich. Nun soll das Mäntelchen des Schweigens darüber gehängt werden, denn gemäss Bericht im «Volksblatt» vom 9. Januar will die Regierung keine Auskunft über die verfügbaren Impfdosen geben. Es ist aber Eile angebracht. Denn aufgrund der sich ausbreitenden britischen Mutation des Covidvirus und dem bereits hohen Stand an Infektionen in Liechtenstein wird sich die Lage im Februar nochmals markant verschlechtern. In diesem Wettlauf gegen das Virus hat die liechtensteinische Krisenorganisation bzw. in Endverantwortung unsere Regierung den Impfstart leider schlicht verschlafen. Vorausschauende und transparente Führung schaut anders aus. Wir sind zu einem Corona - hotspot Europas geworden. Und dies auf fehlende «Intelligenz» der Liechtensteiner zu schieben (Aussage unseres Gesundheitsministers auf der SamstagsFrontseite des «Vaterlands»), ist beleidigend und nicht zielführend. Deshalb ist es nun dringlich, dass hier der Landtag seiner Kontrollaufgabe nachkommt. Wahlen hin oder her.

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