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Dorfcafé … und tschüss!

«Ich werfe nun das Handtuch und gebe das auch öffentlich bekannt. Meine Gesundheit und die Gesundheit meines Umfeldes ist mir wichtiger, als mich für jene einzusetzen, die unsere Einstellung und unsere Wertvorstellungen ganz offenbar nicht teilen.»
Autor
Klaus Schädler, Triesenberg

Das antwortete ich auf eines der mir nach dem Dorfcafé vom vergangenen Samstag zugegangenen E-Mails. Und weiter schrieb ich zurück: «Ich bedauere meinen Entscheid sehr. Die Bevölkerung hat mich beim Thema ‹Dorfzentrumserweiterung› trotz meines totalen Engagements mit Wortmeldungen, mit Filmen auf Facebook und Youtube und verschiedenen Leserbriefen zum geplanten Abbruch des halben Triesenberger Dorfzentrums leider total im Stich gelassen. Das schleckt keine Geis weg. Ich bin sehr enttäuscht und werde meine künftige Lebenszeit nun vermehrt Dingen widmen, die weniger Kraft kosten und mir mehr Lebensfreude bereiten.» In einem mir ebenfalls zugegangenen E-Mail heisst es: «Danke für den Leserbrief. Alles auf den Punkt gebracht. Die Verantwortlichen für den Gemeindestreich am Samstag haben ihr Ziel vollkommen erreicht. Dem Moderator ist es gelungen, alles so aufzuziehen, dass niemand eine kritische Frage stellen konnte. Ich kann es kaum fassen, dass sich alle im Saal wie verscheuchte Kaninchen verhalten haben und niemand protestiert hat.» Und noch ein Auszug aus einem anderen E-Mail: «Danke für deinen enormen Einsatz. Man kann das bestehende Dorfzentrum auch erweitern und muss dafür nicht gleich das halbe – noch funktionstüchtige – Dorfzentrum niederreissen. Die geheime Abstimmung ist nicht repräsentativ, und wenn dann die Kosten bekannt sind, werden viele zu neuen Erkenntnissen gelangen. Lass dich nicht entmutigen, ich bin überzeugt, dass viele Leute denken wie du, und sollte es zu einer Abstimmung kommen, wirst du eine Mehrheit hinter dir haben.» Diese Rückmeldungen freuen mich, trösten mich aber nicht. Die Art und Weise, wie der aktuelle Triesenberger Gemeindevorsteher und der Gemeinderat die Bevölkerung verschaukelt, ohne dass der Grossteil der Einwohnerinnen und Einwohner es merkt, kann ich für mich persönlich nicht mehr akzeptieren. Nach über 40 Jahren Engagement im Sinne des Allgemeinwohls und im Einsatz für eine bessere Streitkultur werfe ich nun das Handtuch. Der Triesenberger Bevölkerung wünsche ich auf dem Weg in die Zukunft ohne meine kritische Stimme gutes Gelingen in allen Belangen.

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