Viel Schwarzgeld aus Liechtenstein

In St. Gallen haben sich im vergangenen Jahr so viele Personen angezeigt wie noch nie. Auffallend dabei: Mehr als die Hälfte der hinterzogenen Vermögen kommen aus Liechtenstein.

Gegenüber dem Jahr 2016 hat sich die Anzahl der Selbstanzeigen von 583 Fällen auf 1295 Fälle im Jahr 2017 mehr als verdoppelt, was anzahlmässig seit Einführung der straflosen Selbstanzeige im Jahr 2010 das höchste Resultat bedeutet. Betragsmässig konnte mit 307 Millionen Franken offen gelegtem Schwarzgeld  das dritthöchste Ergebnis erreicht werden, teilte die Steuerverwaltung St. Gallen heute mit.

Auffallend sei, das 58.1 Prozent respektive rund 178.4 Millionen Franken der hinterzogenen Vermögen aus dem Fürstentum Liechtenstein stammen. Das ist betragsmässig das 2,5-fache des Vorjahres. Nach der St. Galler Steuerverwaltung haben wohl verschiedene Personen das Fürstentum benutzt, um Schwarzgeld vor dem Schweizer Fiskus zu verstecken. Dass diese Gelder offengelegt wurde, wir seinen Grund primär im AIA-Abkommen zwischen der Schweiz und Liechtenstein haben, welches am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist. (ags/pd)

18. Jan 2018 / 09:36
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