• 80,8 Prozent der Aktienstimmen waren an der GV der Bergbahnen Malbun AG gestern im Jufa-Hotel in Malbun vertreten. Diskussionen gab es jedoch keine.	Bild: Nicolaj Georgiev
    80,8 Prozent der Aktienstimmen waren an der GV der Bergbahnen Malbun AG gestern im Jufa-Hotel in Malbun vertreten. Diskussionen gab es jedoch keine. Bild: Nicolaj Georgiev

Überraschend ruhige und speditive Bergbahnen-GV

Die Generalversammlung der Bergbahnen Malbun AG ging in knapp einer Stunde über die Bühne – trotz finanzieller Sorgenfalten.

Die Transparenz und das proaktive Vorgehen des Verwaltungsrates der Bergbahnen Malbun AG hat sich offensichtlich ausbezahlt. Trotz des grossen Jahresverlustes – aufgrund der Abschreibungen und Sondereffekte – von 1,2 Millionen Franken und der mittelfristig benötigten zusätzlichen Finanzmittel, dauerte die gestrige Generalversammlung im Jufa-Hotel in Malbun nicht einmal eine Stunde und es gab nicht eine einzige kritische Wortmeldung seitens der Aktionäre.

Die derzeitige Situation kam auch nicht völlig überraschend. Schon lange war klar, dass die Bahnen nicht genügend Mittel erwirtschaften können, um grössere Investitionen aus eigener Kraft zu erwirtschaften. «Will man aber konkurrenzfähig bleiben, so gilt es zu überlegen, in welche Richtung die Reise gehen soll. Stillstand ist meiner Meinung nach keine sinnvolle Lösung. Zu viele Existenzen und investiertes Kapital in Malbun hängen von den Bergbahnen ab oder sind unter anderem auf funktionierende Bergbahnen angewiesen», so Verwaltungsratspräsident Heinz Vogt. 

«Bergbahnen sind derzeit kein Sanierungsfall»
Und der Verwaltungsrat hat hier auch mehrere konkrete Punkte im Visier. «Das Thema Schneesicherheit ist eines unserer Hauptrisikofaktoren. Die nachhaltige partielle Verbesserung der Beschneiungssituation erachten wir als unabdingbar», so Vogt. Daneben seien weitere Attraktivitätssteigerungen für die Gäste im Sommer und Winter notwendig, und auch die Parkierung und die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr ist aus Sicht des Verwaltungsrates zu verbessern. Zudem stehen in den kommenden Jahren auch bei der Sesselbahn Sareis grössere Investitionen an. «All diese Punkte erfordern, dass gewisse Mittel vorhanden sind. Dies ist aus heutiger Sicht nicht der Fall und es müssen für die Zukunft Lösungen gesucht werden», so Vogt weiter. Die Bergbahnen Malbun AG seien derzeit aber kein Sanierungs­fall, sondern hätten einfach kein ausreichendes finanzielles Polster, «um auch schwierige Jahre meistern zu können oder die angesprochenen Zukunftsprojekte in Angriff zu nehmen». Man stehe hier aber mit dem Hauptaktionär – dem Land Liechtenstein – diesbezüglich in Kontakt und werde auch in den nächsten Wochen die Gemeindevorsteher darüber informieren. «Klar ist, dass wir für die Zukunft ein neues Finanzierungsmodell brauchen, um für die Zukunft gewappnet zu sein», so Heinz Vogt.

Daniel Risch: «Wir werden eine Lösung finden»
Die Lösung des Finanzproblems der Bergbahnen Malbun scheint aber durchaus möglich zu sein. Dies jedenfalls ging aus den Grussworten von Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch hervor, der gestern das Land Liechtenstein als Hauptaktionäre vertrat. Es sei schon 2003 bei der Bewilligung des Kredits im Landtag klar gewesen, dass die langfristige Finanzierungsfrage irgendwann aufs Tapet komme. Man sei von der Situation auch nicht überrascht worden und schon länger im intensiven Austausch mit dem Verwaltungsrat. «Ich hätte schon gerne heute eine Lösung präsentiert, aber noch ist es nicht akut. Wir werden aber eine Lösung finden», so Daniel Risch. Noch gelte es, auch politische Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch die Gespräche würden bereits laufen und er hoffe, dass man in den nächsten Monaten ein entsprechendes Modell präsentieren könne.

«Ich schaue jedenfalls zuversichtlich in die Zukunft der Bergbahnen und in die Zukunft unseres Naherholungsgebietes. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich für unser schönes Malbun einzusetzen», so der Regierungschef-Stellvertreter abschliessend. (sap)

25. Okt 2019 / 07:00
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