• Ivo Elkuch Treuhandkammer Vaduz 151118
    Ivo Elkuch, Geschäftsführer der Liechtensteinischen Treuhandkammer  (Daniel Ospelt)

Treuhänder passen Standesrichtlinien an

Die Liechtensteiner Treuhänder erleichtern die Übertragung der Verwaltung von Mandaten an andere Berufsangehörige und richten dazu eine Schlichtungskommission ein. Dies haben die Treuhänder an einer ausserordentlichen Plenarversammlung beschlossen.
Vaduz. 

Wie die Liechtensteinische Treuhandkammer in einer Mitteilung schreibt, seien in letzter Zeit hinsichtlich der Übertragung von Mandatsverhältnissen an einen anderen Treuhänder vermehrt offene Fragen aufgetaucht. Dies habe zu Diskussionen und damit verbunden zu Unsicherheiten geführt.

Um dem zu entgegnen, wurde an der Plenarversammlung der Mitglieder der Liechtensteinischen Treuhandkammer vom 28. Mai 2018 eine Lösung beschlossen, welche die zeitnahe Übertragung von Mandaten an andere Berufsangehörige wesentlich erleichtern wird. Kern dieser Lösung ist eine Anpassung der Standesrichtlinien, wonach künftig streitige Fälle bezüglich angestrebter Wechsel der Verwaltung von Mandaten zu einem anderen Treuhänder von einer neugeschaffenen, dreiköpfigen Schlichtungskommission beurteilt werden. Diese wird die «best practice» für den vorgelegten Fall bestimmen und eine entsprechende Empfehlung abgeben.

Die Missachtung einer solchen Empfehlung kann disziplinarrechtliche Folgen nach sich ziehen, schreibt die Treuhandkammer weiter in der Mitteilung. Dies gewährleiste, dass die in der Praxis bestehenden Unsicherheiten beseitigt werden können, und der Weg freigemacht werde für eine zeitnahe Übertragung von Verwaltungsmandaten in berechtigten Fällen. Gleichzeitig können mit dieser Lösung die Bedenken allfälliger Nachteile bei der Anerkennung der Rechtsträger, wie z.B. der Stiftung, Rechnung getragen werden. Eine Übertragung der Verwaltung von Mandaten sei in der Praxis in vielen, aber nicht allen Fällen gerechtfertigt.

Die Delegation der Schlichtung von Streitigkeiten, welche gemäss Treuhändergesetz bisher Aufgabe des Vorstandes war, an die neugeschaffene Schlichtungskommission machte auch eine entsprechende Anpassung der Geschäftsordnung notwendig.

Die Anpassung der Standesrichtlinien werde im Hinblick auf Mandatswechsel zu mehr Klarheit führen, heisst es weiter. Damit sollen Konfliktsituationen vermieden werden und der Stiftungsstandort und Finanzplatz Liechtenstein soll gestärkt werden. (pd/red)

29. Mai 2018 / 10:41
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