• Mathias Maierhofer
    Bei der Telecom Liechtenstein mussten zwei der fünf Geschäftsleitungsmitglieder ihren Hut nehmen.  (Daniel Schwendener)

Telecom-Entscheid ohne Minderheitsaktionärin gefällt

Die A1 Telekom Austria Group, Minderheitsaktionärin bei der Telecom Liechtenstein, zeigte sich von der Vorgehensweise bei der Entlassung der Geschäftsleitungsmitglieder Mathias Maierhofer (Vorsitzender) und René Schiefer (Leiter Technik) überrascht.

Die Telecom Liechtenstein ist eine Aktiengesellschaft. 75,1 Prozent der Aktien hält das Land Liechtenstein, die restlichen 24,9 Prozent die A1 Telekom Austria Group. Somit ist das österreichische Telekommunikations-Unternehmen ein Minderheitsaktionär der Telecom Liechtenstein. Von der Vorgangsweise war die A1 Telekom Austria Group laut Livia Dandrea-Böhm, Unternehmenssprecherin, «überrascht». Vor allem deshalb, weil die Verwaltungsratssitzung extrem kurzfristig innerhalb von nicht einmal 20 Stunden einberufen worden sei, und das von der A1 entsandte VR-Mitglied, Gernot Rasch, krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte. «Daher wurde der Beschluss ohne uns gefällt», führt Dandrea-Böhm aus. Nun würden verschiedene Möglichkeiten bezüglich der weiteren Vorgehensweise erörtert.

Aus fünf mach drei

Am Freitag um 16 Uhr war bekannt geworden, dass der Vorsitzende der Geschäftsleitung Mathias Maierhofer und der Leiter der Technik René Schiefer gehen müssen. Somit verbleiben nur noch drei der fünf Geschäftsleitungs-Mitglieder. Diese Anpassung sei laut Verwaltungsratspräsident Franz Wirnsperger als «grundsätzlich permanent» angedacht. Eine spätere erneute Stellenverstärkung könne jedoch nicht ausgeschlossen werden. Vorerst hätten sie somit das Ziel, die Organisation schlanker und schlagkräftiger zu machen.

Grund für diesen Entscheid sind laut der Medienmitteilung der Telecom FL die «Unternehmenstransformationen», durch die auch Strukturen in der Führungsebene angepasst werden, um die Effizienz zu steigern. Verwaltungsratspräsident Franz Wirnsperger betont: «Die Veränderungen in der Geschäftsleitung stehen absolut in keinem Zusammenhang mit den Ausfällen.» In der Nacht auf Freitag fiel die Telefonverbindung der Telecom FL teilweise aus. Es sei ein rein zufälliges Zusammentreffen der Zeitpunkte. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Aldo Frick wird per sofort den Vorsitz in der Geschäftsleitung übernehmen. Daneben bleibt die Leitung wie bisher bestehen. Die Ressort- und Aufgabenzuteilung wird bestehen bleiben. Anfang Mai 2019 wurde bekannt, dass sechs Personen die Telecom FL verlassen müssen. Auch das wurde mit «Transformationsmassnahmen» begründet, die durch den Rückgang im Bereich Festnetz vonstatten gingen. Der Umsatz ist in diesem Bereich laut dem Geschäftsbericht von 2017 auf 2018 um über eine Million Franken zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von fast zehn Prozent. «Der Wegfall im Bereich Festnetz  soll durch Wachstum in neuen Geschäftsfeldern kompensiert oder sogar überkompensiert werden», erklärt Wirnsperger. Die neuen Geschäftsfelder beziehen sich dabei  auf das Cyber Security Geschäft, das Geschäft im Bereich Internet of Things (IoT) und die Geschäftsaktivitäten mit der angestammten Mobil und Festnetztelefonie in der benachbarten Schweiz. (qus)

 

 

14. Jun 2019 / 21:07
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