• Samstagsgespräch mit Roland Matt, Vaduz
    Die LLB stärkt ihre Stellung in Österreich.  (Tatjana Schnalzger)

LLB übernimmt Semper Constantia Privatbank

Die Liechtensteinische Landesbank AG (LLB) hat einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Aktien der Semper Constantia Privatbank AG mit Sitz in Wien unterzeichnet. Mit dieser Transaktion wird die LLB-Gruppe ihre Kundenvermögen um rund 17 Milliarden erhöhen und neu ein Geschäftsvolumen von über 75 Milliarden Franken ausweisen.
Vaduz. 

Die LLB-Gruppe werde, gemäss einer Mitteilung der LLB,  nach Durchführung der Transaktion weiterhin über eine sehr hohe finanzielle Stabilität und Sicherheit verfügen. Die derzeitigen Hauptaktionäre der Semper Constantia planen, sich in Höhe von rund 6 Prozent an der LLB zu beteiligen. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 9. Mai 2018 Karl Sevelda zur Wahl als VR-Mitglied der LLB vor.

Neben Liechtenstein und der Schweiz ist Österreich einer der drei Heimmärkte der LLB-Gruppe. Sie ist seit 2009 mit der Tochtergesellschaft Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG am Standort Wien aktiv und betreibt das Vermögensverwaltungsgeschäft. Als weiteren Ausbauschritt hat sie mit den Eigentümern der Semper Constantia einen Kaufvertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Bank unterzeichnet.

Stärkung des Heimmarktes Österreich

Die Akquisition der Semper Constantia ermögliche es der LLB-Gruppe, ihr Vermögensverwaltungsgeschäft in Österreich signifikant auszubauen und Österreich als dritten starken Heimmarkt zu etablieren, heisst es weiter. Die Semper Constantia stelle mit ihrer starken Positionierung im Private Banking und institutionellen Geschäft sowie ihrem hervorragenden Ruf für die LLB-Gruppe eine ideale Erweiterung der Aktivitäten in Österreich dar. Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss soll die fusionierte Einheit zu einem der Top Anbieter im Private Banking und institutionellen Geschäft in Österreich aufsteigen. Damit sei sie bestens positioniert, um in diesem attraktiven Markt weiter wachsen zu können.

Übernahme erfolgt in zwei Schritten

Die Transaktion gestaltet sich – vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen und kartellrechtlichen Genehmigungen – wie folgt: In einem ersten Schritt (voraussichtlich Juli 2018) übernimmt die LLB die Semper Constantia. Die Übernahme umfasst Kundenvermögen in der Grössenordnung von insgesamt rund 17 Milliarden Franken, womit das Geschäftsvolumen der LLB-Gruppe auf über 75 Milliarden steigt. In einem zweiten Schritt im September 2018 ist geplant, die Semper Constantia mit der LLB Österreich zur Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG zu fusionieren. Gabriel Brenna wird Vorsitzender des Aufsichtsrates der fusionierten Bank und Bernhard Ramsauer CEO. Zur Hauptversammlung im Frühjahr 2019 ist ein Wechsel von Bernhard Ramsauer in den Aufsichtsrat der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG geplant.

Neue Aktionärsgruppe für die LLB AG

Der Kaufpreis von rund 185 Millionen Euro bestehend aus Eigenkapital und Goodwill, wird teilweise in bar und teilweise in Aktien der LLB AG abgegolten. Die LLB setzt dafür 1.85 Millionen eigene Aktien ein. Der definitive Kaufpreis wird bei Closing bzw. nach Ablauf der Earn-out-Periode festgelegt.

Nach erfolgreicher Durchführung der Transaktion werden die heutigen Hauptaktionäre der Semper Constantia rund 6 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte an der LLB halten. Der Verwaltungsrat der LLB schlägt – vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen Genehmigung – Karl Sevelda, derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrates der Semper Constantia, anlässlich der Generalversammlung vom 9. Mai 2018 zur Wahl als VR-Mitglied der LLB vor.

Langfristige Lösung für Kunden und Mitarbeitende

In Anbetracht der übereinstimmenden Geschäftsmodelle, Unternehmenskulturen und Dienstleistungspalette ist die LLB-Gruppe überzeugt, dass sie die Kontinuität in der hochwertigen Betreuung der heutigen Kundschaft der Semper Constantia sicherstellen könne, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Gleichzeitig könne sie den Mitarbeitenden interessante und wertvolle Zukunftsperspektiven anbieten.

Geschäftsvolumen steigt auf über 75 Milliarden Franken

Georg Wohlwend, VR-Präsident der LLB-Gruppe, kommentiert diesen Schritt wie folgt: «Die LLB-Gruppe zielt mit ihrer Strategie «StepUp2020» auf nachhaltig profitables Wachstum. Die Akquisition entspricht vollumfänglich unserer Strategie, sowohl organisch als auch akquisitorisch zu wachsen. Mit dem Erwerb der Semper Constantia werden wir unser Ziel, das Geschäftsvolumen auf über 70 Milliarden Franken zu steigern, frühzeitig deutlich übertreffen. Zudem wird die LLB weitere langfristig orientierte Aktionäre erhalten.»

Group CEO Roland Matt fügt an: «Die LLB-Gruppe fühlt sich dem Vermögensverwaltungsmarkt in Österreich stark verpflichtet. Durch ein Zusammengehen werden sowohl das Private Banking gestärkt als auch das institutionelle Geschäft ausgebaut. Damit können wir Synergien nutzen und Mehrwert für Mitarbeitende, Kunden und Aktionäre schaffen. Die Übernahme eröffnet der LLB-Gruppe den Eintritt in den österreichischen Markt für Fondsdienstleistungen. Sie kann damit ihr strategisches Ziel, das Fondsgeschäft geografisch zu erweitern und weiter auszubauen, umsetzen.» (pd/red)

 

22. Dez 2017 / 07:55
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