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    Gegenüber dem Jahr 2016 stieg der mittlere Bruttolohn um rund 1 Prozent.  (CHRISTIAN BEUTLER)

Angestellte im Land verdienen im Mittel 6675 Franken

Im Jahr 2018 betrug der mittlere Bruttomonatslohn der in Liechtenstein beschäftigten Personen 6675 Franken (Medianlohn). Frauen verdienen immer noch weniger als Männer.

Das zeigt die Lohnstatistik für das Jahr 2018. Im monatlichen Bruttolohn enthalten ist auch ein Zwölftel des 13. Monatslohns und anderer Zulagen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im Jahr 2018 betrug der mittlere Bruttomonatslohn der in Liechtenstein beschäftigten Personen 6675 Franken. 
  • Gegenüber dem Jahr 2016 stieg der Medianlohn somit um 1.1 Prozent oder 72 Franken. 
  • Im Vergleich zur Schweiz ist der Bruttolohn in Liechtenstein 2.1 Prozent höher.
  • Der monatliche Bruttolohn der Frauen lag im Jahr 2018 um 14.7 Prozent tiefer als jener der Männer. 
  • Bei den Frauen belief sich der mittlere Bruttomonatslohn auf 6078 Franken, derjenige der Männer erreichte 7125 Franken. 
  • Die Personen im unteren Viertel der Lohnskala verdienten im Jahr 2018 5092 Franken oder weniger pro Monat, während die Personen im obersten Viertel Bruttomonatslöhne von 8971 Franken oder mehr erhielten. 
  • Die tiefsten Medianlöhne verzeichnen die Land- und Forstwirtschaft und das Gastgewerbe.
    Die Wirtschaftszweige «Erziehung und Unterricht», «Finanz- und Versicherungsdienstleistungen» sowie «Rechts- und Steuerberatung; Wirtschaftsprüfung» weisen die höchsten Medianlöhne auf. 


Reallöhne sind rückläufig

Berücksichtigt man die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren, ergibt sich ein Rückgang des realen Medianlohnes gegenüber 2016 von 0.4 Prozent. Dass der Reallohn sich rückläufig entwickelt hat, ist auf einen Anstieg der Konsumentenpreise in dieser Zeitperiode zurückzuführen. Diese nahmen gegenüber 2016 um 1.5 Prozent zu, während der Medianlohn seit 2016 nur um 1.1 Prozent gestiegen ist. Im Zeitraum von 2008 bis 2018 nahm der Konsumentenpreisindex hingegen um 0.5 Prozent ab, wodurch der Anstieg des Reallohns über zehn Jahre mit 6.3 Prozent höher ausfällt, als der Anstieg des Nominallohns im selben Zeitraum. Zur Berechnung der Preisentwicklung wurden die Jahresmittel des schweizerischen Landesindex der Konsumentenpreise für die Jahre 2008 bis 2018 herangezogen.

Tiefe Löhne in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe

Die Unterteilung der monatlichen Bruttolöhne nach Wirtschaftszweig zeigt markante Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Den tiefsten mittleren Bruttomonatslohn wies auch im Jahr 2018 die Land- und Forstwirtschaft mit  3679 Franken auf. Der Wirtschaftszweig lag damit 45 Prozent unter dem gesamtwirtschaftlichen Medianlohn. Ebenso wurden verhältnismässig tiefe Löhne im Gastgewerbe mit einem mittleren Bruttolohn von Franken 4 353 (-35 Prozent) und im Wirtschaftszweig „Wohnungswesen; Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ mit  4694 Franken (-30 Prozent) verzeichnet. In der Land- und Forstwirtschaft hat sich der Abstand zum Medianlohn der Gesamtwirtschaft im Vergleich zum Jahr 2016 etwas vergrössert, im Gastgewerbe und im Wirtschaftszweig „Wohnungswesen; Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ hat sich der Abstand hingegen leicht verringert.

Hohe Löhne in der Finanzbranche

Auf der anderen Seite des Spektrums wiesen auch im Jahr 2018 die Wirtschaftszweige „Erziehung und Unterricht“, „Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“, sowie „Rechts- und Steuerberatung; Wirtschaftsprüfung“ die höchsten Medianlöhne auf. Bei den Beschäftigten im Wirtschaftszweig „Erziehung und Unterricht“ belief sich der Medianlohn auf  8991 Franken, welcher somit 35 Prozent über dem gesamtwirtschaftlichen Medianlohn lag. Der hohe Medianlohn in diesem Wirtschaftszweig hängt mit der Homogenität der Berufsprofile und dem Ausbildungsniveau der Beschäftigten im Unterrichtswesen zusammen. Während die meisten Beschäftigten im Bildungsbereich ein einheitlich hohes Niveau aufweisen, variiert dieses in anderen Wirtschaftszweigen stärker. In den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen wurde ein mittlerer Bruttomonatslohn von  8943 Franken verzeichnet (+34 Prozent). An dritter Stelle folgte schliesslich der Wirtschaftszweig „Rechtsund Steuerberatung; Wirtschaftsprüfung“ mit einem Medianlohn von  8320  Franken(+25 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2016 hat sich der Abstand zum gesamtwirtschaftlichen Medianlohn bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern verringert, während er sich in den Wirtschaftszweigen „Erziehung und Unterricht“ sowie „Rechts- und Steuerberatung; Wirtschaftsprüfung“ konstant hielt.

Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern geht weiter zurück

Im Zeitraum von 2016 bis 2018 sind die Frauenlöhne stärker gestiegen als die Männerlöhne. Die Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern hat sich dadurch um 0.5 Prozentpunkte verringert. Der prozentuale Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ist Liechtenstein aber noch immer höher als in der Schweiz mit 11.5 Prozent (privater und öffentlicher Sektor).

Lohnschere öffnet sich etwas

Die Löhne des unteren Viertels lagen 23.7 Prozent oder mehr unter dem mittleren Bruttomonatslohn von 6675 Franken. Die Löhne im obersten Viertel begannen 34.4 Prozent über dem mittleren Bruttomonatslohn. Vergleicht man mit dem Jahr 2016, haben sich die Abstände zum Medianlohn etwas vergrössert. Der Abstand zwischen den Löhnen im ersten Viertel und jenen im obersten Viertel hat im Vergleich mit dem Jahr 2016 von 74 Prozent auf 76 Prozent zugenommen.

Löhne im Industriesektor steigen stärker als bei den Dienstleistern

Im Dienstleistungssektor nahm der Medianlohn um 0.6 Prozent auf  6708 Franken zu, während er im Industriesektor um 1.7 Prozent auf  6666 Franken anstieg. Im Landwirtschaftssektor verzeichnete der Medianlohn einen Rückgang von 2.9 Prozent auf  3679 Franken. 

Ein Viertel der Bruttomonatslöhne liegt unter Franken 5 092

Anhand der Quartilslöhne lassen sich Aussagen über die Lohnverteilung machen. Die Quartilslöhne beruhen wie die Medianlöhne auf Vollzeitlöhnen. Das 1. Quartil gibt an, dass ein Viertel der Beschäftigten einen monatlichen Bruttolohn erhielt, der unter diesem Wert lag, während drei Viertel einen darüber-liegenden Lohn erreichten. Beim 3. Quartil ist es gerade umgekehrt: Drei Viertel erzielten einen monatlichen Bruttolohn unter diesem Wert, ein Viertel einen höheren. Auf der einen Seite verdiente ein Viertel der Beschäftigten in Liechtenstein im Jahr 2018  5092 Franken oder weniger. Auf der anderen Seite erhielt ein Viertel der Beschäftigten einen Bruttomonatslohn von  8971 Franken oder mehr. Der Abstand zwischen dem 1. und dem 3. Quartil kann dabei als Parameter für die Streuung der Löhne verwendet werden. Im Jahr 2018 lag der 3. Quartilslohn 76 Prozent höher als der 1. Quartilslohn. Im Jahr 2016 hatte diese Differenz 74 Prozent betragen. Bei den weiblichen Beschäftigten lag 2018 der 3. Quartilslohn 67 Prozent höher als der 1. Quartilslohn, bei den Männern belief sich die Differenz auf 83 Prozent.

Zunahme von 0.6 Prozent pro Jahr seit 2008

Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass sich der mittlere Monatslohn in den letzten zehn Jahren von 2008 bis 2018 von 6315 Franken auf  6675 Franken erhöhte. Dies entspricht einer nominalen Zunahme um 5.7 Prozent bzw. einem durchschnittlichen Lohnwachstum von 0.6 Prozent pro Jahr. Dieses Ergebnis ist jedoch von der leicht rückläufigen Entwicklung des Lohnniveaus zwischen 2008 und 2010 geprägt. Seither steigt der Medianlohn jährlich im Schnitt um 0.8 Prozent.

Geringste Lohnunterschiede im Baugewerbe

Die Lohndifferenzen zwischen dem 1. und dem 3. Quartil der Bruttolöhne unterschieden sich je nach Wirtschaftszweig relativ stark. Dies spiegelt zum Teil die unterschiedliche Zusammensetzung der einzelnen Wirtschaftszweige wider. Während sich die ausgeübten Berufe in gewissen Wirtschaftszweigen sehr stark unterscheiden, weisen andere Wirtschaftszweige eher einheitliche Beschäftigungsprofile auf. Das oberste Viertel der Bruttomonatslöhne im Dienstleistungssektor war mindestens 88 Prozent grösser als das erste Viertel, während sich die Differenz im Industriesektor auf 61 Prozent belief. Die geringsten Lohnunterschiede fanden sich im Baugewerbe mit 34 Prozent und im Wirtschaftszweig „Herstellung von Holzwaren, Papier und Druckerzeugnissen“ mit 35 Prozent. Am höchsten waren die Lohnunterschiede in der Land- und Forstwirtschaft mit 111 Prozent sowie im Wirtschaftszweig „Verwaltung von Unternehmen, Unternehmensberatung“ mit 92 Prozent. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern mit 86 Prozent. Die tiefsten Bruttomonatslöhne des 1. Quartils fanden sich in der Land- und Forstwirtschaft mit  2611 Franken und im Gastgewerbe mit  3690 Franken. Am höchsten fielen die Bruttomonatslöhne des 3. Quartils bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit  12'579 Frankenund im Wirtschaftszweig „Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung“ mit  11'615 Franken aus.

Medianlohn steigt in der Industrie stärker

Überdurchschnittlich entwickelte sich seit 2008 der Bruttolohn im Industriesektor. Mit einem Plus von 9.1 Prozent nahm er in diesem Sektor deutlich stärker zu als im Dienstleistungssektor, wo der Medianlohn im selben Zeitraum eine Zunahme um 3.1 Prozent verzeichnete. Im Landwirtschaftssektor lässt sich eine Veränderungsrate aufgrund der geringen Fallzahlen im Jahr 2008 nicht berechnen. Den stärksten prozentualen Lohnanstieg verzeichnete seit 2008 der Wirtschaftszweig „Herstellung von chemischen Erzeugnissen, Glas-, Keramikwaren“ (+21.1 Prozent). Ebenfalls deutlich wuchsen die Medianlöhne in den Wirtschaftszweigen „Private Haushalte“ (+17.5 Prozent) und im Gesundheitswesen (+12.9 Prozent). Die geringste Zunahme ergab sich im Wirtschaftszweig „Wohnungswesen; Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“ (+0.4 Prozent). Im Wirtschaftsbereich „Erziehung und Unterricht“ verringerte sich der mittlere Bruttolohn von 2006 bis 2016 sogar um 2.6 Prozent.


Was ist der Medianlohn?

Der Medianlohn gibt an, dass die eine Hälfte der Beschäftigten einen monatlichen Bruttolohn erhielt, der über diesem Wert lag, die andere Hälfte einen darunterliegenden. Im Gegensatz zum arithmetischen Mittel wird der Median weniger von extrem hohen oder tiefen Löhnen beeinflusst. Der Median ist dadurch robuster gegenüber sogenannten Ausreissern. Beim Bruttolohn handelt es sich um den Lohn vor Abzug der Steuern und der Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen. Um verschiedene Arbeitspensen vergleichen zu können, wird der Bruttolohn auf einen Beschäftigungsgrad von 100 Prozent hochgerechnet. Der 13. Monatslohn sowie unregelmässige Sonderzahlungen (wie z.B. Boni) werden dabei anteilsmässig eingerechnet.

(pd)

19. Mai 2020 / 09:07
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