• ZFS, ZUERICH VERSICHERUNG, ZURICH VERSICHERUNG, ZURICH FINANCIAL SERVICES, VERSICHERUNG, VERSICHERUNGEN, VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN, VERSICHERUNGSGRUPPE, VERSICHERER,
    Zurich zahlt in einigen Fällen nur einen Solidaritätszuschlag.  (WALTER BIERI)

Liechtensteiner Gastrobetriebe mit 7000 Franken abgespeist

Der Versicherungskonzern Zurich hat Schadenszahlungen wegen der Corona-Krise angekündigt. Die Beträge sind zum Teil aber gering, wie zwei Gastronomen in Liechtenstein berichten.

Die Zurich Insurance Group hat Schadenszahlungen aus Kulanz wegen der Coronavirus-Krise angekündigt. Konzernchef Mario Greco kündigte an: «In der Schweiz erhalten über 90 Prozent der bei Zurich versicherten Gastrobetriebe mit einer Epidemie-Versicherung die volle Pandemie-Deckung.»  Die anderen Betriebe erhielten Kulanzzahlungen aus dem Zurich-Solidaritätsfonds, sagte der Versicherungsmanager weiter.

Auch bei Prämienzahlungen, die nicht rechtzeitig eingingen, wolle sich der Konzern von seiner Sonnenseite zeigen. «Falls nötig, geben wir unseren Kunden mehr Zeit», kündigte Greco zudem an. Es gebe Rabatte und andere Vergünstigungen. «In der Schweiz gewähren wir meist einen Zahlungsaufschub, auch für Mieter von Immobilien, die der Zurich gehören. Zudem versenden wir keine Mahnungen und verzichten auf Betreibungen», hiess es weiter.

Aus Kulanz 5000 Franken statt den vollen Schaden
Für zwei Gastronomen in Liechtenstein wirkt die Ankündigung von Greco wie ein leeres Versprechen. «Der Betrag von 5000 Franken stimmt bei mir in keiner Weise mit den Aussagen von Herrn Greco überein», wie Rita Landis als Betreiberin des «Bergstübli» in Liechtenstein erklärt.  Sie fragt, sich warum sie für die 10 Wochen, in denen sie ihren Betrieb in Steg schliessen musste, nicht die volle Deckung ausbezahlt bekommt – trotz Epidemieversicherung. Sie sei auf insgesamt 80 000 Franken Betriebsausfall versichert.

Ähnlich geht es dem Wirte-Ehepaar Klösch, die das Bergrestaurant Sareis im vergangenen Dezember übernommen haben. Auch ihnen wurde lediglich der Kulanzbetrag angeboten. Die Zurich lehnt es ab, den Schaden zu bezahlen, wenn ein sogenannter Versicherungsausschluss für eine Pandemie besteht. Die Schäden seien so umfangreich, dass kein Privatunternehmen die Mittel habe, diese ohne staatliche Unterstützung zu schultern. So lautet die Position der Zurich. Auf freiwilliger Basis wird jedoch ein sogenannter Solidaritätsbeitrag in der Höhe von 7000 Franken ausbezahlt. Insgesamt rechnet der Zurich-Konzernchef mit Schadenforderungen bis Ende Jahr von rund 750 Millionen Dollar. Die grössten Forderungen beträfen Betriebsunterbrechungen bei Firmen,  was den Konzern vor allem in Europa viel Geld kosten wird, wie Greco befürchtet. (dal)

29. Mai 2020 / 09:53
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Aktuell
09. Juli 2020 / 04:29
09. Juli 2020 / 03:18
09. Juli 2020 / 01:47
09. Juli 2020 / 00:30
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Citytrain
Zu gewinnen 1 x 2 Familientickets
16.06.2020
Facebook
Top