• Uni Liechtenstein, Vaduz
    FOTO©RIGHT: TATJANA SCHNALZGER  (Tatjana Schnalzger)

Die Hälfte der Studenten bleibt

Zum ersten Mal hat die Universität Liechtenstein eine Auswertung darüber vorgenommen, wohin es ihre Studenten nach der Lehrzeit zieht. Dabei zeigt sich, dass rund ein Viertel in Liechtenstein bleibt und ein Viertel im Rheintal. Für den Uni-Rektor ist das sehr positiv.

Immer wieder betonen Vertreter der Universität Liechtenstein die Bedeutung ihrer Hochschule. Nun liegt erstmals eine Auswertung vor, welche den Stellenwert der Universität für die heimische Wirtschaft unterstreicht. So hat die Universität eine Umfrage bei ihren Absolventen gestartet, an der über 88 Prozent der Alumni teilgenommen hatten. Die Teilnehmer der Umfrage gaben dabei an, wo sie nach dem Abschluss ihres Studiums einer Arbeit nachgehen. So zeigte sich, dass 26 Prozent der Absolventen nach ihrem Studium dem Land Liechtenstein treu bleiben – zumindest arbeitstechnisch. Weitere 22 Prozent bleiben im Alpenrheintal. Damit bleibt unter dem Strich immerhin die Hälfte der Studenten auch nach dem Studium in der Region (siehe Grafik).


Studenten als Botschafter
«Es ist sehr erfreulich, dass es uns gelingt, dem Wirtschaftsraum Liechtenstein/Alpenrheintal eine so hohe Anzahl an hervorragend qualifizierten Absolventinnen und Absolventen als Mitarbeitende zur Verfügung stellen zu können», freut sich der interimistische Rektor der Universität, Peter Staub. Das spreche für die enge Beziehung zwischen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Universität. Auch der Tatsache, dass aber trotzdem die Hälfte der Absolventen die Region verlässt und ihr Glück in der restlichen Schweiz oder dem EWR- und EU-Raum sucht, kann Staub etwas Positives abgewinnen. «Das zeigt , dass unsere Absolventinnen und Absolventen nicht nur in Liechtenstein und der Region, sondern auch in anderen sehr attraktiven Arbeitsmärkten gesucht sind. Sie sind dabei auch wichtige Botschafterinnen und Botschafter für Liechtenstein und unsere Universität.»


Brain-Gain für Liechtenstein
Des Weiteren betont Staub, dass die Universität Studierende und in der Folge neue Arbeitskräfte anziehe. «Wir haben einen Pull-Effekt», so der Rektor. So seien in der konsekutiven Lehre, also in den Bachelor-, Master- und Doktoratsstudiengängen, rund zweieinhalb mehr Absolventinnen im Land beruflich tätig, als Studierende aus Liechtenstein stammen. «Man kann hier auf Neudeutsch also klar von einem ‹Brain-Gain› für Liechtenstein sprechen», so Staub weiter.  

Auf die weiteren Ziele bezüglich der Absolventen der Universität angesprochen, gibt sich Staub bedeckt. Aus seiner Sicht wäre es nicht sinnvoll, eine absolute Zahl oder einen Prozentsatz dafür festzuschreiben. «Wichtig erscheint uns, dass wir im engen Austausch mit der Politik und der Wirtschaft insgesamt die Innovationskraft des Landes stärken, indem wir in allen Leistungsbereichen – nämlich in der Lehre, Weiterbildung, Forschung und beim Wissens- und Technologietransfer – die Bedürfnisse des Landes verstehen und abdecken.» Das erhöhe die Attraktivität sowohl des Landes als auch der Universität.


Kaum Probleme, Arbeit zu finden
In der Schweiz wird nicht erfasst, wo die Studenten ein Jahr nach Studienabschluss arbeiten. Dafür hat das Bundesamt für Statistik Zahlen zum Einstieg ins Berufsleben zusammengetragen (siehe auch Chart der Woche, Seite 2). So hatte die grosse Mehrheit der Hochschulabsolventen ein Jahr nach Studienabschluss eine Erwerbstätigkeit gefunden. Die Erwerbslosenquote gemäss dem Internationalen Arbeitsamt (ILO) belief sich 2016 bei den Masterabsolventen einer universitären Hochschule (UH) auf 4,8 Prozent und bei den Bachelorabsolventen einer Fachhochschule (FH) auf 4,1 Prozent. Besonders tief (0,6 Prozent) war die Erwerbslosigkeit bei den Absolventen einer Pädagogischen Hochschule (PH). Auch findet die Mehrheit der erwerbstätigen Ab­solventen innerhalb von 12 Monaten nach ihrem Abschluss eine Beschäftigung, die ihrem Bildungsniveau entspricht: 87 Prozent der PH-Absolventen, 74 Prozent der UH-Masterabsolventen so­wie 61 Prozent der FH-Bachelor­ab­sol­venten. (ags)

24. Aug 2019 / 06:00
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