• In Bendern baut die Bendura Bank ihren Hauptsitz massiv aus.

Bendura steigert Gewinn erneut

Die in Bendern beheimatete Bendura Bank konnte im vergangenen Jahr deutlich zulegen. Unter den chinesischen Besitzern will die Bank die Präsenz in Asien weiter ausbauen. Auch für Liechtenstein gibt es Pläne.
Bendern. 

Die Bendura Bank, eine Privatbank im Besitz der an der Hongkonger Börse kotierten Citychamp Watch & Jewellery Group Ltd., erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein weiteres Wachstum und steigerte den Gewinn um sehr gute 35 Prozent auf 23 Millionen Franken. Das Ergebnis zeugt von einer breiten Ertragsbasis, wobei das positive USD-Zinsumfeld, gepaart mit einem konsequenten Kostenmanagement – das Kosten-Ertrags-Verhältnis betrug 48,5 Prozent – dem Unternehmen zugutekommt. Die verwalteten Kundenvermögen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht um 77,4 Millionen Franken gesunken und erreichten per 
Jahresende 2018 3,5 Milliarden Franken. 
Mit der kürzlich eröffneten Repräsentanz in Hongkong will die Bank ihre Marktposition aufbauen und ihre Präsenz in Asien weiter erhöhen. Mit dem Start des Erweiterungsbaus in Bendern, welcher eine Verdopplung der Mitarbeiterzahl von derzeit 145 zulässt, unterstreiche die Bendura-Gruppe das Bekenntnis zum Standort Liechtenstein, lässt sie in einem Mediencommuniqué verlauten.


Aufwand nahm wegen Ausbau zu
In einem von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten geprägten Marktumfeld blieb die Bendura Bank AG im Geschäftsjahr 2018 auf profitablem Wachstumskurs. Dabei profitierte sie einerseits vom positiven USD-Zinsumfeld und zum anderen vom seit Jahren konsequenten Kostenmanagement. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis liegt unter 50 Prozent.
Die Bendura Bank AG erhöhte ihren Bruttoertrag im Jahr 2018 um 27 Prozent auf 57,8 Millionen, was das weitere organische Wachstum beweist. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft belief sich auf 22,6 Millionen Franken und übertraf damit deutlich das Resultat aus dem Vorjahr von 
12 Millionen Franken. Neben der Ausweitung des Kreditvolumens waren vor allem die jüngsten Zinserhöhungen in den USA und die daraus erzielten Mehrerträge bei den USD-Interbankanlagen und Devisenswaps Auslöser für den Gewinnanstieg aus dem Zinsengeschäft. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft belief sich auf 
26,3 Millionen und hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 um 11 Prozent gesteigert (Vorjahr: CHF 23,7 Mio.). Der Erfolg aus Finanzgeschäften belief sich auf rund 8,1 Millionen Franken und zeigte sich damit gegenüber dem Vorjahr stabil.
Der Geschäftsaufwand betrug im Berichtsjahr 28 Millionen und ist im Vergleich zum Vorjahr (24,8 Millionen) somit deutlich angestiegen. Dies hängt einerseits mit gestiegenen Personalkosten zusammen, die sich aufgrund des Mitarbeiteraufbaus ergeben haben. Andererseits ist auch der Sachaufwand im Vorjahresvergleich um 24 Prozent auf 9,1 Millionen angestiegen. Die 
Bilanzsumme beläuft sich auf 1703 Millionen und liegt damit um 216,4 Millionen Franken unter der Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2017 (1919,3 Millionen).Das positive Geschäftsergebnis 2018 ermöglicht es der Bank, das Eigenkapital nach 
Gewinnausschüttung um rund 11,5 Millionen substanziell zu stärken. Die Gesamtkapitalquote der Bendura Bank AG beträgt zum 
Ultimo 2018 rund 23,2 Prozent (Vorjahr 21,5 Prozent). Die hohen Liquiditätsbestände machen es möglich, dass die Bank die LCR-Ratio mit 197 Prozent zum Bilanzstichtag mehr als deutlich übererfüllt (Vorjahr: 150 Prozent).


Generationenwechsel in der Geschäftsleitung
Die viertgrösste Liechtensteiner Bank, gemessen am Gewinn nach Steuern, wird in den Kalenderjahren 2019/20 erheblich in die Erweiterung ihres Bankgebäudes und in die Umsetzung der regulatorischen nationalen und internationalen Vorgaben investieren. Erfreulich ist, dass der Generationenwechsel in der Geschäftsleitung gelungen ist. Per 1. April 2019 auf eigenem Wunsch ausgeschieden ist das langjährige Vorstandsmitglied Gerhard Lackinger. Er wird sich bis zu seiner Pensionierung im Oktober 2021 ausschliesslich um die Erweiterung des Bankgebäudes und die Errichtung einer Hochgarage kummern. Die Bank sei zuversichtlich, auch im Jahr 2019 weiter profitables Wachstum zu erzielen, heisst es. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei dabei die Mitarbeiterbeteiligung (15 Prozent) am Kapital der Bank. (pd)

04. Apr 2019 / 06:00
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