«Balance schaffen zwischen Event und Erholung»

Manuel Beck ist ab August der neue «Produktentwickler Berggebiet». Im Interview spricht der junge Liechtensteiner, der siebzehn Jahre in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebte, über sein Aufgabenfeld, die eigene Motivation und seine Zeit im Nahen Osten.

Herr Beck, Sie treten ab August Ihre neue Stelle als «Produktentwickler Berggebiet» an und sind damit das neue Gesicht von Malbun. Worin bestehen konkret Ihre Aufgaben?
Manuel Beck: Auf der einen Seite ist es meine Aufgabe, die bestehenden Angebote der Leistungsträger wie Hotels, Restaurants oder auch Bergbahnen noch stärker miteinander zu verknüpfen. Andererseits geht es auch darum, Neuentwicklungen anzustossen und damit weitere Angebote für die Gäste zu schaffen. Die Innovation soll aber immer unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit vonstattengehen. Es soll eine Balance geschaffen werden zwischen Events und Erholungsgebiet. 

Woher beziehen Sie Ihre Motivation?
Es spielt natürlich eine gewisse Leidenschaft für den Alpenraum auch mit. Ich bin selber begeisterter Wanderer und Kletterer. In meiner Arbeit werde ich aber auch gut unterstützt. Ich beabsichtige eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Triesenberg, den Bergbahnen, der Gemeinde Vaduz und auch Liechtenstein Marketing, versuche Ideen einzubringen und hoffe auf deren Umsetzung.
Spielen auch Nachbargebiete eine Rolle in Ihren Überlegungen?
Wir achten auch darauf, was die anderen Berg- und Erholungsgebiete anbieten und hoffen, dass sich auch hier mitunter Möglichkeiten zur Kooperation anbieten. 

Ist Malbun denn überhaupt noch attraktiv für Sommertouristen?
Ich habe in den vergangenen Jahren vor allem einen positiven Wandel erlebt. Es sind mittlerweile viele junge Erwachsene und Familien, die übers Wochenende nach Malbun kommen. Die geschaffenen Events haben absolut zur Belebung von Malbun beigetragen. Das Eselfest ist sicher eines der grössten stattfindenden Events und sich grösster Beliebtheit erfreut. Aber auch beim Wandern sind während der Sommermonate bereits wesentlich mehr Touristen in Malbun. Aber man muss sich natürlich im Klaren sein, dass wir uns hier auf dem Land befinden und nicht in einer Grossstadt sind. Für mich persönlich besitzt die Natur an sich schon genug Anziehungskraft.  

Sie haben selber für längere Zeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gelebt. Was machten Sie denn dort?
Sehr viel (lacht). Weil mein Vater eine neue Stelle erhielt, wanderte die Familie dorthin aus. Ich bin in den VAE aufgewachsen, habe den Schulunterricht besucht und eine Hotelfachschule absolviert. Wir machten während der Sommerferien immer drei Monate Urlaub in Malbun und im Winter zwei Wochen. Aber nach 17 Jahren Abwesenheit wollte ich in meine Heimat zurück. Seit 2009 bin ich wieder im Land. An der Uni Liechtenstein habe ich ein Masterstudium absolviert. (rpm)

14. Jun 2019 / 18:46
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