• Visualisierung der Chickeria in Wangs.
    Visualisierung der Chickeria in Wangs.  (pd)

Detailriese Migros gibt Vollgas

Die Migros Ostschweiz bläst zur Wachstumsoffensive: Von Schaffhausen bis ins Bündnerland werden Millionenprojekte lanciert – auch in Triesen, Buchs und Wangs sind grössere Bauvorhaben geplant.
Vaduz/Buchs/Wangs. 

Das Jahr 2014 war für die Genossenschaft Migros Ostschweiz ein glänzendes. Rekordergebnisse fast auf der ganzen Linie konnte Geschäftsführer Peter Diethelm vor gut zwei Monaten präsentieren. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Umsatz um 1,5 Prozent auf 2,41 Milliarden Franken, der Reingewinn legte um 2,8 Prozent auf 67,2 Millionen Franken zu. Gleichzeitig verkündeten die Verantwortlichen grosse Pläne: Die Genossenschaft will in den kommenden Jahren kräftig ausbauen. Diethelm sprach von einer «aktiven Expansion», einer Wachstumsoffensive im ganzen Wirtschaftsgebiet, welches die Kantone St. Gallen, beide Appenzell, Graubünden, Thurgau, Schaffhausen, Teile des Kantons Zürich sowie Liechtenstein umfasst.

Buchs und Wangs kurz vor Start
Bis Ende 2014 konnte die Migros Ostschweiz bereits 13 Bauprojekte zum Abschluss bringen. Bis Ende 2016 sollen an 13 weiteren Standorten neue Supermärkte, MFIT-Trainingszentren sowie Chickeria-Restaurants entstehen. Dazu kommen zahlreiche Umbauten. Insgesamt investiert die Migros Ostschweiz dafür einen dreistelligen Millionenbetrag. Auch in der Region sollen noch in diesem Jahr die Baumaschinen auffahren. «Die Suche nach entsprechenden Standorten in der Region Werdenberg und Sarganserland startete vor rund anderthalb Jahren», sagt Mediensprecher Thomas Steccanella. Gefunden wurde diese an der Bahnhofstrasse in Wangs und an der Heldaustrasse in Buchs. An beiden Orten sollen bis Ende 2015 rund 190 Quadratmeter grosse Chickeria-Restaurants inklusive Drive-In eröffnet werden. Die Baugesuche wurden bei den entsprechenden Gemeinden bereits eingereicht. In Buchs wird zudem im selben Gebäude ein MFIT-Trainingszentrum untergebracht sein. Insgesamt wendet die Migros Ostschweiz für die beiden Standorte 9,7 Millionen Franken auf (Buchs: 4,5 Millionen und Wangs: 5,2 Millionen). Teurer ist Wangs deshalb, weil die Migros den Neubau aus dem eigenen Sack zahlt. In Buchs hingegen ist sie Mieterin. Das Gebäude gehört der Schaaner Tower Immobilien AG, welche auch für Umbauarbeiten zuständig ist.

Es sei nicht leicht gewesen, diese beiden Standorte zu finden, sagt Mediensprecher Steccanella: «Für Chickeria-Restaurants beispielsweise eignen sich in erster Linie Standorte an stark frequentierten Lagen, die gut sichtbar und einfach zu erreichen sind.» In Sachen Chickeria-Restaurants befindet sich die Migros Ostschweiz zudem noch in der Aufbauphase.  Bis jetzt existieren diese erst in Kreuzlingen, Pfungen und Chur. Doch das Schnellverpflegungsformat für Pouletspezialitäten entwickelte sich erfreulich. «Die Chickerias erfreuen sich grosser Beliebtheit und die Stammkundschaft wächst stetig», bekräftigt Steccanella. In einem ersten Schritt gehe es der Migros Ostschweiz darum, das  noch junge Gastronomieformat weiter am Markt  zu etablieren. Zusammen mit den sechs Betrieben der Gemeinschaftsgastronomie erwirtschafteten die Chickerias im vergangenen Jahr einen Umsatz von 122 Millionen Franken. Die sechs bereits vorhandenen MFIT-Trainingszentren kamen zusammen auf rund 38 Millionen Franken Umsatz.

In Triesen noch Warten angesagt

Wesentlich harziger gestaltet sich hingegen die Expansion nach Liechtenstein. Die Familie Heidegger will auf dem Sonnen-Areal in Triesen ein neues Dienstleistungszentrum errichten, in das die Migros als Schlüsselmieterin Einzug halten will. Geplant ist ein 1500 Quadratmeter grosser Supermarkt mit Restaurant und Melectronics-Fachgeschäft. Die Umsetzung des Projekts wäre gleichzeitig eine Premiere: Es wäre das erste Mal, dass die Migros mit eigenen Verkaufsflächen in Liechtenstein präsent sein würde. Bisher ist der Detailriese nur über die sogenannte Migros Partner-Filialen in Schaan, Rugell und Balzers im Land vertreten.

Ursprünglich war die Fertigstellung des Dienstleistungszentrums für Juni 2016 geplant, die Bauzeit beträgt etwa 18 Monate. Doch dieser Termin muss mit grosser Wahrscheinlichkeit nach hinten geschoben werden. Das Baubewilligungsverfahren läuft zwar bereits, noch sind aber Einsprachen hängig. Mediensprecher Steccanella wagt deshalb auch keine Prognose, wann mit den Bauarbeiten begonnen wird. Am Projekt in Triesen hält der Detailhändler jedoch unvermindert fest: «Unser Bestreben ist es, in Liechtenstein ebenso stark präsent zu sein wie im übrigen Wirtschaftsgebiet, beziehungsweise unser Angebot dort ebenso zu verdichten wie in den anderen Regionen», so Steccanella. (hoy)

23. Mai 2015 / 07:02
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