Spital-Areal: Vaduz überlegt die Optionen

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der künftigen Nutzung des heutigen Spital-Areals.

Die Zukunft des Landesspitals ist schon seit geraumer Zeit geklärt. Am 24. November votierte das Stimmvolk mit einem Ja-Anteil von 56,2 Prozent für einen Neubau auf dem ehemaligen «Wille-Areal» in Vaduz. Sollte der Zeitplan eingehalten werden, wird das 72 Millionen Franken schwere Projekt im Jahr 2025 fertiggestellt sein. Bis dahin werden die Patienten weiter am bisherigen Standort behandelt.

Doch was geschieht mit der heutigen Heimat des Landesspitals nach erfolgtem Umzug? Bereits am 9. September 2019 hat der Vaduzer Gemeinderat einen wichtigen Entscheid gefällt: Sofern einem Neubau an der Urne der Segen erteilt wird, soll der Baurechtsvertrag zwischen der Gemeinde als Eigentümerin und der liechtensteinischen Landesspital-Stiftung als Baurechtsnehmerin aufgelöst werden – und zwar auf jenes Datum hin, an dem sämtliche Bauten auf dem betreffenden Grundstück «auf Kosten der Baurechtsnehmerin rückgebaut, die Oberfläche begradigt und die Grundstücksfläche humusiert und angesät sind», wie es im Sitzungsprotokoll heisst. Eine Verwendung des Spitalbaus in der heutigen Gestalt, das zeigt die einstimmige Beschlussfassung, ist für den Gemeinderat keine Option.

Einen Überblick darüber, wie das Areal stattdessen künftig genutzt werden könnte, soll nun eine Arbeitsgruppe erarbeiten, die vom Gemeinderat in der Sitzung vom 21. Januar eingesetzt wurde. Zudem soll sie die verschiedenen Möglichkeiten bewerten und Vorschläge formulieren. Mitglieder der sechsköpfigen Gruppe sind Bürgermeister Manfred Bischof, die Gemeinderäte Philip Thöny, Josef Feurle und Stefanie Hasler, der stellvertretende Leiter für Hochbau Harald Gassner und Liegenschaftsverwalter Martin Laukas.

Rückbau voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020

Wie Spitaldirektorin Sandra Copeland auf Anfrage ausführt, wird der Rückbau des Landesspitals an seinem heutigen Standort im zweiten Halbjahr 2025 erfolgen. «Dies», ergänzt sie, «unter der Bedingung, dass im Projekt keine grösseren Verzögerungen auftreten werden.» 

Die heutige Heimat des Roten Kreuzes auf dem Spital-Areal, für die das LRK seinerseits einen Baurechtsvertrag mit der Gemeinde unterzeichnete, könnte dann theoretisch schon rückgebaut sein. Schliesslich wird das LRK bereits im Herbst 2020 an die Wuhrstrasse umziehen. Im Falle eines Spital-Rückbaus 2025, meint Copeland hierzu, erscheine es ihr aber als ideal, entsprechende Koordinationen vorzunehmen. (bo)

06. Feb 2020 / 07:00
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