• Fastenopfer in Triesen
    Stiftungsräte von «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» sowie Stefanie Bargetze, Flavio Pichler und Christian Matt (Mitte, v. l.), stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen der Oberschule Triesen.  (Daniel Schwendener)

«Ungleichheit nicht hinnehmen»

Die Stiftung «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» unterstützt dieses Jahr sechs Hilfsprojekte. Mit dabei sind auch die zweiten Klassen der Oberschule Triesen, die sich im Rahmen der Jugendaktion «föranand» für Waisenkinder in Tansania einsetzen.
Vaduz. 

«Wir freuen uns, den Solidaritätsgedanken ‹föranand› bereits zum vierten Mal mit jungen Menschen weiterzutragen», sagte Stiftungsratspräsident Werner Meier an der gestrigen Medieninformation in der Aula der Oberschule Triesen. «Wenn es darum geht, sich für diejenigen einzusetzen, denen es nicht so gut geht, ist es von enormer Wichtigkeit, junge Leute mit an Bord zu haben.» Denn Mitte des vergangenen Jahres waren laut Stiftungsratsmitglied Waltraud Schönenberger weltweit 68,8 Millionen Menschen auf der Flucht. «52 Prozent dieser Flüchtlinge waren Kinder – neun von zehn leben in Entwicklungsländern.» Mit dem Jugendprojekt «föranand» sensibilisiere man junge Erwachsene nicht nur für Menschen in Not, sondern sporne sie vor allem dazu an, «Ungleichheit und Ungerechtigkeit in der Welt nicht einfach so hinzunehmen, sondern sich aktiv für Betroffene einzusetzen», so Schönenberger. 

Benefizabend von Oberschülern für Tansania
«Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Kinder in Tansania eine Familie haben und zur Schule gehen dürfen», sagte Oberschülerin Stefanie Bargetze. Das HIV-Virus grassiere nach wie vor weltweit, ganz besonders jedoch in Afrika, südlich der Sahara. «Darunter leiden Kinder am stärksten, denn neben den Folgen der Krankheit stehen sie oft hilflos dem Zerfall ihrer Familie gegenüber.» Mit verschiedenen Projekten in Tansania wollen sie die Lebenssituation der Waisenkinder verbessern. «Durch Patenschaften ist es beispielsweise möglich, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben dürfen, wo sich Verwandte und Nachbarn um sie kümmern und sie die Grundschule besuchen können», erklärte Christian Matt von der Oberschule. Ausserdem soll für alles Notwendige wie Seife, Schulhefte und -uniformen, Schuhe und Solarlampen gesorgt werden. Durch Renovierungen von desolaten Lehmhütten oder mit Neubauten könne man zudem der sehr schlechten Wohnsituation vieler Waisen und deren Familien entgegenwirken, fügte Schüler Flavio Pichler an.

Mit einem Benefizabend, der unter dem Motto «OST goes Tansania» steht, werden sie am Donnerstag, 11. April, um 19 Uhr, die Oberschule in ein Dorf in Tansania verwandeln und mit einem Markt, verschiedenen Köstlichkeiten, afrikanischem Tanz und Musik Spenden für die Jugendaktion «föranand» sammeln.

Nachhaltige Projekte zum Schutz der Menschenrechte
Tansania ist aber nur eines von sechs Projekten, das «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» in diesem Jahr unterstützt. Weiters soll die Landbevölkerung Bangladeschs durch den Bau von Sammeltanks mit sauberem Wasser versorgt und die Ernährungssicherheit in Haiti verbessert werden. Alle Projekte seien nachhaltig und würden zur Steigerung der Lebensqualität der Empfänger beitragen, erklärten die Stiftungsratsmitglieder. Der Schutz der Menschenrechte von verletzlichen Gruppen und Minderheiten seien ihnen stets ein zentrales Anliegen. Deshalb werden auch in diesem Jahr Projekte gestärkt, die auf die Förderung von Frauen (Südafrika) oder die Wahrung der Rechte von Indigenen (Brasilien) abzielen. «Das erfolgreiche Spendenergebnis von 194 000 Franken im letzten Jahr hat uns erlaubt, alle sechs ausgewählten Projekte sowie zusätzlich ein Nothilfeprojekt von ‹Ärzte ohne Grenzen› in Jemen zu fördern», sagte Andrea Hoch. Da die humanitäre Katastrophe dort auch nach vier Jahren Krieg immer noch prekär sei, würden «Ärzte ohne Grenzen» auch in diesem Jahr unterstützt. «Kontinuität ist uns wichtig, auch in Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen», sagte das Stiftungsratsmitglied. Deshalb vertraue «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» auf bewährte und erfahrene Hilfswerke und setze sich für Projekte ein, hinter denen Menschen und Organisationen stehen würden, denen die Stiftung aufgrund enger Kontakte das volle Vertrauen schenke. (bc)

11. Mär 2019 / 21:27
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