• Little puppy is hiding under cupboard
    Die zeitliche Einschränkung des Feuerwerks hilft Tierhaltern, sich auf Silvester vorzubereiten.  (hidako)

Tiere wohlbehalten durch Silvester führen

Das neue Jahr wird vielerorts wieder mit einem Feuerwerk angekündigt. Bei manchen Vierbeinern sorgt diese Tradition für Stress. Der Tierschutzverein empfiehlt, die Rollladen runterzuziehen und Musik anzumachen.

An gewissen Tagen herrscht Ausnahmezustand, dazu gehört auch Silvester. Häufig wird das neue Jahr mit lauten Knallen eingeläutet, doch insbesondere Haus- und Wildtiere hadern mit dem Lärm. Deshalb appellierte kürzlich unter anderem die Landespressestelle Vorarlberg in einer Mitteilung dazu, dass Feuerwerk räumlich und zeitlich zu begrenzen. Auf Anfrage bestätigt die Information und Kommunikation der Regierung (IKR), dass vonseiten der Liechtensteinischen Behörden – soweit ihnen bekannt – keine solche Meldung geplant sei.

Tierschutzverein empfiehlt: Rollladen runter, Musik an

Um die Vierbeiner ohne Stress durch Silvester zu bringen, empfiehlt Jeanette Schmid, stellvertretende Leiterin des Tierschutzvereins, die Rollladen runterzulassen und zur Überdeckung des Feuerwerklärms den Radio oder Fernseher einzuschalten. Wer am 31. Dezember mit dem Hund spazieren geht, sollte ihn stets an der Leine führen und bestimmte Stellen meiden. Katzen sollen falls möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. «Die Tiere müsen sich behutsam an den Lärm gewöhnen. Es hilft ihnen, wenn man dabei selbst ruhig bleibt», meint die Tierpflegerin. «Besitzer kennen ihre Schützlinge und können die Situation am besten einschätzen.» Wenn Schwierigkeiten auftreten oder die Vierbeiner besonders empfindlich auf das Feuerwerk reagieren, solle man vorbeugend einen Tierarzt aufsuchen. Dieser könne allenfalls Beruhigungsmittel verabreichen.

«Manche Tiere reagieren auf die Lichter. An Silvester ist aber vor allem der Lärm ein Problem», erläutert der Tierschutzbeauftragte Martin Hilti, der als Tierarzt per Ende Jahr in Pension geht. «Es hängt allerdings stark vom Wesen ab.» Hilti zufolge wäre den Tierhaltern sehr geholfen, wenn man das Feuerwerk auf den Zeitpunkt um Mitternacht herum beschränkt und nicht den ganzen Tag zündet. «Auf diese Weise kann man sich besser darauf einstellen und dementsprechend planen, wann man mit dem Hund rausgeht oder ihm Tabletten verabreicht.»

Freinacht erlaubt Feuerwerke an Silvester

Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die Gesetzeslage. Wie Peter Elkuch, Pikettchef der Landespolizei, ausführt, gehört Silvester zu den sogenannten «Freinächten». An diesen lassen die Gemeindereglemente einen gewissen Spielraum zu, was die Nachtruhe betrifft. Insofern sind dann auch die Behörden toleranter. «Uns ist im Land keine Stelle bekannt, wo aktuell ein Feuerwerksverbot besteht», berichtet er und ergänzt, dass im Umgang mit Knallkörpern eine besondere Vorsicht gelte.

Für den Verkauf von Feuerwerkskörpern ist eine Bewilligung der Landespolizei notwendig. Unter bestimmten Anforderungen, wozu beispielsweise eine richtige Lagerung gehört, wird diese jeweils für ein Jahr ausgestellt. Allerdings erlaubt sie den Handel bloss sieben Tage vor den folgenden Veranstaltungen bis zu ihrem Stattfinden: Funkensonntag, 1. August, Staatsfeiertag und eben Silvester. «Auf diese Weise wird das Feuerwerk eingeschränkt», erläutert Elkuch. Zudem führe die Landespolizei bei den Händlern mit einer Bewilligung regelmässig Kontrollen durch, um die Einhaltung der Vorgaben zu gewährleisten.

Vor drei Jahren hatte sich , angeführt von Norbert Kindle aus Triesen und weiteren Hundehaltern, im Land eine Interessensgruppe formiert, welche mit einem Schreiben an die Regierung die Feuerwerke im Land verbieten beziehungsweise zumindest einschränken wollte. Beteiligt waren der Tierschutzverein, die Jägerschaft und der Verein Silberner Bruch. Seither herrscht auf politischer Ebene scheinbar Stillschweigen. Insofern sind Feuerwerkliebhaber und Tierfreunde gefordert, gemeinsam einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Seiten wohlbehalten ins neue Jahr rutschen. (gk)

31. Dez 2018 / 08:00
Geteilt: x
1 KOMMENTAR
Und das Gebelle!?
Und wer schützt uns vor Nachbarn mit Hunden, welche ganze Sonntage ununterbrochen im Garten bellen? Auch das erzeugt Stress und ruiniert ganze Wochenenden. Dann muss auch hier ein Gesetz geschaffen werden betr. Lärmverschmutzung durch Hund. Aber wir wollen doch nicht schon wieder Gesetze, welche wieder einschränken. Also sollen auch die Hundehalter etwas toleranter sein und gut ist.
lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet 31.12.2018 Antworten Melden

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