• Auslöser des Ausfalls waren Modernisierungsarbeiten am Netzwerk, wie die Telecom Liechtenstein in einem Schreiben mitteilte.

Telecom Liechtenstein sorgt für turbulenten Sonntag

Am Sonntagvormittag meldete FL1 eine «Grossstörung» – das FL-Netz war so gut wie lahmgelegt. Die Notrufnummern funktionieren wieder, Arbeiten dauern aber noch an.

Beim letzten Telefongespräch der «Vaterland»-Redaktion am späten Sonntagabend sagte Matthias Bieber, dass es bei den Technikern der Telecom Liechtenstein noch immer ziemlich turbulent zu und her gehe. Wie der Kommunikationsverantwortliche mitteilt, arbeiten die Fachleute nach wie vor an der weiteren Stabilisierung von einzelnen Services. 
Ab 10.20 Uhr kam es gestern zu einem grossflächigen Ausfall der FL1-Dienste. Betroffen waren das gesamte Festnetz, Datendienste, sprich das Internet, sowie der mobile Service, also die Mobiltelefone mit einer liechtensteinischen Nummer. Fatal: Entsprechend konnten über diese Kanäle in Liechtenstein also auch keine Notfallnummern angewält werden.  Die Landespolizei reagierte und richtete eine Notfallnummer ein, die über das Schweizer Netz funktionierte. Für alle, die zu Hause nur über Festnetz verfügen oder ein Handy im FL-Netz haben, erhöhte die Polizei die Patrouillientätigkeit. Zudem wurden alle Feuerwehrposten in Liechtenstein besetzt, damit in dringenden Fällen Hilfe vor Ort  angefordert werden konnte. Wie Pikett-Chef Andreas Schädler auf Anfrage sagte, habe es gestern glücklicherweise keine dringenden Notfälle gegeben, alles sei reibungslos abgelaufen. Dennoch sei es «ärgerlich», wie er sagte. Schliesslich ist es auch nicht der erste Ausfall, den die Telecom Liechtenstein AG zu vermelden hat. Die letzte Grossstörung gab es im Juni vergangenen Jahres, als bei einem Brand in Planken weder die Polizei noch die Feuerwehr erreicht werden konnte. Zwar passierte gestern  kein solches Unglück, dennoch ist diese Telefonie-Misere auch für Matthias Biber «sehr bedauerlich». 

Modernisierungsarbeiten führten zu Netzausfall
Auslöser des Ausfalls waren Modernisierungsarbeiten am Netzwerk, wie die Telecom Liechtenstein am Abend in einem Schreiben mitteilte. Beim Abschluss der geplanten Arbeiten sei es aus noch ungeklärten Gründen zu einem Defekt bei der Hardware-Kkomponente gekommen und dadurch zu «Instabilitäten in den nachgelagerten Systemen». Eine entsprechende Analyse sei sofort in die Wege geleitet worden und Schritt für Schritt hätten die Techniker den Service wiederhergestellt. «Die Telecom Liechtenstein bedauert diesen Ausfall sehr und entschuldigt sich bei ihren Kunden», schreibt sie in ihrer Mitteilung. Die vorgenommenen Umbauarbeiten seien Teil des 2016 begonnenen umfassenden Netzmodernisierungsprogrammes, das die Leistungsfähigkeit erhöhen soll. Bis Mitte dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 
Trotz bestmöglicher Vorbereitung bestehe ein Restrisiko. Daher führe die Telecom Liechtenstein solche Arbeiten regelmässig an Wochenenden und zu Nachtzeiten durch. Auch Mathias Maierhofer, Vorsitzender der Geschäftsleitung, versichert, unmittelbar nach der Problembehebung eine eingehende Analyse zu veranlassen.  (bfs)

26. Mär 2018 / 07:00
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