• 25 Jahre Gleichberechtigung, Gamprin-Bendern
    Linda Märk-Rohrer, Forschungsbeauftragte Politikwissenschaft am Liechtenstein-Institut zeigte Chancen und Möglichkeiten für Liechtenstein auf.  (Tatjana Schnalzger)

«Rollenbilder müssen aufgebrochen werden»

Am zweiten Vortragsabend am Liechtenstein-Institut zum Thema «25 Jahre Gleichberechtigung» wurde uber Rollenbilder und Arbeitsteilung gesprochen. Zum Schluss entfachte eine angeregte Disskusionsrunde.
Gamprin. 

Der Horsaal des Liechtenstein- Instituts in Gamprin war gut be- sucht und dies mehrheitlich von Frauen. Die Referentin Linda Mark-Rohrer, Forschungsbeauftragte Politikwissenschaft des Instituts, erklarte als erstes, dass ihre Mitreferentin Gundula Ludwig am heutigen Abend krankheits- bedingt nicht teilnehmen konne. Sie ubernahm ihren Part und stieg mit einem theoretischen Block ein. Dabei wurden Aspekte auf- gezeigt, wie die Trennung der Gesellschaft in eine offentliche und eine private Sphare aussieht. Zusatzlich wurde die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern und deren Bedeutung fur die Gleichberechtigung von Frauen und Mannern beleuchtet.

Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung
«Der Mann gilt auch heute noch als der Familienernahrer und die Frau als Hausfrau und Mutter», sagte Linda Mark-Rohrer und zeigte Zahlen auf, die von ihrer Mitreferentin stammen. In Deutschland gibt es einen kontinuierlichen Anstieg der Frauenerwerbsquote, aber keine wesentlichen Veranderungen in der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung. «Frauen in Deutschland bringen im heutigen Zeitalter 2,4 mal mehr Zeit fur Care-Arbeit und 1,6 mal mehr Zeit fur Haushaltsarbeit auf als Manner.» Mark-Rohrer prasentierte auch die Zahlen aus Liechtenstein. Ei- ne Statistik aus dem Jahr 2010 zeigt, dass 44 Prozent der Frauen in Liechtenstein erwerbstatig sind und 49 Prozent Teilzeit arbeiten. Zu beobachten sei heute eine zu- nehmende Erwerbstatigkeit der Frauen in Liechtenstein, aber das landlich-konservative, katholische Weltbild des Landes sei unter anderem ein Hemmnis. Die Referentin sieht Chancen und Moglichkeiten bei der Aufwertung un- bezahlter Arbeit durch eine Reduktion bezahlter Arbeit und neue Wohn- und Arbeitsformen.

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» vom Mittwoch, 6. September 2017.

06. Sep 2017 / 09:53
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