• Lachs
    Die Lachsprodukte wurden präventiv zurückgerufen.  (4kodiak)

Präventiv zurückgerufen

Weil Lachsprodukte der Ospelt Food AG mit Listerien belastet waren, kam es zu einem Rückruf. Welche Gesundheitsgefahr davon ausging, können die zuständigen Behörden nicht mit Sicherheit sagen.
Bendern. 

Mehrere Lachsprodukte, die von Coop, Migros, Volg, Prima-Läden und TopShop-Geschäften verkauft wurden, könnten gesundheitsgefährdende Listerien enthalten. Dies hat die Zulieferfirma Ospelt Food AG bei internen Kontrollen festgestellt. Aus Sicherheitsgründen sollen Kunden die Produkte nicht konsumieren und sie in eine Verkaufsstelle zurückzubringen. Die Detailhändler nahmen sie aus ihren Regalen, der Rückruf stellt sich jedoch als Präventivmassnahme heraus. Womöglich waren die Produkte wie geräucherter Lachs, Canapé und Lachstatar nur geringfügig belastet. «Die Ergebnisse der regelmässigen Proben in den Märkten durch die zuständigen kantonalen Behörden haben ergeben, dass unsere Lachsprodukte jederzeit einen Wert von weniger als 10 koloniebildende Einheiten pro Gramm aufgewiesen haben», erklärt Ruedi Burkhalter als Mitglied der Geschäftsleitung der Ospelt Food AG in Sargans. Sie ist ein Standort der Liechtensteiner Ospelt Gruppe. Der zulässige Grenzwert im Markt liegt bei Lachsprodukten bei 100 koloniebildenden Einheiten pro Gramm.  «Menschen reagieren sehr individuell auf Produkte. Aus diesem Grund können wir auch nicht sagen, ab welchem Wert eine mögliche Gesundheitsgefährdung vorliegt», erklärt Stefan Kunfermann als Mediensprecher des Schweizer Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. 

Gesundheitsgefahr lässt sich nicht ausschliessen
Kantonschemiker Pius Kölbener vom zuständigen Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in St. Gallen erklärt auf Anfrage: «Wir empfehlen die betroffenen Lachsprodukte nicht mehr zu konsumieren, sondern an die Verkaufsstelle zurückzubringen. Mit einer Gesundheitsgefährdung muss beim Konsum gerechnet werden. Denn zum jetzigen Zeitpunkt ist unsicher, wie stark die einzelnen Chargen belastet sind. Auch wie viele genau betroffen sind, können wir noch nicht genau sagen. Es sind aber zahlreiche.»

Das Bakterium, welches in der Natur fast überall vorkommt, löst eine Infektionskrankheit aus. In der Schweiz werden jährlich bis zu 80 Fälle gemeldet. Die Inkubationszeit könne bis zu 70 Tage betragen. In der Regel vergehen von der Ansteckung bis zum Ausbrechen wenige Stunden bis zu sechs Tage. Bei Personen mit normalen Abwehrkräften verläuft die Infektion laut Schweizer Bundesamt für Gesundheit meistens milde, als fieberhafte Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen oder Durchfall. Oft treten auch gar keine Symptome auf. «Der Schutz der Konsumenten ist das höchste Gut», sagt Burkhalter von Ospelt Food weiter. Aktuell laufen alle notwendigen Massnahmen im Werk in Sargans. Die Fortführung der Produktion von Lachsprodukten erfolge in enger Abstimmung mit den zuständigen kantonalen Behörden. Regelmässige, engmaschige mikrobiologische wie auch sensorische Analysen gehörten bei Ospelt selbstverständlich dazu. «Die Sorgfalt im Umgang mit Lebensmitteln gehört zu unseren Kernprinzipien», betonte Burkhalter weiter. Es seien nur diese Lachsprodukte vom Standort Sargans betroffen, aber keine anderen Bereiche und keine anderen Produkte. (dal)

11. Mär 2019 / 21:31
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