• Wagenbau
    Im nächsten Jahr gelten für Wagenbaugruppen einige neue Regeln.  (Daniel Schwendener)

Neues Reglement erhitzt die Gemüter

Ab dem kommenden Jahr gelten für mehrere Fasnachtsumzüge – unter anderem in Schaan und Vaduz – neue Regeln. Während diese bei Mitgliedern von Wagenbaugruppen für Unverständnis sorgen, finden es andere lobend, dass endlich etwas unternommen wird.
Vaduz. 

Die Veranstalter der Fasnachtsumzüge aus Oberriet, Gams, Schaan, Vaduz und Wartau wollen die Entwicklung der regionalen Umzüge in neue Bahnen lenken. Deshalb haben sie gemeinsam ein Reglement für die Wagenbaugruppen ausgearbeitet, das ab 2018 zur Anwendung kommt. Diese Neuerungen erhitzten die Gemüter und sorgten auch auf «Facebook» für reichlich Diskussionsstoff.

Von Jahr zu Jahr mehr Vorschriften
«Alles, was cool, gut, lustig und Stimmung bringt, wird verboten. Nur, weil einer keinen Humor versteht!», klagte eine Facebooknutzerin. Einige fanden, dass ihnen durch die Neuerungen schon die Vorfreude auf die Fasnacht «vermiest» werde, und dass die neuen Regeln völlig übertrieben und nicht durchdacht seien. Und ein Weiterer meinte, man solle die Fasnacht doch ganz abschaffen, wenn man schon soweit sei, nicht mehr mit Musik feiern zu dürfen. Tobias Eberle vom Barwagen «Strabutz» erklärte gegenüber dem «Vaterland», dass er es zwar verstehe, dass es Vorschriften gebe: «Aber die vielen Regeln machen es für uns immer schwieriger, die Fasnachtskultur entsprechend zu pflegen.»

Und Peter Beck sagte auf Anfrage, dass die Wagenbaugruppe «Team Mögli» wenig erfreut über die Neuerungen sei. Sie reichten laut dem Präsidenten von «für was gehen wir überhaupt noch an die Fasnacht» bis «wir gehen nicht mehr». «Jede Sache braucht eine bestimmte Dosierung, aber irgendwann ist der Hahn halt zu und deshalb überlegen wir auch, wie wir auf das neue Reglement reagieren sollen.»

«Das braucht kein Mensch an der Fasnacht»
Doch es gab auch Zuspruch für das Reglement. «Nachdem einige Wagenbauer trotz mehrfacher Aufforderung seitens der Veranstalter bisher nicht in der Lage waren, die Lautstärke ihrer Anlage zu drosseln, finde ich es okay, dass nun endlich etwas unternommen wird», meinte ein Gugger auf «Facebook». Auch eine Fasnächtlerin betonte, dass sie zwar laute Musik mag und auch gerne feiere, dass das, was aus den Wagen in den letzten Jahren geworden sei, aber nicht mehr viel mit der Fasnacht zu tun habe: Keine einfallsreichen Mottos, nur noch laute Musik, und je voller der Wagen, desto besser. Zugleich fand sie es schade, dass die Leidtragenden nun diejenigen seien, die sich beim Wagenbau grosse Mühe gegeben und auch Aussenbeschallung gehabt hätten, jedoch in «aushaltbarem» Masse. (bc)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Mittwoch.

 

20. Sep 2017 / 08:02
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
06. Dezember 2019 / 09:49
Meistkommentiert
29. November 2019 / 13:35
27. November 2019 / 21:19
Aktuell
06. Dezember 2019 / 10:44
06. Dezember 2019 / 10:25
06. Dezember 2019 / 10:03
06. Dezember 2019 / 10:00
06. Dezember 2019 / 09:49
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Pizol
Zu gewinnen 1 Saisonkarte vom Skigebiet Pizol.
vor 21 Stunden
Facebook
Top