• Winter in Malbun
    Wenn möglich soll der Skibetrieb in Malbun schon vor dem 14. Dezember aufgenommen werden.  (Archiv/Daniel Schwendener)

Malbun: Ab heute wird beschneit

Die Vorbereitungen für die Wintersaison laufen in Liechtensteins Wintersportort Malbun auf Hochtouren. Das Schneedepot ist bereits abgedeckt.

Das Skigebiet Malbun präsentiert sich bereits in einem Winterkleid. Auch wenn dieses noch dünn ist, freut der Neuschnee vom Wochenende die Verantwortlichen der Bergbahnen Mal­bun AG. Denn der Saisonstart rückt näher. Ab dem 14. Dezember soll der Skibetrieb durchgehend aufgenommen werden. «Wenn möglich starten wir schon früher», sagt der Technische Leiter Benjamin Eberle. 

Aufwand für «Snow Farming» ist gross
Erstmals in ihrer Geschichte kön­nen die Bergbahnen zum Saisonbeginn auf Schnee vom vergangenen Winter zurückgreifen. Auf Initiative des Ski Clubs Triesenberg, der im Juli mit einer Sommer-Schnee-Piste sein Jubiläum feierte, wurde bei der Talstation Täli ein Schneedepot errichtet. Das sogenannte «Snow Farming» ist aus Davos bekannt, wo in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SFL) die Langlauf­loi­pen mit Schnee aus dem vergangenen Winter präpariert werden. Zusammen mit dem Skiclub haben die Berg­bahnen Malbun den zusammengetragenen Schneehaufen mit Hackschnitzeln zugedeckt und so isoliert. Letzte Woche wurde das Schneedepot abgedeckt. Wie viel Schnee noch übrig ist, kann Benjamin Eberle schwer sagen. «Aber es ist noch etwas da und das werden wir mit den Maschinen verstossen.» Das Snow Farming sei ein Versuch gewesen und die Idee soll weiterverfolgt werden. «Allerdings sind Aufwand und Kosten sehr hoch», so Eberle. 
Dank den frostigen Temperaturen können die zehn Schneekanonen 
im Täli und die sechs Beschneiungslanzen in der Schneeflucht heute erstmals eingeschaltet werden. «In den kommenden zwei Nächten herrschen ideale Bedingungen für die Beschneiungsanlage», so Eberle. Kalte Temperaturen und eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit sind Voraussetzungen, um künstlichen Schnee zu produzieren. Ende Woche wird es jedoch aufgrund des Föhns bereits die erste Zwangspause für die Schneekanonen geben. 

Kurzfristiger Wirtewechsel bringt zusätzliche Arbeit mit sich
Neben der Schneeproduktion laufen momentan auch die letzten Vorbereitungen bei den Bahnen selbst. Der kurzfristige Wirtewechsel im Berggasthaus Sareis, welches den Bergbahnen gehört, bringt zusätzliche Arbeit mit sich, die nicht eingeplant war, da die Infrastruktur verändert werden muss. Dies ist notwendig, da der Wirt erst vor Kurzem das Handtuch geworfen hatte. Ein neues Pächterpaar aus Liechtenstein konnte bereits gefunden werden. Wer dies sein wird, darüber konnte Reto Eberle gestern noch keine Auskunft geben. Grosse Neuerungen für die kommende Skisaison in Mal­bun gibt es nicht. Die Tarife der Skipässe wurden leicht angepasst und sind um rund zwei Prozent gestiegen. Im Vorverkauf kann die Saisonkarte noch zum alten Tarif erworben wer­den. Dieser findet ab dem 23. November beim Eisplatz in Vaduz statt. (manu)

 

12. Nov 2019 / 07:00
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