• Sommerferien
    Die Klimadebatte hat noch keinen Einfluss auf das Reiseverhalten der Liechtensteiner.  (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Liechtensteiner verzichten nicht auf Flugreisen

Trotz der Klimadebatte verzichten die Liechtensteiner nicht auf Flugreisen. Dies jedenfalls der Tenor bei den Reisebüros. In diesem Sommer sind als Destinationen vor allem Spanien und Griechenland hoch im Kurs.

Die Sommerferien sind angebrochen, die Tage bis zum Urlaub werden gezählt. Obwohl die Klima-Bewegung rund um die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg dazu aufruft, Flugzeuge zu meiden und stattdessen ein umweltfreundlicheres Fortbewegungsmittel zu nutzen, lassen sich die Liechtensteiner scheinbar nicht von Flugreisen abbringen.

Zumindest haben diverse Liechtensteiner Reisebüros keine spürbare Veränderung im Reiseverhalten ihrer Kunden feststellen können. «Zug und Busreisen werden sehr selten gebucht. Wenn die Leute verreisen, dann oft mit dem Flugzeug», erklärt beispielsweise Melanie Meier, stellvertretende Geschäftsführerin des Reisebüros Traveller AG in Vaduz. Auch laut Marina Thomann-Riera, Geschäftsführerin und Inhaberin der Thomann Travel AG, ist die Anzahl gebuchter Flugreisen nicht rückläufig. «Sie sind weiterhin das beliebteste Reisemittel», sagt sie.

Rundreisen in den USA oder Badeferien in Südeuropa

Der Trend, wohin die Liechtensteiner diesen Sommer verreisen, liegt laut Angaben der Reisebüros klar bei Südeuropa. Spanien und die griechischen Inseln etwa seien im Bezug auf Pauschalreisen und Badeferien besonders beliebt. «Griechenland hat im vergangenen Jahr einen Aufschwung erlebt. In den vorhergehenden Sommerferien lag stattdessen eher Italien im Trend», so Meier.

Auf Individualreisen bezogen, hat wiederum die USA sowie der Norden Europas die Nase vorn. Dort würden Liechtensteiner vor allem Rundreisen unternehmen. Die grossen Verlierer dieses Sommers sind hingegen die Türkei, Ägypten und Sri Lanka. «Obwohl die Türkei mit den Buchungen wieder etwas angezogen hat», erklärt Meier, «sind viele Kunden immer noch zwiegespalten.» Die einen würden die tollen Angebote und das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr begrüssen, andere wiederum fürchten wegen der politisch instabilen Lage des Landes ein wenig um die Sicherheit. «Aus meiner Sicht ist es kein Problem, derzeit in die Türkei zu reisen. Doch die Entscheidung ist jedem Kunden selbst überlassen», sagt sie.

Langstreckendestinationen sind im Sommer eher weniger gefragt. Dies liegt allen voran am Wetter der jeweiligen Orte. Die beste Reisezeit für die Karibik oder auch viele Teile Asiens ist wegen der Regen- und Hurrikansaison im Winter. Die Vereinigten Arabischen Emirate wiederum stehen bei Liechtensteiner Reisenden vor allem im Frühling und Herbst hoch im Kurs. Dann sind die Temperaturen einigermassen zu verkraften. «Gegen Ende des Jahres werden die Buchungen für Reisen ausserhalb Europas wie immer zunehmen», so Meier.

Schön und nicht zu weit entfernt

Eine erste Prognose für den Sommer 2020 zeigt, dass dann immer noch Spanien und die griechischen Inseln im Trend liegen werden. Die stellvertretende Geschäftsführerin der Traveller AG kann sich dies so erklären: «Es sind sehr schöne Destinationen, für die man nicht allzu lange im Flieger sitzen muss.» Auch hätte seit vergangenem Jahr das «Glamping» zugenommen – Camping, einfach in der luxuriöseren Ausführung. (jka)

19. Jul 2019 / 16:44
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