• Langsamverkehrsbrücke zwischen Vaduz und Buchs
    Regierungsrat Daniel Risch hat eine klare Meinung zur geplanten Sperrung des Rheindamms.  (Daniel Schwendener)

«Komplettsperre ist zu weitreichende Massnahme»

Die geplante Sperrung des Rheindamms in Vaduz beschäftigt auch die Regierung. Obwohl Sache der Gemeinde, hat Regierungsrat Daniel Risch eine klare Meinung dazu.
Verkehr. 

Der Vaduzer Rheindamm bewegt die Gemüter. Soll dieser weiterhin als Umfahrungsstrasse für den Verkehr genutzt werden können oder dem Fuss- und Radverkehr vorbehalten bleiben? Der Vaduzer Gemeinderat hat diese Frage am 26. März beantwortet und sich einstimmig dafür entschieden, den Rheindamm-Abschnitt von der Oberen Rüttigasse bis zur Lettstrasse – also bis zum Stadion – für den motorisierten Verkehr zu sperren.  Dagegen hat sich eine nun eine Gruppe formiert und 340 Unterschriften gesammelt – das Komitee für einen offenen Rheindamm will den Entscheid des Gemeinderats bis zur letzten juristischen Instanz ausfechten.

Teilsperre ja – Komplettsperre Nein

Der neue Gemeinderat wird sich erneut mit diesem Thema beschäftigen müssen – der VU-Gemeinderat Josef Feurle hat bereits angekündigt, einen Wiedererwägungsantrag zu stellen. Und vielleicht kann ja doch ein Kompromiss gefunden werden? Denn im Grunde geht es hauptsächlich um den Rheindamm-Abschnitt von der Lochgasse bis zur Lettstrasse, um den auf beiden Seiten heftig diskutiert und gekämpft wird. Weniger umstritten ist der Abschnitt von der Oberen Rüttigasse bis zur Lochgasse.

Dessen ist sich auch Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch bewusst und betont: «Auch wenn es mir als Verkehrsminister natürlich ein grosses Anliegen ist, den Langsamverkehr zu fördern und unterstützen, ist für mich persönlich die komplette Sperrung des Rheindamms eine zu weitreichende Massnahme.» Eine Teilsperrung bis zur Lochgasse kann er allerdings befürworten. «Ich habe betont, dass wir für die Bewältigung des Verkehrsaufkommens die verschiedenen Verkehrsträger benötigen – und dazu gehört natürlich auch die bestehende Strasseninfrastruktur», so Risch. Allerdings weist er darauf hin, dass der Rheindammweg in diesem Berich eine Gemeindestrasse der Gemeinde Vaduz ist und die Entscheidung bei der Gemeinde liegt.

Der Verkehrsminister will damit wohl betonen, dass für den Verkehr am Ende nur eine einzige Hauptachse verbleibt, sollte der Rheindamm als Ausweichoption gesperrt werden. Und obwohl Verkehrsingenieure und der Verkehrs-Club Liechtenstein darauf verweisen, dass eine Sperre nur zu geringen Verlagerungen des motorisierten Individualverkehrs auf die Hauptstrassen führt, so gibt es eben mindestens 340 Vaduzer, die nicht daran glauben. (dv)

20. Apr 2019 / 07:30
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