• 20180913 Verleihung Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis, Hofkellerei Vaduz
    Mit dem dotierten Preisgeld wollen die Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen ihre Projekte weiter ausbauen. Bilder: Nils Vollmar  (Nils Vollmar)

Initiativen in der Palliativpflege geehrt

Drei soziale Einrichtungen, darunter auch das Hpz, wurden gestern von der Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung geehrt. Sie sind mit viel Engagement im Bereich der Palliativpflege tätig und konnten sich gegen 12 weitere Institutionen durchsetzen.
Vaduz. 

15 Organisationen aus Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Deutschland haben in diesem Jahr ihre Bewerbung für den Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis eingereicht. Diese 15 Institutionen sind allesamt in der Palliativpflege tätig. Sie begleiten Menschen, die in ihrem letzten Lebensabschnitt angelangt sind.

Anlässlich der gestrigen Preisverleihung zeichnete die Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung mit ihrer Stiftungsratspräsidentin I. D. Tatjana von Lattorff, Prinzessin von und zu Liechtenstein, jene drei sozialen Einrichtungen aus, die bei der dreiköpfigen Jury am meisten punkten konnten. Zudem wurde Martina Kern, Leiterin Alpha Rheinland,  für ihr Lebenswerk geehrt. 

Fotostrecke: Verleihung Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis, Hofkellerei Vaduz
Verleihung Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis, Hofkellerei Vaduz
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Verleihung Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis, Hofkellerei Vaduz

Preisgeld nutzen, um weiter voranzukommen

Mit dem Fürst Franz Josef von Liechtenstein Preis wurde eine Einrichtung ausgezeichnet, die bereits 1989 den Preis entgegennehmen durfte. Die CS Caritas Socialis unterstützt und begleitet Menschen am Beginn und am Ende des Lebens. Bekannt ist die Organisation für ihre spezialisierten Angebote für Demenzerkrankte. «Die erste Auszeichnung hatte uns damals ermutigt, mit der Palliative Care weiterzumachen», sagte Christine Schäfer, Vorstandsvorsitzende der CS Caritas Socialis. Die zweite Ehrung und damit der Preis in der Höhe von 50 000 Franken wird verwendet, um die Palliative Care im Bereich der Demenz weiter voranzutreiben. «An Demenz erkrankte Menschen können unter Umständen kaum noch sprechen. Wir nutzen das Preisgeld, um ein Team einzusetzen, das sowohl den Angehörigen wie auch den Betreuern beratend zur Seite steht. Dieses Team weiss, wie mit den Menschen umzugehen ist und wie man ihre Bedürfnisse verstehen und umsetzen kann», so Schäfer. 

Unter den drei Ausgezeichneten befand sich auch eine Liechtensteiner Institution: Das Heilpädagogische Zentrum konnte die Jury mit seinem seit 2009 bestehenden Projekt «Senioren plus» überzeugen. Den Bewohnern des Wohnheims Besch wird ein Daheimsein bis an ihr Lebensende ermöglicht. «Dieses Projekt ist für mich eine Herzensangelegenheit. Umso mehr freut es mich, dass wir neben den anderen hochkarätigen Einrichtungen überzeugen konnten», erzählte Rebecca Marxer Näscher, Mitglied der Geschäftsleitung. Das Hpz erhielt den Sonderpreis im Wert von 30 000 Franken. Damit werden die letzten nötigen Anpassungen in den Wohnräumen vorgenommen. In seiner Begründung führte der Stiftungsrat  der Fürst Franz Josef von Liechtenstein Stiftung aus, dass im Zuge des demographischen Wandels auch Menschen mit Behinderung älter werden und eine Zeit dementieller Erkrankung erleben: «Es handelt sich um ein kleines lokales Projekt, für eine Randgruppe, die eine dementielle Entwicklung mitmacht. Es ist konkret, nachhaltig und gut organisiert.» 

Der zweite Sonderpreis in der Höhe von 10 000 Franken ging an das Hospiz Österreich, Dachverband von rund 320 Hospiz- und Palliativeinrichtungen. «In Österreich möchte der Grossteil der Bevölkerung zu Hause sterben. Doch weniger als ein Drittel kann das tatsächlich auch», erklärte Sigrid Beyer, stellvertretende Geschäftsführerin des Verbandes. Um diesen Wunsch einer breiteren Masse zu ermöglichen, wurde das Projekt «Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Hauskrankenpflege» ins Leben gerufen. Dabei werden etwa 1400 Betreuerinnen und Betreuer geschult, wie in der mobilen Hauskrankenpflege zu agieren ist. 

Unaussprechlichem einen Namen geben 

In einem Kurzvortrag führte Martina Kern aus, wie Humor helfen kann, um mit schwierigen Themen wie beispielsweise dem Sterben umzugehen. Für Kern sei Humor eine Kraftquelle am Ende des Lebens, mit der stressige Situationen besser bewältigt und Beziehungen geschaffen werden können. «Mit Humor lässt sich auch Abstand von zu viel Betroffenheit gewinnen», so Kern. 

In einem Beispiel verdeutlicht sie ihre Ausführungen: Herr Bär hat Krebs. In einem Gespräch mit seinem Arzt möchte er herausfinden, wie lange er noch zu leben hat. Herr Bär traut sich aber nicht, die Frage direkt zu stellen. «Mit einem verschmitzten Lächeln auf dem Gesicht fragt er schliesslich, ob es sich lohne, noch einen Jahreswagen zu kaufen», so Kern. Die Antwort des Arztes: Eine günstige Occasion würde auch reichen. (jka)

 

13. Sep 2018 / 22:52
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