• Hängemättela
    Entspannend und erfrischend: Elizabeth Schädler beim «Hammocking» über dem Valünabach in Steg.  (Jeremias Büchel)

«Hängemättela» in Steg

Mit dem Vertrieb der Hoi-Hängematten durch die Bärgerin Elizabeth Schädler ist der «Hammocking»-Trend definitiv im Land angekommen.

Seit gut vier Jahren betreibt Elizabeth Schädler ihr Geschäft Hoi-Outdoor von ihrer Garage in Triesenberg aus («Wirtschaft regional» berichtete). Sie vertreibt Hängematten und andere Outdoor-Artikel. Die Hängematten sind so konzipiert, dass sie leicht zu tragen und verstauen sind und mit den zugehörigen Gurten überall rasch und einfach befestigt werden können. «Ideal für ‹Hammocking›», sagt Elizabeth. Doch was ist dieses «Hammocking»?

Auf Dialekt übersetzt könnte man es «hängemättela» nennen. Gemeint ist, die Hängematte überall aufzuhängen, wo man gerade Lust hat, bloss nicht bei sich zu Hause. Wer «Hammocking» betreibt, der zieht mit seiner Hängematte los und sucht sich ein Plätzchen, wo man die Hängematte aufhängen kann. Sei es zwischen zwei Bäumen, Fahnenstangen oder Brückengeländern – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Der Weg ist das Ziel
«Es ist eine gute Kombination zwischen Sport, draussen sein und Kreativität», erklärt Elizabeth. Und etwas philosophisch ausgedrückt, könne man vom«Hammocking» durchaus sagen: «Der Weg ist das Ziel». Denn beim «Hammocking» geht es darum, dass man nach draussen geht und sich einen schönen Ort sucht, um die Hängematte aufzuhängen. Das könne auch in einem Park zwischen zwei Bäumen sein.

Das «Vaterland» hat für #näherdran «Hammocking» mit Elizabeth zusammen ausprobiert. Wir haben für unseren   Ausflug das Gebiet Steg in der Gemeinde Triesenberg ausgesucht. Dort suchten wir nach geeigneten Plätzen, um die Hängematten aufzuhängen. Wir wurden rasch fündig und montierten die Hängematten im Schatten zwischen Bäumen. Dann gab es erst einmal einen Kaffee und für mich das erste Interview, das ich in einer Hängematte führte. Man könnte sich daran gewöhnen.

Ausspannen über dem Gebirgsbach
Doch für Elizabeth, die «Hammocking» seit Jahren betreibt, war das Montieren zwischen Bäumen doch eher trivial. Also suchte sie sich eine Herausforderung. Diese fand sie bei einer Brücke über den Valünabach. An den Verstrebungen der Brücke brachte sie die Gurte an und hängte mit den Karabinern die Hängematte über dem Bach auf, sodass man die Füsse in den eiskalten Bach halten konnte. Wunderbar an diesem  heissen Tag, an welchem wir unterwegs waren.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz trafen wir sogar weitere «Hammocker». Ein Pärchen aus Triesenberg hatte seine Hängematte am Bachufer zwischen Bäumen aufgespannt. «Wir geniessen so die frische Luft, die Ruhe und das schöne Wetter.» «Hammocking» ist also definitiv im Land angekommen. Jetzt im Coronajahr erwartet Elizabeth einen neuen Schub für das «Hammocking». Schliesslich werden viele ihre Sommerferien in der Heimat verbringen. «‹Hammocking› ist eine geeignete Art, um seine Umgebung neu zu entdecken und dabei zu entspannen», sagt Elizabeth. Und: Gerade Kinder liebten «Hammocking».

Geschenk für hochrangige Besucher aus dem Ausland
Übrigens: Nicht nur Spaziergänger und Wanderer setzen auf Hängematten aus Triesenberg. Auch das diplomatische Corps wird laufend damit ausgerüstet. «Wenn Vertreter der Regierung und der Verwaltung mit Diplomaten und Staatsgästen in Vaduz unterwegs sind, wird ihnen ab und zu beim Liechtenstein-Center eine Hoi-Hängematte geschenkt», weiss Elizabeth zu berichten. (jeb)

04. Jul 2020 / 10:20
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