• Im Kampf gegen das Coronavirus benötigt das medizinische Personal dringend Schutzausrüstung. Der Bundesrat hat nun die Exporte aus der Schweiz beschränkt. Gleichzeitig startet die einheimische Produktion von Schutzmasken. (Archivbild)
    In Liechtenstein seien genügend Masken vorhanden, schreibt die Ärztekammer in ihrem Lagebericht.  (KEYSTONE/Alessandro Crinari)

Genügend Schutzmaterial in Liechtenstein

Die Anzahl bestätigter Corona-Fälle in Liechtenstein hat sich auf 60 erhöht. Wie die Ärztekammer in ihrem aktuellen Lagebericht schreibt, seien genügend Schutzmasken vorhanden.

Nachdem auch in Liechtenstein die Fallzahlen deutlich angestiegen sind, sind sie seit ein paar Tagen jedoch stabil bis nur leicht ansteigend. «Ob die Kurvenentwicklung in Liechtenstein bereits ein Ausdruck der schnellen und harten Eindämmungsmassnahmen ist, lässt sich noch nicht gesichert sagen, es ist aber zumindest eine hoffnungsvolle Momentaufnahme», schreibt die Ärztekammer in ihrem heutigen Lagebericht.

Zentralisierte Beschaffung von Schutzmaterial
Wie die Ärztekammer schreibt, hat der Corona-Stab hat ein zentralisiertes Beschaffungswesen eingesetzt. Sämtliche Materialien (Masken, Desinfektionsmittel, Schutzkittel etc.) werden nun zentralisiert von einem Beschaffungsmanager beschafft. «Damit wird die bisherige, unübersichtliche und zersplitterte Beschaffungspolitik eliminiert.» Die Ärztekammer werde kommende Woche eine Bestandsaufnahme in den Praxen durchführen und die benötigten Materialien, welche nicht ohnehin kommende Woche verteilt werden, aus dem Lager beschaffen, falls bereits vorhanden. Die Verfügbarkeit von Schutzmaterial von seriösen Anbietern sei aktuell besser als vor einigen Wochen.

10 000 Masken im Pandemielager angekommen
Die bestellten FFP2-Masken sind diese Woche eingetroffen und wurden im Pandemielager des Landes im LLS zwischengelagert. Die Ärztekammer hat selbst 2250 FFP2 angeschafft, darüber hinaus hat auch das Land über die Ärztekammer 10 000 FFP2 angeschafft, welche ebenfalls im Pandemielager angekommen sind. Der Corona-Stab sei kontinuierlich dabei, FFP2 zu beschaffen. Die Masken würden an grundsätzlich alle Mitglieder verteilt, ausser solchen, die keiner Praxistätigkeit nachgehen oder keinen Patientenkontakt haben (z.B. Telemedizin). Wie die Ärztekammer schreibt, konnten auch chirurgische Masken in einer ersten Charge verteilt werden. Das Land Liechtenstein ist dabei, eine Grosscharge anzuschaffen, aus welcher dann auch die Ärzte ausgestattet werden könnten. Die Chargengrösse, welche bereits mit Lieferanten in Klärung ist, beträgt mehrere Hunderttausend chirurgische Masken. Beim Hand-Desinfektionsmittel hingegen gäbe es Lieferverzögerungen. «Die Ärztekammer konnte letzte Woche eine regionale Quelle auftun, welche das Desinfektionsmittel selbst herstellt. Diese Charge (1700 x 500ml) ist bereits in Produktion, die Lieferung wird am Dienstag erwartet», heisst es weiter. Das Desinfektionsmittel wird direkt an das Pandemielager beim LLS geliefert und dann zeitgleich mit den FFP2 verteilt. Auch vom Oberflächen-Desinfektionsmittel habe das Land jüngst eine Grosscharge bestellt und der Ärztekammer angeboten, hier auszuhelfen.

Beschaffung von Schutzkitteln
Wie die Ärztekammer schreibt, werden derzeit auch für die Praxen Schutzkittel besorgt, da damit zu rechnen ist, dass auch in den Praxen in absehbarer Zeit und bei Hausbesuchen Abstriche von niedergelassenen Ärzten gemacht werden. «Das Land hat einen eher übersichtlichen Lagerbestand, hier ist eine gemeinsame Beschaffung in grösserer Stückzahl notwendig», so die Ärztekammer. Diese Thematik wird am Montag anlässlich der Stabssitzung koordiniert und anschliessend dem Beschaffungsmanager übergeben. (red)

27. Mär 2020 / 17:04
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