• Patrik Walser, Schaan
    Patrik Walser will mit Holzobjekten ein Teil des Hotel «Pöstle» bewahren.  (Tatjana Schnalzger)

Erinnerungsstücke aus «Pöstle»-Holz

Das historische Gebäude Hotel Post in Schaan ist Geschichte. Der Holzkünstler Patrik Walser konnte einige der Dachbalken retten und verarbeitet diese nun.

Vergangene Woche wurde ein Stück Schaaner Geschichte abgerissen. Das im Volksmund liebevoll genannte «Pöstle» ist verschwunden. Die Abbrucharbeiten gingen nicht unbemerkt über die Bühne. Viele Liechtensteiner drückten in Leserbriefen und in den sozialen Medien ihr Bedauern aus. Auch der Schaaner Patrik Walser verfolgte die Arbeiten rund ums «Pöstle» und las die Kommentare auf der «Vaterland»-Facebook-Seite zum Abbruch. «Da wurde mir bewusst, wie vielen Menschen das Gebäude am Herzen lag», sagt er. Und so kam ihm die Idee, dass vielleicht ein Stückchen Schaaner Geschichte doch noch gerettet werden könnte, wenn er die Holzbalken des Dachstocks bekommen würde. 

Nur wenige Balken sind für das Projekt brauchbar.

Schlechte Bausubstanz: Wenig brauchbares Holz
Dies war am Dienstag vor dem Abriss. Patrik Walser wusste über den Stand der Abbrucharbeiten nicht Bescheid und hatte Angst, dass er zu spät sein könnte. Er nahm mit dem Abbruchunternehmer Kontakt auf und dieses erklärte sich bereit, die Dachbalken so gut wie möglich nicht zu beschädigen und sie für ihn bereitzulegen. Doch die Bausubstanz war sehr schlecht. «Leider waren nicht viele brauchbare Balken darunter», so Walser. Zwischen 30 und 40 Balken von einer Länge von rund anderthalb Metern konnte der Holzkünstler mitnehmen. 

Nicht bloss ein Dekorationsstück 
Patrik Walser verarbeitet nun die Balken. Er bürstet und behandelt es gegen Ungeziefer. Das müsse man bei altem Holz machen. Dann will er aus den ersten Balken Stehlampen fürs Wohnzimmer erstellen. «Für mich ist wichtig, dass ein Gebrauchsgegenstand aus dem Holz entsteht und nicht nur eine Dekoration.» Das Holz soll auch in Zukunft einen Zweck erfüllen und so langfristig das Nostalgieherz höher schlagen lassen. Ob aus allen Balken Lampen entstehen werden oder der gebürtige Schaaner noch eine andere Idee verwirklichen wird, weiss er jetzt noch nicht. «Das entscheide ich spontan», sagt er. Interessenten für eine «Pöstle»-Stehlampe hat er bereits. «Die Leute finden es eine coole Idee», sagt er. Das bezeugen auch die Facebookeinträge auf seiner Seite, wo er über sein Vorhaben informiert hatte. «Pöstle»-Fans und Nostalgiker dürfen gespannt sein, was Patrik Walser aus dem alten Holz alles produzieren wird. Einziger Wermutstropfen: Die «Pöstle»-Kunstwerke werden limitiert sein. (manu)

06. Sep 2018 / 08:00
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