• Landesspital
    Der Landtag entscheidet heute über einen Darlehensverzicht.  (Sven Beham)

«Eine Ablehnung würde nicht den Untergang bedeuten»

Der Landtag wird heute über einen Darlehensverzicht zu Gunsten des Spitals entscheiden. Eine Ablehnung wäre gemäss Stiftungsratspräsident Ritter zu verkraften.

Der Staat hat im Jahr 2000 das Landesspital von der Gemeinde Vaduz übernommen. Das Betriebskapital wurde aber damals nicht ausfinanziert, sondern nur als Darlehen gewährt. «Das war von Anfang an ein Konstruktionsfehler», so Michael Ritter, Stiftungsratspräsident des Landesspitals, gestern gegenüber «Radio L». Die Regierung hat anfangs Oktober  beim Landtag beantragt auf das Darlehen in der Höhe von 2,3 Millionen Franken und die Verzinsung für 2018 zu verzichten, «um einem möglichen Verzehr des Eigenkapitals entgegenzuwirken». Konkret heisst dies, dass die Gefahr besteht, dass es ohne diesen Schritt zu einer Überschuldung kommen könnte. Wie gestern Stiftungsratspräsident Michael Ritter im Radiointerview erklärt, ist es aber nicht mehr so dramatisch. Im Sommer   habe es eine Trendwende gegeben, «sodass wir Ende Jahr bessere Zahlen vorweisen können, als wir vor ein paar Monaten angenommen haben.»

2019 wird kein Verlust mehr budgetiert

Die eingeleitete Reorganisation liefere massive Einsparungen und Effizienzgewinne, so Ritter. Und auch der Konkurs der Privatklinik Medicnova biete Anlass um positiv in die Zukunft zu schauen. Deshalb blickt Michael Ritter der heutigen Entscheidung des Landtags entspannt entgegen: «Eine Ablehnung des Darlehensverzicht würde nicht den Untergang bedeuten und wir müssten nicht Konkurs anmelden. Wir hätten dann einfach eine sehr dünne Kapitaldecke. Da wir aber im nächsten Jahr einen Gewinn budgetieren können, wäre auch dies zu bewältigen.» 

Ritter hält Strategie nach wie vor für richtig

Es ist zu erwarten, dass die Landtagsdebatte erneut zur Grundsatzdiskussion führen wird, welche Leistungen das Landesspital künftig anbieten soll. Stiftungsratspräsident Michael Ritter hält den Leistungsauftrag für das Landesspital nach wie vor für richtig. «Das Problem ist nicht eine falsche Strategie. Das Problem war, dass wir zwei Spitäler hatten. Das war eine Fehlkonzeption, unter welcher alle Beteiligten gelitten haben und alle Beteiligten viel Geld gekostet hat. Diese Situation ist nun bereinigt und nun dürfen wir vorwärts schauen», sagte Ritter gegenüber «Radio L»

Das Landesspital erwarte nun von der Politik, dass man nicht nur einen Leistungsauftrag erteile, sondern auch die entsprechende  Infrastruktur zur Verfügung stellt. Die Leistung und das Personal des Spitals seien wettbewerbsfähig, aber das Gebäude sei am Ende seines Lebens. «Mit dem Volks-Nein zum Neubau 2011 sind die baulichen Probleme nicht gelöst worden. Diese stehen weiterhin an und hier wünschen wir uns, dass die Politik sich entscheidet in welche Richtung es gehen soll», so Ritter. Dafür sei dem Stiftungsrat jede zukunftsorientierte Lösung recht. Über die bauliche Zukunft des Spitals wird der Landtag aber erst im nächsten Jahr entscheiden können. (sap)

07. Nov 2018 / 07:00
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