• World Skills
    Bildungsministerin Dominique Hasler überreichte den Athleten einen Glücksbringer, den die Liechtenstein-Russische Gesellschaft extra für sie aus Russland nach Liechtenstein einflog.

Der Wettkampfmodus ist aktiviert

Mit der gestrigen Verabschiedung der WorldSkills-Delegation durch die Regierung fiel der Startschuss für Kasan. Ab jetzt gilt es ernst.

Nun geht es Schlag auf Schlag. Die ersten Delegationsmitglieder von WorldSkills Liechtenstein werden bereits morgen und die letzten am Sonntag ihre Reise nach Kasan antreten. An den diesjährigen 45. Internationalen Berufsweltmeisterschaften messen sich ab dem 23. August rund 1350 Kandidatinnen und Kandidaten aus über 60 Nationen in 56 Berufen. Unter ihnen die sechs Liechtensteiner WorldSkills-Athleten Desirée Ackermann, Lena Schädler, Nicola Batliner, Luzian Clavadetscher, Luca Hogge und Dominik Manser. Während gut eines Jahres haben sie sich gemeinsam mit ihren Experten intensiv auf den Grossanlass vorbereitet, welcher die duale Berufsausbildung hochleben lässt und jedem Teilnehmenden einzigartige Erfahrungen beschert. «Vergleichsweise ist ein Jahr nicht viel. Doch ihr habt in dieser Zeit enorm viel lernen und mitnehmen können. Das wird euch über die Berufsweltmeisterschaften hinaus von grossem Nutzen sein», sagte Stefan Sohler, Offizieller Delegierter von WorldSkills Liechtenstein, an der gestrigen offiziellen Verabschiedung durch die Regierung. Der Anlass sei ein wichtiger Tag des Abenteuers «WorldSkills 2019», fuhr er fort. «Denn ab jetzt müsst ihr vom Trainings- in den Wettkampfmodus umschalten, der über die kommenden zwei Wochen bestehen bleibt.» 

Auch Bildungsministerin Dominique Hasler sprach von einem Meilenstein von zahlreichen, welche die Athleten auf ihrem Weg bisher erlebt haben. «Für Liechtenstein ist es wiederum von unendlicher Bedeutung, auch 2019 an den Berufsweltmeisterschaften vertreten zu sein», begann sie ihre Grussworte im Namen der Regierung. 

Eine der kleinsten und feinsten Delegationen?
Die Bildungsministerin hält grosse Stücke auf die sechs WorldSkills-Teilnehmenden wie auch auf WorldSkills Liechtenstein selbst. Denn sie alle seien ein wesentlicher Bestandteil der dualen Berufsbildung und repräsentierten in diesem Sinne ganz Liechtenstein. «Obwohl sich der Leistungsdruck in den vergangenen Jahren verändert hat, scheut ihr den Vergleich mit anderen Nationen nicht», sagte Hasler an die gesamte Delegation gewandt. Sich fürchten muss sich die WorldSkills-Liechtenstein-Delegation mit einem Blick auf den Medaillenspiegel in der Tat nicht: Seit der ersten Teilnahme 1968 hat Liechtenstein 17 Mal Gold, 13 Silber- und 20 Bronzemedaillen sowie eine Vielzahl an Leistungsdiplomen mit nach Hause nehmen können. Das zeigt laut Hasler die Hochwertigkeit des hiesigen Bildungssystems klar auf. Und auch in diesem Jahr stehen die Chancen wieder gut – «schliesslich gehört ihr zu jenen unter den rund 100 000 Anwärtern für einen Platz im Team der jeweiligen Delegationen, die sich ihre Stellung auch sichern konnten.» Das, schwärmte Dominique Hasler weiter, sei grossartig und alles andere als selbstverständlich. An dieser Stelle lag das Wort bei Stefan Sohler, der nun auch der Regierung seinen Dank aussprach: «Wir funktionieren so gut, weil alle zusammenarbeiten. Hierzu gehört gleichermassen unsere Politik, die der dualen Berufsbildung einen hohen Stellenwert zuschreibt.»

Und nicht zuletzt tragen die Experten ebenso ihren Anteil zum Erfolg bei. Für Russland sind vier neue Experten im Einsatz. An allen sechs liegt es laut der Bildungsministerin, aus Herausforderungen neue Chancen für ihre Schützlinge zu kreieren.  Zum ersten Mal bestreiten Katharina Lorenz-Klemm (Pflege Sozialbetreuerin), Claudio Nigg (CNC Fräsen), Riccardo Somma (IT Software-Applikationen für Unternehmen) und Manuel Steiner (Sanitär- und Heizungsmonteur) das Abenteuer WorldSkills. Dominik Gruber im Beruf Malerin ist zum zweiten Mal und Stefan Wachter (IT Netzwerk und Systemadministration) bereits zum sechsten Mal mit dabei. Ausserdem befinden sich zwei Jubilare unter den Delegationsmitgliedern, bei denen sich Dominique Hasler für ihre Treue und den langjährigen Einsatz besonders bedankte. Gerichtet waren die Worte an Stefan Sohler, der zum fünften Mal als Offizieller Delegierter die WorldSkills-Liechtenstein-Delegation anführt, und an Giorgio Di Benedetto. Er wird in Russland bereits zum zehnten Mal als Teamleiter der Teilnehmer antreten und sich um das Wohl der Athleten kümmern. 

Ein persönliches Geschenk an russische Schulkinder
Erstmals überhaupt werden die Internationalen Berufsweltmeisterschaften in Russland durchgeführt. Das Land verbindet mit WorldSkills eine Bildungsoffensive. Dafür nimmt der Staat rund eine halbe Milliarde Dollar in die Hand, um verstärkt in die duale Berufsbildung zu investieren. Gängige Praxis ist es in diesem Rahmen, dass jede Delegation eine Schule in der jeweiligen Austragungsnation besucht. Der Programmpunkt nennt sich «One School One Country». 

Die Liechtensteiner Athleten haben von «ihrer» Schule, der «Grammar school N94», als Geschenk bereits einen traditionell russischen Teller erhalten. Gestern stellten die Kandidaten Dominik Manser und Luca Hogge der Bildungsministerin ihr Gastgeschenk vor. «Der Auftrag lautete, dass es nicht allzu gross und persönlich sein soll», erklärte Luca Hogge. Nachdem die sechs Athleten ihre Köpfe über mehrere Wochen hinweg zusammengesteckt hatten, kamen sie auf die Lösung: In sechs Glassockel sind ihre Porträts eingraviert, die mit LED-Beleuchtung zum Strahlen gebracht werden. Umrahmt wird das Ganze von der Liechtensteiner Bergwelt, die von Luzian Clavadetscher aus Metall angefertigt wurde. (jka)  

13. Aug 2019 / 08:44
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