• Regierungsrätin Dominique Hasler (2. v. r.) mit den Teilnehmenden an der Rhein-Ministerkonferenz in Amsterdam.

Der Rhein ist Teil der Identität Liechtensteins

Regierungsrätin Dominique Hasler nimmt an Rhein-Ministerkonferenz in Amsterdam teil.

Am Donnerstag trafen sich die zuständigen Umweltministerinnen in Amsterdam zur 16. Rhein-Ministerkonferenz. Im Zentrum standen die Bilanz der Umsetzung des Programms «Rhein 2020» sowie die Verabschiedung des Nachfolgeprogramms «Rhein 2040» mit neuen, ambitionierten Zielen für Artenvielfalt, Wasserqualität, Klimawandel, Hochwasservorsorge und Umgang mit Niedrigwasser.
In der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) arbeiten seit 70 Jahren Frankreich, Deutschland, die Niederlande, die Schweiz, Luxemburg und die EU zusammen, um die vielfältigen Nutzungen und den Schutz des Rheins in Einklang zu bringen. Im Rahmen der Wasserrahmenrichtline arbeiten seit 20 Jahren auch Liechtenstein, Österreich, Italien und die Region Wallonien in der IKSR mit.

«Die Herausforderungen gemeinsam angehen»
Regierungsrätin Hasler betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit der Staaten entlang des Rheins. «Der Rhein ist Teil der Identität unseres Landes und es ist wichtig, dass alle Anrainerstaaten die Herausforderungen wie Hochwasserschutz, Ökologie und Biodiversität gemeinsam angehen.» Trotz umfassender Erfolge in verschiedenen Bereichen konnte eines der grossen Ziele, den Lachs bis 2020 wieder bis nach Basel zu bringen, noch nicht erreicht werden. Zwei der drei noch ausstehenden Staustufen am Oberrhein sollen nun gemäss der französischen Delegation bis 2024 und 2026 für Fische passierbar gemacht werden, die dritte Staustufe bei Vogelgrün so rasch wie möglich.

Umweltministerinnen treffen sich in Vaduz
Was der Lachs für die Staaten von der Nordsee bis zur natürlichen Grenze, dem Rheinfall in Schaffhausen, ist, das ist die Seeforelle für die Gewässer 
im Einzugsgebiet Bodensee/Alpenrhein, sozusagen der Bodensee-Lachs. Die Herausforderungen sind für beide Fischarten vergleichbar und können nur gemeinsam gelöst werden, d. h. eine gute Wasserqualität, keine Wanderhindernisse, geeignete Lebensräume für die Reproduktion und das Aufwachsen der Jungfische sowie ein sicherer Abstieg in den Bodensee bzw. für den Lachs in die Nordsee. Dabei würdigte die Umweltministerin die kürzlich erschienene Publikation zur Bodensee-Seeforelle. Die Publikation ist ein Gemeinschaftswerk der beiden gros-sen Kommissionen im Einzugsgebiet Bodensee/Alpenrhein, der Internationalen Gewäs-
serschutzkommission für den Bodensee (IGKB) sowie der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF).
Dominique Hasler nutzte zudem die Gelegenheit, sich mit ihren Minister-Kolleginnen bezüglich des diesjährigen Umweltministerinnentreffens abzustimmen, welches Ende März in Vaduz stattfinden wird. (ikr)

14. Feb 2020 / 22:24
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