• Präsentation Briefmarke 'Biedermannhaus ' Schellenberg
    Am Montagabend wurde in Schellenberg die Briefmarke zum 500-jährigen Jubiläum des Biedermann-Haus präsentiert.  (WWW.BEHAM.Li)

Biedermann-Haus auf Briefmarke verewigt

Die Grafikerin Karin Beck konnte die Briefmarke zum 500-jährigen Bestehen des Biedermann-Hauses in Schellenberg entwerfen. Gestern wurde sie präsentiert.
Schellenberg. 

Die Briefmarke ist beige. Darauf abgebildet ist das Biedermann-Haus in Schellenberg, das in diesem Jahr 500 Jahre alt wird. In ­einer einfachen Schwarz-Weiss-Zeichnung hebt es sich vom beigen Untergrund ab. Neben dem Haus zeigen vier violette Vierecke den Grundriss des denkmalgeschützten Bauernhauses. 

Beck wollte moderne, schlichte Briefmarke

Entworfen hat die Briefmarke die Grafikerin Karin Beck aus Planken. Rund 50 bis 60 Arbeitsstunden stecken darin. Eine spezielle Herausforderung, denn es müssen 500 Jahre Geschichte auf das kleine Stück Papier gebracht werden. So hat sich die Grafikerin viel mit der Historie des Gebäudes auseinandergesetzt, das sie vor dem Auftrag noch nie besucht hatte. Sie knipste Fotos, erhielt ­eine Einzelführung durch das Bauernhaus und las einige Do­kumente darüber. Relativ schnell war ihr klar, dass sie eine moderne, schlichte Briefmarke gestalten möchte, auf der der Grundriss des Hauses – ihrer Meinung nach etwas, was das Biedermann-Haus ausmacht – abgedruckt ist. Zwei Entwürfe erarbeitete sie, wobei der zweite alle Entscheidungsträger überzeugte. Über den Auftrag habe sie sich natürlich sehr gefreut, denn für sie als Grafikerin seien Briefmarken einer der Lieblingsaufträge, das erzählte sie gestern an der Präsentation der Marke im Biedermann-Haus in Schellenberg. Der Auftrag kam von der Philatelie Liechtenstein – vor rund einem Jahr. «Karin war unsere erste Wahl», erklärt Stefan Erne, Bereichsleiter der Philatelie. Somit sei es auch nicht zu einem Wettbewerb gekommen, wie sie es sonst oft machen würden, sondern zur Direktvergabe. Die Briefmarke hat einen Wert von zwei Franken, und das aus unterschiedlichen Gründen. «Einerseits haben wir von der Post AG den Auftrag, alle Wertstufen abzudecken, und andererseits wollten wir keine selbstklebenden Marken, wie es bei niedrigeren Wertstufen benötigt wird», sagt er. Diese Marke sei klar eine Sammlermarke und die Sammler wollen «nassklebende» Briefmarken. 

«Wunderschönes Beispiel für Denkmalpflege»

Sabina Braun vom Landesmuseum erzählte die bewegende Geschichte hinter dem alten Holzhaus. 1518 gebaut, wurde es 1814 von Katharina Biedermann gekauft. Die Familie Biedermann besass das Haus bis in die 1990er-Jahre. Der letzte Besitzer, Ernst Biedermann, wollte es abreissen lassen. «Dagegen wurde einiges unternommen, das Thema landete gar auf politisch höchster Ebene, bis entschieden wurde, es nicht abzureissen», erklärt Braun. Das Land habe damals eine Million Franken investiert, und so wurde es Balken für Balken vom alten Standort «Under Platta» in Schellenberg am heutigen Standort wieder aufgebaut. Das sei nicht das einzige Mal gewesen, dass das Haus umgesiedelt wurde. Bereits Hunderte Jahre davor wechselten die Besitzer den Standort: «Balken mit römischer Nummerierung zeugen davon», sagt Braun. Alles in allem sei das Haus ein «wunderschönes Beispiel für Denkmalpflege». (qus)

03. Sep 2018 / 22:48
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