• PK der Regierung
    Radio L  (Daniel Schwendener)

Bei Radio L will noch keine Ruhe einkehren

Die Schlagzeilen um Radio L reissen nicht ab: Heute stehen der ehemalige Intendant und der ehemalige Chefredaktor vor Gericht. Und: Es hat Kündigungen gegeben.
Vaduz. 


Finanzielle Nöte, eine fristlose Kündigung von Intendant Martin Matter, eine Lohnklage und nun eine Ehrverletzungsklage: So sehr sich die Macher des Landessenders auch bemühen – Ruhe ist nach all den Vorkommnissen noch immer nicht eingekehrt. Mit Spannung wird der Ausgang der heutigen Verhandlung verfolgt, in der über eine Ehrverletzungsklage von Matter gegen den ehemaligen Chefredaktor Martin Frommelt befunden wird. Ausserdem heizt die Entlassung von zwei Mitarbeitern  – einer davon ist Redakteur  – weitere Gerüchte an, dass es um Radio L wohl nach wie vor nicht so gut steht, wie man es sich nach dem vom Landtag gesprochenen Notkredit sowie weiteren 2,3 Mio. Franken für die Deckung der jährlichen Betriebskosten erhofft hatte. Zumal einige Landtagsabgeordnete die Gelder mit dem ausdrücklichen Wunsch verknüpft hatten, dass dadurch die journalistische Leistung gesteigert werden kann. 

Radio L wird auf den Prüfstand gestellt

Thomas Mathis, der neue Vorsitzende der Geschäftsleitung, bestätigt zwar, dass sich Radio L von gewissen Mitarbeitern trennt, allerdings will er nichts von Sparmassnahmen wissen. Es gehe um bereits länger initiierte Reorganisationsmassnahmen, gleichzeitig würden andere Stellen aber ausgebaut. «Hier handelt es sich um einen unternehmensweiten und andauernden Prozess, der nicht auf einzelne Abteilungen oder zeitlich beschränkt sei. Also um Schritte, die in einem grösseren und andauernden Reorganisationskontext stünden. «Wir handeln kostenbewusst», betont er. Und: «Wir erneuern uns aktuell in sehr vielen Bereichen und arbeiten stetig an unserer Qualität.» Wie jeder andere Betrieb überprüfe auch Radio L regelmässig seine Strukturen und Prozesse und nehme notwendige Anpassungen vor. «Unser Ziel ist eine weitere Steigerung der Qualität. Darauf arbeiten wir mit viel Einsatz hin.» Von einem Stellenabbau kann laut Mathis also keine Rede sein. Und zu einzelnen Personen gibt er aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Auskunft. Auch nicht darüber, was mit den Lernenden geschieht, die noch unter der Ära Matter angestellt wurden.

Bald neue Redaktions- und Geschäftsräume

Auf Radio L warten neben dem Wandlungsprozess in diesem Jahr aber noch weitere Herausforderungen: Der Auftritt sowie die technische Infrastruktur sollen komplett erneuert werden – dafür hat der Landtag rund 2,5 Millionen Franken gesprochen. Ausserdem sollen neue Redaktions- und Geschäftsräume gefunden und bezogen werden. Wo und wann der Umzug stattfinden kann, soll bereits in Kürze bekannt gegeben werden. (dv)

 

04. Feb 2019 / 23:30
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