• Freibad Mühleholz in Vaduz
    Einen Besucherstopp musste das Schwimmbad Mühleholz bislang nicht verfügen.  (Daniel Schwendener)

Badevergnügen fast ohne Störgeräusche

«Mühleholz»-Geschäftsführer Martin Schnarwiler attestiert den Gästen einen verantwortungsvollen Umgang mit den geltenden Regeln.

Seit zwei Wochen gilt für das Freibad Mühleholz ein Besuchermaximum von 2000 Personen. Erreicht wurde dieser Wert bislang trotz des mittlerweile erfolgten Schulferienbeginns und der teils hochsommerlichen Temperaturen nicht. «Zuletzt verzeichneten wir als Bestmarke knapp 1500 Gäste», sagt Martin Schnarwiler, der seit dieser Saison als Geschäftsführer der beliebten Freizeit-anlage fungiert.
Eine stattliche Anzahl ist selbstredend auch das. Das offenbart gerade auch der persönliche Augenschein vor Ort. Und er macht deutlich, wie berechtigt Schnarwilers wiederholte Appelle an die Vernunft der Bevölkerung im Vorfeld der Eröffnung gewesen waren. Ohne die Mithilfe der Besucher funktioniere es nicht, hatte der Geschäftsführer ein ums andere Mal betont. Das ganze Sicherheitskonzept stehe und falle mit dem verantwortungsvollen Verhalten jedes einzelnen.

Mindestabstand nicht in jedem Moment einhaltbar
Vereinzelt sind durchaus kritische Töne zu vernehmen – von Freibadgästen, die bei anderen Besuchern eben diese Umsicht vermissen. In der Tat, räumt Schnarwiler ein, könne es schon einmal vorkommen, dass eine Person weniger auf das Einhalten des Mindestabstand von 1,5 Metern achte. Auch auf die Zugangsbeschränkung im Kioskbereich – zur gleichen Zeit dürfen sich dort nur 20 Personen aufhalten – mussten er und sein Team einzelne Besucher schon hinweisen, wie er bestätigt. Zugleich gibt Schnarwiler aber auch zu bedenken, dass der Mindestabstand gelegentlich «gar nicht gewahrt bleiben kann». Wenn sich Personen in bestimmten Bereichen des Schwimmbads kreuzten, verringere sich die Distanz kurzfristig zwangsläufig auf unter 1,5 Meter. Das könne man durchaus mit dem Besuch im Supermarkt vergleichen. «Dort ist es nicht anders.» Ausserdem, ergänzt der Geschäftsführer, dürfe man nicht ausser Acht lassen, dass die Mindestabstandsregelung innerhalb von Gruppen nicht gelte. «Für Aussenstehende ist deren genaue Zusammensetzung aber nicht immer so ohne Weiteres nachvollziehbar.»

Schnarwiler: «Ich kann ein positives Fazit ziehen»
In der Gesamtschau sieht er die von ihm eingeforderte Disziplin und Kooperation auf Seiten der Schwimmbadgäste bislang durchaus gegeben. Die Runden, die er und seine Mitarbeiter auf dem Areal kontinuierlich drehen, zeigen das erhoffte Bild. «Ich kann definitiv ein positives Fazit ziehen. Nach meinem Empfinden läuft es insgesamt ganz gut», hält er fest. Ihm persönlich seien bislang auch keine Beschwerden zu Ohren gekommen.
Dass sie an anderer Stelle artikuliert werden, etwa unter Bekannten oder in den sozialen Medien, will Martin Schnarwiler freilich nicht in Abrede stellen. Gerade bei Themen wie der Coronapandemie, die auch eine stark ausgeprägte emotionale Komponente aufweisen, seien unterschiedliche Wahrnehmungen ganz normal, das sei er sich bewusst. «Die Menschen haben verschiedene Zugänge. Das merkst du ganz deutlich.» Während der Anblick grösserer Menschenmengen beim einen womöglich schon leichtes Unbehagen auslöst, nimmt ein anderer davon gar keine Notiz. Ungeachtet der unterschiedlichen Perspektiven, mit welchen die Besucher auf das Treiben im Freibad blicken mögen, werden Schnarwiler und sein Mühleholz-Team die Augen weiterhin offen halten. «Wir sind ständig auf dem Gelände unterwegs», sagt er. Und wenn man die Notwendigkeit erkenne, werde man Menschen auch auf ein Fehlverhalten aufmerksam machen. (bo)

11. Jul 2020 / 10:58
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