• Solar energy and wind power stations
    Die Solargenossenschaft will mit einer Kampagne erreichen, dass die Kunden die Herkunft des Stroms erkennen können.  (zhongguo)

«Atomstrom? Nein Danke!»

Die Solargenossenschaft Liechtenstein hat mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass Liechtenstein auf dem besten Weg ist, «Europameister» im Bezug von Atomstrom zu werden. Nun will sie mit einer Kampagne Gegensteuer geben.

In einer Stellungnahme äussert sich die Solargenossenschaft wie folgt: «Es ist offensichtlich, dass Liechtenstein seinen Energiebedarf nicht selbst decken und deshalb Strom importieren muss. Dass aber in ganz Europa nur gerade das Atomland Frankreich einen höheren Anteil an Atomstrom im Strommix hat, ist mehr als befremdlich. Wie kann dies verändert werden?

In einem ersten Schritt muss gewährleistet werden, dass die Kundinnen und Kunden die Herkunft ihres Stroms erkennen können. Die Schweiz erlaubt den Verkauf von Strom aus nicht überprüfbarer Herkunft bereits seit letztem Jahr nicht mehr, dies würde auch Liechtenstein gut anstehen. Als zweiten Schritt braucht es eine sukzessive und massive Reduktion des Atomstromanteils im Liechtensteiner Strommix und dessen Ersatz mit erneuerbaren Energien. Der Mehrpreis für Naturstrom (100% erneuerbar!) ist mit 45 Franken pro Haushalt und Jahr durchaus zumutbar. Zudem müssen alle Sparpotenziale ausgeschöpft werden, in Privathaushalten und in der Industrie. Gleichzeitig muss die inländische Produktion nachhaltigen Stroms weiter angekurbelt werden.

Die Solargenossenschaft wird weitere Optionen für ein Windkraftwerk in Liechtenstein prüfen, auch wenn sie diesbezüglich im Moment nur «verhalten optimistisch» ist. Während Photovoltaik-Anlagen bei Wohngebäuden, vor allem bei Neubauten, im Trend liegen, könnte die Industrie weit mehr beitragen, hat sie doch riesige ungenutzte Dachflächen zur Verfügung. Die Solargenossenschaft wird eine Kampagne lancieren, um sowohl bei Privathaushalten als auch in der Industrie den Eigenverbrauch von Solarstrom voranzubringen. Das Potenzial, Strom auf dem eigenen Dach zu produzieren und selber zu verwenden, werde immer noch viel zu wenig genutzt, ist Solargenossenschafts-Präsident Daniel Gstöhl überzeugt. Die Wirtschaft des Landes floriert; die Solargenossenschaft bezweifelt deshalb, dass es dem Image des Landes gut bekommt, aus finanziellen Überlegungen Atom- statt Naturstrom zu verwenden. Dies lässt sich kaum mit den UNO-Nachhaltigkeitszielen vereinbaren, von denen in Wirtschaft und Politik derzeit überall die Rede ist. Die Solargenossenschaft wird deshalb Aufklärungsarbeit leisten, um den Verbrauch von selbst produziertem Solarstrom zur Schonung des Geldbeutels und des Klimas weiter zu fördern. Sie wird weiterhin Fakten bereitstellen und prüft die Möglichkeit von Kooperationen mit Wirtschafts¬betrieben zur Erstellung von Photovoltaik-Anlagen auf Firmendächern. Die Solargenossenschaft bleibt jedenfalls am Ball, unter dem Motto: «Atomstrom-Europameister – Nein Danke!»» (pd)

 

 

 

29. Mai 2019 / 08:48
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