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Antenne löst Angst um Gesundheit aus

Der Bau der geplanten Mobilfunkantenne in Schellenberg ist auf Eis gelegt. Grund dafür sind 80 Personen, die bei der Gemeinde eine Petition einreichten.

Der unzureichende Mobilfunkempfang in der Gemeinde Schellenberg sorgt bereits seit Längerem für Gesprächsstoff. Zahlreiche Reklamationen seien über Jahre hinweg kontinuierlich bei der Gemeinde, beim Amt für Kommunikation sowie bei den Mobilfunk-anbietern eingegangen, erklärt Vorsteher Norman Wohlwend auf Anfrage. Daher sah sich die Gemeinde im vergangenen Jahr zum Handeln veranlasst.

Momentaner Stillstand für Mobilfunkantenne 
«Schellenberg hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kommunikation und den Mobilfunkanbietern geprüft, mit welchen Massnahmen der Mobilfunkempfang optimiert werden könnte», so Wohlwend. Eine Lösung konnte schliesslich an der Gemeinderatssitzung Mitte Dezember vergangenen Jahres gefunden werden. Diese bestand darin, die Pläne weiterzuverfolgen, die der Mobilfunkanbieter für den Bau einer Mobilfunkantenne ausgearbeitet hatte. Der für das Projekt zur Verfügung stehende Bereich erstreckte sich auf der Gemeindeparzelle Nr. 180 in der Eschner Rütte. Doch diesem Vorhaben wurde vergangene Woche die Bremse gezogen: «Aufgrund des Gemeinderatsbeschlusses wurde vergangene Woche eine von rund 80 Personen unterzeichnete Petition eingereicht», sagt der Gemeindevorsteher.

Gesundheitliche Risiken durch Strahlung befürchtet
Die Petitionäre sprechen sich klar gegen den Bau einer Mobilfunkantenne aus. Neben der «Verschandelung» der Landschaft und der «Entwertung» der umliegenden Grundstücke befürchten die Unterzeichner der Petition vor allem, mit gesundheitsgefährdenden Risiken belastet zu werden. «Es sei zu befürchten, dass mit der geplanten Einführung des 5G-Standards die Grenzwerte angehoben werden, so wie das in der Schweiz bereits diskutiert wird», erklärt Wohlwend. Denn auch im Nachbarland ist zum Thema Mobilfunkantennen in den vergangenen Wochen eine hitzige Diskussion entbrannt. Eine diesbezügliche Petition wird heute dem schweizer-ischen Bundesrat sowie dem Parlament vorgelegt. Die selbsternannte Interessensgemeinschaft aus Hadlikon zum Schutz der Bevölkerung im Zürcher Oberland verlangt darin, dass gesetzlich vorgeschriebene antennenfreie Zonen – analog zu rauchfreien Zonen – eingeführt werden. Die Bittführer befürchten wie jene in Liechtenstein, ansonsten gesundheitliche Schäden davonzutragen. 

Ob die Interessensgemeinschaft erfolgreich sein wird, zeigt die Zeit. In der Liechtensteiner Gemeinde Schellenberg sehen die nächsten Schritte so aus, dass der Gemeinderat in Kürze über die Petition informieren werde und dieser anschliessend über das weitere Vorgehen diesbezüglich entscheiden müsse, erklärt Wohlwend. (jk) 

09. Feb 2018 / 07:00
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